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Die  Bank  musste  sich  aber  dagegen  umsomehr  wehren,  als  ihre
Metalldeckung  am  1.  Oktober  1857  noch  nicht  50  %  betrug;  denn
es  kamen  auf  731%  Mill.  Thlr.  Banknoten  38  Mill.  Thilr.  metallisch
nicht  gedeckte.

Gegenüber  den  sonstigen  Wünschen  der  Kaufmannschaft  zur
Erleichterung  des  Verkehrs,  wie  Abänderung  der  Konkursordnung
  usw.  verhielt  sich  die  Regierung  ablehnend.  Auch  ein
im  Dezember  1857  von  den  Privatzettelbanken  eingegangener  Antrag,
  ihre  Barbestände  durch  Weiterbegeben  ihrer  langsichtigen
Wechsel  an  die  Preussische  Bank  ergänzen  zu  dürfen,  wurde  abschlägig
  beschieden.  Es  wurde  darauf  hingewiesen,  dass  es  für
eine  Zettelbank  untunlich  wäre,  wenn  sie  ihre  den  Noteninhabern
gegenüber  eingegangenen  Verpflichtungen  nicht  aus  eigenen  Mitteln
  erfüllen  könnte,  sondern  hierzu  der  Hilfe  eines  anderen
Institutes  bedürfte.  Im  übrigen  hätte  ein  solches  Verfahren  dazu
geführt,  dass  die  Banken  die  von  ihnen  eingegangenen  Verpflichtungen
  nicht  mehr  genau  übersehen  konnten.  Einerseits  hätten
sie  den  etwaigen  Ausfall  der  von  ıhnen  diskontierten  Wechsel  zu
tragen  gehabt,  andererseits  aber  noch  unter  Umständen  für  die
von  ihnen  weitergegebenen  Wechsel  aufkommen  müssen,  falls
diese  nicht  pünktlich  eingelöst  würden.  Dennoch  unterstützte  die
Preussische  Bank  auf  diese  Weise  im  Anfange  des  Jahres  1859
die  Kölner  Privatbank,  um  sie  vor  einer  zu  raschen  Beschränkung
ihrer  Aktivgeschäfte  zu  bewahren,  unter  der  schliesslich  doch  die
Privatinteressenten  am  meisten  gelitten  hätten.

Trotz  der  Krise  war  die  geschäftliche  Lage  der  Bank  ım
Jahre  1857  keineswegs  ungünstig,  worauf  schon  die  höhere  Dividende
  von  8'4/,,  %  schliessen  lässt.  Die  Vermehrung  des  Eınschusses
  der  Bankanteilseigner  um  5  Mill.  Thlr.  hatte  ein  Aufgeld
von  über  1  Mill.  Thlr.  gebracht,  die  gemäss  dem  Gesetze  vom
Mai  1856  dem  Reservefonds  zuflossen.  Die  weitaus  grösste  Zunahme
  der  verschiedenen  Geschäftszweige  der  Bank  hatte  wiederum
  das  Banknotengeschäft  zu  verzeichnen.  Hierbei  ist  allerdings
  als  ungünstig  zu  vermerken,  dass  die  durchschnittliche-Metalldeckung
  um  10  %  zurückging,  während  sich  der  durchschnittliche
  Banknotenumlauf  verdoppelte.  Die  Metalldeckung
erreichte  in  diesem  Jahre  mit  51  %  (im  Oktober  47,6  %)  den
niedrigsten  durchschnittlichen  Stand,  der  während  der  ganzen
29jährigen  Geschäftstätigkeit  der  Preussischen  Bank  vorgekommen
  ist.

Es  war  diese  Erscheinung  in  der  Handelskrise  um  so  bedenklicher,
  als  die  verfügbare  Bardeckung  nicht  nur  zur  Einlösung
der  Noten,  sondern  auch  zur  Rückzahlung  der  Depositen  und  Giroguthaben
  zu  dienen  hatte.  Gerade  die  letztgenannten  beiden  Fälle
stellen  aber  bei  einer  ungünstigen  Zahlungsbilanz,  wie  sie  etwa
(durch,  infolge  einer  Missernte  verursachte,  starke  Getreideeinfuhr
zu  hohen  Preisen,  verringerte  Warenausfuhr.  Anlegung  von  Kapıi-