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weniger  als  29  derartige  Institute.  Ihre  sprungweise  Entwicklung
war  um  so  besorgniserregender,  als  sie  gerade  in  die  Zeit  der  Krise
fiel,  und  nun  die  Gefahr  vorlag,  dass  die  ausserpreussischen  Zettelbanken
  durch  liberalere  Kreditgewährungen  die  Massnahmen  der
Preussischen  Bank  zunichte  machen  könnten.  Diese  Besorgnis  war
durchaus  nicht  unbegründet;  denn  nicht  selten  wurden  Diskontierungen
  mit  billigem  Diskontsatze,  mitunter  bis  zu  2%  unter
dem  üblichen,  an  den  Börsen  angeboten,  sofern  sich  die  Inhaber
der  Wechsel  bereit  erklärten,  ausserpreussische  Banknoten  in
Zahlung  zu  nehmen.  Ernster  wurde  diese  Erscheinung  noch  dadurch,
  dass  die  neugegründeten  Zettelbanken  mit  wenigen  Ausnahmen
  keine  lokale,  sondern  eine  weit  verbreitete  Notenzirkulation
  hatten.  Es  sei  hier  nur  an  die  1855  in  Darmstadt  mit  einem
Aktienkapital  von  20  Mill.  Fl.  errichtete  Bank  für  Süddeutschland
erinnert,  der  es  gestattet  war,  ihre  Noten  von  30  Thlrn.  an  aufwärts
  ın  süddeutschem,  französischem,  österreichischem  oder
preussischem  Münzfuss  auszugeben.  Die  Gründer  hatten  offenbar
vornehmlich  auf  eine  Zirkulation  in  den  Nachbarländern  gerechnet.
  Das  Eindringen  der  Noten  in  das  preussische  Gebiet
wurde  ausserdem  durch  die  lebhaften  Handelsbeziehungen  erleichtert,
  die  Preussen  als  Mitglied  des  Zollvereins  mit  den  süddeutschen
  Staaten  unterhielt.  Da  Süddeutschland  ım  Verhältnis
mehr  Barrimessen  nach  Preussen  zu  leisten  hatte  als  umgekehrt,
kamen  auf  diese  Weise  viel  fremde  Noten  in  den  preussischen
Verkehr.

Das  Bedenkliche  in  der  Entwicklung  der  ausserpreussischen
Zettelbanken  lag  nun  ın  dem  Umstande,  dass  für  eine  Anzahl  von
ihnen  durchaus  kein  Bedürfnis  vorhanden  war,  sondern  lediglich
die  Absicht  der  Gründer,  sich  durch  die  Agıotage  mühelos  zu  bereichern.
  Das  Aufblühen  der  ausserpreussischen  Zettelbanken
wurde  noch  durch  die  Leichtigkeit  gefördert,  mıt  der  in  den  benachbarten
  Staaten  Konzessionen  für  Zettelbanken  erlangt  werden
konnten.  Bei  der  Emission  der  Noten  war  sehr  häufig  nicht  das
Bedürfnis  des  Verkehrs,  sondern  das  Interesse  der  Aktionäre
massgebend.  Die  Gefahr  des  Rückströmens  der  Noten  zur  Realısation
  bestand  für  die  neu  gegründeten  Zettelbanken  nur  in  geringem
  Umfange,  da  die  Noten  zum  grossen  Teile  ın  weiter  Ferne
vom  Ausgangspunkte  zirkulierten  und  erst  bedeutend  im  Kurse
sinken  mussten,  ehe  es  vorteilhaft  war,  sie  an  den  ın  kommerzaeller
  Hinsicht  häufig  unbedeutenden  Standorten  der  Banken  zur
Realisation  zu  präsentieren.  TÜs  drang  hierdurch  eine  beträchtliche
  Menge  fremder  Noten  in  den  preussischen  Verkehr,  so  dass
dic  Regierung  eine  übermässige  Vermehrung  der  papierenen  Umlaufsmittel
  und  eine  künstliche  Schürung  der  Spekulation  befürchtete,
  vielleicht  aber  auch  eine  unbequeme  Konkurrenz  für  die
Preussische  Bank.  Ganz  abgesehen  von  dem  letzien  Punkte
konnte  auch  durch  die  nichtpreussisehen  Zeitelbanken  der  Schutz,