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einigermassen  gewerblicher  Bedeutung  Wechsel  auch  auf  kleinere
Plätze  des  Landes,  sofern  diese  Sitz  einer  Bankniederlassung
waren,  zu  dem  jedesmaligen  Bankdiskontsatze  diskontiert  werden.
Da  es  früher  häufig  Schwierigkeiten  bereitet  hatte,  Wechsel  auf
kleinere  Plätze  des  Landes  ohne  grosse  Unkosten  unterzubringen,
und  sich  zu  diesem  Zwecke  oft  die  Beihilfe  mehrerer  Bankiers
als  notwendig  erwiesen  hatte,  wurde  die  örtliche  Ausdehnung  der
Preussischen  Bank,  die  diesem  Übelstande  abhalf,  von  den  Handelund
  Gewerbetreibenden  freudig  begrüsst.  Wie  sehr  hiermit  ein
dringendes  Bedürfnis  befriedigt  worden  war,  zeigt  die  ungeheure
Zunahme  der  Diskontierungen  an  den  Provinzialbankanstalten.

Die  Erleichterungen,  die  die  über  das  ganze  preussische  Wirtschaftsgebiet
  verteilten  Bankanstalten  dem  Verkehr  unleugbar
boten,  erlitten  dadurch  einige  Einbusse,  dass  dieses  Wirtschaftsgebiet
  nicht  so  abgerundet  wie  das  Englands  oder  Frankreichs.
sondern  zerrissen  war.  Teilweise  lagen  daher  die  Hauptverkehrspunkte
  auch  für  den  preussischen  Handel  auf  ausserpreussischem
Gebiete,  so  für  gewisse  Handelszweige  mehr  in  Hamburg  als  in
Berlin,  mehr  in  Leipzig  als  in  Magdeburg.  Es  wurde  infolgedessen
  von  der  Bankverwaltung  geplant,  auch  an  ausserpreussischen
  Handelsplätzen  Niederlassungen  zu  errichten.  Ein
diesbezüglicher  Gesetzentwurf  wurde  am  11.  Februar  1865  von
dem  Handelsminister  Grafen  von  Itzenplitz,  der  von  1863—72
Chef  der  Bank  war,  dem  Abgeordnetenhause  vorgelegt.

Von  einer  derartigen  örtlichen  Ausdehnung  erhoffte  die  Bankverwaltung
  eine  Hebung  des  Geschäftes  in  den  Wechseln  auf
ausserpreussische  Plätze.  Wechsel-Remessen  auf  das  Ausland
waren  von  der  Bank  auch  bis  jetzt  schon  gekauft  worden,  aber  im
Verhältnis  nicht  viel,  so  beispielsweise  im  letzten  Jahre  (1865)
gegenüber  258  Mill.  Thlrn.  Diskontowechseln  und  331  Mill.  Thlrn.
Wechsel-Remessen  auf  das  Inland  nur  12  Mill.  Thlr.  Wechsel-Remessen
  auf  das  Ausland.  Dieser  Umsatz  musste  noch  dazu  im
Vergleich  mit  denen  der  Jahre  1856—64,  die  als  höchste  Umsatzziffern
  nur  6,8  Mill.  Thlr.  und  einmal  allerdings  13,3  Mill.  Thlr.
zu  verzeichnen  hatten,  als  hoch  bezeichnet  werden.  Die  Bank
konnte  den  Verkäufern  dieser  Wechsel  nicht  dieselben  günstigen
Bedingungen  stellen  wie  bei  den  Wechseln  auf  preussische  Bankplätze,
  da  sie  das  Einziehen  der  Wechsel  nicht  selbst  besorgen
konnte.  Es  musste  daher  für  den  preussischen  Exporteur  von
Vorteil  sein,  wenn  er  an  seinem  Wohnsitze  auch  die  Diskontierung
von  Wechseln  auf  ausserpreussische  Städte  zu  denselben  günstigen
Bedingungen  bewirken  konnte,  wie  die  der  Wechsel  auf
preussische  Städte.  Hatte  die  Bank  erst  Filialen  in  den  angrenzenden
  deutschen  ausserpreussischen  Ländern,  so  konnte  sie  auch
las  Einziehen  der  Wechsel  dort  selbst  besorgen.  Schliesslich  wäre
auch  eine  derartige  Erleichterung  des  Verkehrs  nicht  nur  dem