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stellt  wurden.  Nicht  nur,  dass  dıe  Banknoten  zwecks  Realisation
massenhaft  in  die  Kassen  der  Bank  zurückströmten,  auch  das
Kreditbedürfnis  trat  stärker  als  je  auf.

Um  ein  Bild  von  dem  Einflusse  zu  geben,  den  der  Ausbruch
des  Krieges  auf  die  Kreditverhältnisse  im  allgemeinen  hatte,  sei
im  folgenden  eine  vergleichende  Darstellung  der  Kurse  einiger
der  solidesten  Anlagepapiere  am  ersten  Geschäftstage  des  Jahres
mit  den  Kursen  beim  Ausbruche  des  Krieges  gegeben.  Es
notierten  an  der  Berliner  Börse

am  2.1.  1866  15.  6.  66
5%,  pr.  Staatsanleihe  de  1859  .  .  .  2.  2...  104  bez.  89  bez.
4°,  pr.  Staatsanleihen  :  .  .  »  2  2202.  96°/,  69  /,  „
31/,°/,  pr.  Staatsschuldscheine  .  .  .  .  ...  891,  „  65
Pr.  Prämienanleihe  .  .  .  .  2  2  2  200  0.  121  »  1022
Pr.  Bankantelle  .  .  2  2  2  2  nn.  151  „  115%  %„
Bankdiskonto  &gt;  2  22  0  or  nr  rn  7%  9%,

Wie  ersichtlich,  hatte  der  Ausbruch  des  Krieges  einen  bedeutenden
  Kurssturz  gegenüber  den  normalen  Kursen  zur  Folge
gehabt.

Die  Anlage  der  Bank  in  Diskontowechseln  wıe  ın  Wechselremessen
  auf  das  Inland  wies  in  jener  Zeit  einen  Rückgang  auf,
während  die  Bank  viel  mehr  ausländische  Wechsel,  180  %  mehr
als  im  Vorjahre,  ankaufte.  Einen  grossen  Teil  dieser  Wechsel
schickte  sie  ihren  auswärtigen  Korrespondenten  zu,  um  damit  das
Silber  zu  bezahlen,  das  sie  zur  Stärkung  ihres  Barbestandes  ın
grossen  Massen  vom  Auslande  bezog.  Die  Geschäfte  mit  den  auswärtigen
  Korrespondenten,  die  ın  den  letzten  Jahren  nur  ein  einziges
  Mal  mehr  als  2  Mill.  Thlr.  betragen  hatten,  wuchsen  infolgedessen
  bis  auf  32,735  Mill.  Thlr.  Nie  vorher  und  nie  später
erreichten  die  Geschäfte  ın  edlen  Metallen  einen  solchen  Umfang
wıe  in  diesem  Jahre.  Es  wurden  für  44,0  Mill.  Thlr.  Ankäufe
und  für  29,9  Mill.  Thlr.  Verkäufe  vorgenommen.  Dass  die  Bank
diese  Geschäfte  nicht  etwa  des  Gewinnes  wegen  betrieb,  geht  aus
dem  beträchtlichen  Verluste  hervor,  den  sie  dabei  erlitt.  Bisher
hatte  sie  während  ihres  20jährigen  Bestehens  bei  den  Geschäften
ın  edlen  Metallen  nur  siebenmal  Verluste  gehabt,  dabei  allerdings
auch  zweimal  solche  von  149  000  Thlrn.  (1857)  und  167  000  Thlrn.
(1865);  ın  diesem  Jahre  erreichte  er  die  stattliche  Höhe  von
467  970  Thlrn.

Was  die  Bank  in  jener  kritischen  Periode  für  das  Allgemeinwohl
  geleistet  hat,  zeigt  am  besten  ein  aus  nachstehender  Tabelle
ersichtlicher  Vergleich  ihrer  Geschäftsführung  mit  der  der  Privatzettelbanken.
