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Schwächung  seines  Kredits  zur  Folge  gehabt  hätte.  Dass  diese
Bedenken  nicht  unberechtigt  sind,  zeigte  sich,  als  im  Frühjahr
1864  der  dänische  Krieg  ausbrach,  und  die  durchschnittliche
Metalldeckung  wieder  auf  5613  %  sank.  Glücklicherweise
brauchte  sich  die  Preussische  Bank  nur  eines  verhältnismässig
kleinen  Teiles  ıhrer  Effektenbestände  zu  entäussern;  immerhin
brachte  ihr  der  Verkauf  von  4,669  Mill.  Thirn.  Effekten  doch  einen
Verlust  von  91351  Thlrn.

Die  Bank  pflegte  in  Zeiten  niedrigen  Diskonts  und  allgemeiner
  Geschäftsstille,  wenn  ihr  die  Depositen  zuströmten,  ihre
Effektenanlage  zu  vergrössern,  um  die  vorhandenen  Fonds  rentbar
zu  machen.  Trat  der  Rückschlag  ein,  so  war  sie  häufig  genötigt,
zur  Stärkung  ihrer  Barreserven  zu  Effektenverkäufen  schreiten  zu
müssen.  Da  sie  nunmehr  nicht  den  günstigsten  Zeitpunkt  für  den
Verkauf  abwarten  konnte,  hatte  sie  bei  diesen  Verkäufen  gewöhnlich
  Verluste,  während  sıe  bei  den  Effektenankäufen  durch  gleichzeitig
  neben  ihnen  hergehende  Verkäufe  häufig  einen  Gewinn
realisieren  konnte.  Nach  den  Jahresberichten  erzielte  die  Bank
in  den  Jahren  1861—-63,  in  denen  sich  ıhre  Effektenanlage  vergrösserte,
  durch  gleichzeitigen  An-  und  Verkauf  von  Effekten
Gewinne  (1862  249  580  Thlr.),  in  den  Jahren  1857—59  und  1864
dagegen,  in  denen  die  Effektenbestände  vermindert  wurden,  Verluste.


Trotzdem  kann  das  Vorgehen  der  Bankverwaltung,  die  bei
ıhr  deponierten  Gelder  in  Ermanglung  anderer  Geschäfte  lieber
in  Effekten  anzulegen,  als  sie  müssig  liegen  zu  lassen,  nur  als
richtig  anerkannt  werden,  da  die  erlittenen  Kursverluste  durch  den
Zinsgewinn  der  Effektenanlage  reichlich  aufgewogen  wurden.  So
stand  beispielsweise  dem  Verlust  von  95  020  Thlrn.  ım  Jahre  1857
ein  Zinsgewinn  von  329  840  Thlrn.  und  dem  Verluste  von  91  350
Thlrn.  im  Kriegsjahre  1864  ein  Zinsgewinn  von  746000  Thlrn.
gegenüber.

Trotz  des  Krieges  war  das  Geschäftsjahr  für  die  Bank  günstig.
Die  steigenden  Anlagen  im  Wechsel-  und  Lombardgeschäft,  verbunden
  mit  einem  hohen  Zinsfusse,  brachten  reichen  Gewinn,  so
dass  die  hohe  Dividende  von  10!?/,,  %  verteilt  werden  konnte.
An  den  Staat  mit  scinem  Einschusse  von  1,897  800  Mill.  Thlrn.
wurden  in  diesem  Jahre  1,656  500  Mill.  Thlr.  (einschliesslich  der
621  910  Thlr.  zur  Verzinsung  und  Tilgung  der  Anleihe)  abgeführt,
während  die  Privatanteilseigner  mit  ihrem  Einschusse  von  15  Mill.
Thlrn.  weniger,  nämlich  1,643  170  Mill.  Thlr.  erhielten.

Erwähnt  zu  werden  verdient  ferner  noch,  dass  ın  diesem  Jahre
die  Bankordnunz  eine  weitere  Abänderung  erhielt.  Mit  der  erforderlichen
  Zustimmung  der  Meistbeteiligten  wurde  durch  Allerhöchsten
  Erlass  vom  24.  Oktober  1864  der  $  6  der  Bankordnung,
nach  dem  die  Bank  bei  ihren  Lombardzesebäften  den  Zinsfuss
von  6  %  nicht  überschreiten  durfte,  aufgehoben.