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sie  schon  ım  Jahre  1853  begonnen  hatte.  Hierbei  leistete  ihr  der
Kursgewinn  gute  Dienste,  den  sie  durch  den  Verkauf  der  mit
einem  Übernahmekurse  von  96  %  im  Jahre  1850  übernommenen
Staatsanleihe  realisierte.

Eine  nähere  Prüfung,  wie  sıch  die  einzelnen  Geschäftszweige
der  Bank  in  den  vorstehend  geschilderten  ersten  neun  Geschäftsjahren
  entwickelten,  zeigt,  dass  es  hauptsächlich  ein  Geschäftszweig
  war,  der  einen  hervorragenden  Aufschwung  genommen
hatte,  nämlich  das  Wechselgeschäft.  Besonders  war  es  eine
Wechselart,  die  Wechselremessen  auf  das  Inland,  die  eine  Steigerung
  um  390  %  aufwıesen.  Als  ein  günstiges  Zeichen  muss  es
angesehen  werden,  dass  gerade  die  Anlage  in  diesen  Wechseln
einen  so  bedeutenden  Aufschwung  genommen  hatte;  denn  vornehmlich
  sind  es  die  Wechsel  auf  die  einzelnen  Handelsplätze  des
Inlandes,  durch  welche  der  Geldverkehr  des  ganzen  Landes  gefördert
  wırd.  Dass  bei  diesem  grossartigen  Aufschwunge  des
Wechselgeschäftes  nicht  etwa  die  nötige  Vorsicht  ausser  acht  gelassen
  wurde,  tun  die  geringen  hierbei  erlittenen  Verluste  dar.
In  den  Jahren  1847—1855  wurden  über  1078  Mill.  Thlr.  Wechsel
diskontiert  und  dabei  auf  je  1000  Thlr.  11,  Sgr.  eingebüsst,  ein
Verlust,  der  gewiss  nıcht  als  zu  hoch  bezeichnet  werden  kann.
Das  starke  Wachsen  der  Geschäfte  in  den  Wechseln  auf  das  Inland
ıst  zum  Teil  auf  den  Umstand  zurückzuführen,  dass  die  Bankverwaltung
  durch  fortgesetzte  Errichtung  neuer  Filialen  bemüht
war,  ihren  Geschäftskreis  zu  erweitern.  Allein  ım  ersten  Geschäftsjahre
  wurden  4  neue  Kommanditen  eingerichtet,  und  an
11  Regierungshauptkassen  ein  Bankverkehr  eröffnet,  so  dass  die
Zahl  der  Bankanstalten  30  betrug.  Hierzu  kamen  bis  zum  Jahre
1855  noch  12  neue  Hauptanstalten  und  47  neue  Unteranstalten.
Die  Zahl  der  Filialbankanstalten  betrug  infolgedessen  am  Ende
dieser  Periode  89,  hatte  sıch  also  ın  9  Jahren  um  74  vermehrt.

Wenn  das  Notengeschäft  nıcht  ın  demselben  Masse  wie  die
Wechselanlage  eine  Steigerung  erfuhr,  so  lag  das  lediglich  an  dem
zu  sehr  beschränkten  Notencmissionsrecht  der  Bank,  durch  .das
der  Notenemission  die  Elastizität  genommen  wurde.  Diesem
Umstande  wıe  den  ım  allgemeinen  hohen  Depositenbeständen  ist
es  zuzuschreiben,  dass  die  Metalldeckung  in  diesen  9  Jahren  eine
so  hohe  war.  Nur  einmal  sank  sie  in  dieser  Periode  bis  auf
751%  %,  sonst  hielt  sie  sich  in  6  der  neun  Jahre  durchschnittlich
über  100  %  und  erreichte  schliesslich  im  Jahre  1855  eine  Höhe
von  12214,  %.

Ungeachtet  der  günstigen  Iintwicklung,  die  die  Geschäfte
der  Preussischen  Bank  genommen  hatten,  ruhten  doch  die  Bestrebungen
  derer  nicht,  die  den  TPrivatzetielbanken  einem
stantlichen  Institute  gegenüber  den  Vorzug  gaben.  Durch
Kabinettsordre  vom  11.  Aprıl  1846  war  die  Errichtung  von  Privatzeitelbanken
  ın  den  Provinzen  durch  Gesellschaften  mit  ver-