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talıen  in  ausländischen  Unternehmungen  usw.  hervorgebracht
werden  kann,  weit  gefährlichere  Verpflichtungen  dar  als  die
Noteneinlösung.  Der  Bargeldbestand  der  Banken  verringert  sich
erfahrungsgemäss  weit  mehr.  durch  die  Zurückziehung  von  Deposıten
  und  Giroguthaben,  als  durch  die  infolge  Misstrauens  oder
einer  Krise  bewirkte  Vorlegung  von  Noten  zwecks  Realisation.

Die  Preussische  Bank  musste,  um  dieser  Schwierigkeit  aus
dem  Wege  zu  gehen,  stets  mıt  ihrer  Metalldeckung  um  ein  Beträchtliches
  über  der  statutenmässig  vorgeschriebenen  Dritteldeckung
  bleiben;  denn,  hielte  sie  diese  gerade  ınne,  so  hätte  sie
für  jeden  Thaler,  der  ıhrem  Barbestande  durch  Notenrealisation
entzogen  wurde,  noch  zwei  andere  Thaler  in  Banknoten  aus  dem
Verkehr  ziehen  müssen.  Noch  vıel  unangenehmer  hätte  sich  das
aber  gestaltet  bei  einer  Verringerung  des  Barbestandes  nıcht  durch
Notenrealisation,  sondern  durch  Entziehung  von  Depositen  und
Giroguthaben.  Wollte  daher  die  Bank  nicht  bei  jedem  fühlbaren
Metallabflusse  zu  einer  starken  Beschränkung  des  Kredits
schreiten,  so  musste  sıe  sich,  wıe  dieses  tatsächlich  auch  der  Fall
war,  stets  einen  bedeutend  stärkeren  als  den  gesetzlich  vorgeschriebenen
  Metallbestand  halten.

Um  dem  niedrigen  Barbestande  abzuhelfen  und  den  an  sie’
herantretenden  Anforderungen  besser  genügen  zu  können,  schritt
die  Bank  ım  Jahre  1857  dazu,  den  grössten  Teil  ıhrer  Effekten,
die  ım  Vorjahre  ınfolge  des  mit  dem  Königlichen  Finanzministerıum
  abgeschlossenen  Vertrages  eine  beträchtliche  Vermehrung
erfahren  hatten,  zu  veräussern.  Von  dem  beim  Beginn  des  Jahres
vorhandenen  Effektenbestande  im  Werte  von  15,53  Mill.  Thlrn.
verkaufte  sıe  13,98  Mill.  Thlr.  mit  einem  Ausfall  gegen  den  Nennwert
  von  95  016  Thlrn.,  der  gemäss  dem  Gesetze  vom  7.  Maı  1856
vom  Reservefonds  abgeschrieben  wurde.  Wie  dıe  Effektenanlage
wies  auch  der  Giroverkehr  und  hier  besonders  der  Umlauf  der
akzeptierten  Giroanweisungen  einen  starken  Rückgang  auf.  Die
durchschnittliche  Summe  der  umlaufenden  Giroanweisungen  fiel
von  6,78  Mill.  Thlrn.  im  Jahre  1856  auf  2,92  Mill.  Thlr.  im  Jahre
1857.  Dieser  Rückgang  hing  aber  keineswegs  mit  der  wirtschaftlichen
  Krise  zusammen;  denn  die  umlaufenden  Giroanweisungen
hatten  sich  nur  deshalb  vor  dem  Jahre  1856  so  stark  vermehrt,
weıl  es  dem  Verkehr  an  Zirkulationsmitteln  mangelte..  Nachdem
diesem  Mangel  durch  die  stärkere  Notenemission  abgeholfen  war,
war  es  ganz  natürlich,  dass  ihr  Umlauf  wieder  zurückging.

Zu  der  wirtschaftlichen  Krise  des  Jahres  1857,  deren  Linderung
  die  Preussische  Bank  vollauf  in  Anspruch  nahm,  kamen
noch  andere  bedenkliche  Erscheinungen  hinzu.  In  der  Zeit  des
allgemeinen  Aufschwunges  hatten  auch  die  nichtpreussischen

Zettelbanken  eine  bedeutende  Vermehrung  erfahren.  Im  Jahre
1851  gab  es  in  Deutschland  erst  9,  1856  schon  19  und  1857  nicht