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gewinn  kam  auch  ihm  zugute.  Sein  Gewinnanteil  vergrösserte
sich  also,  ohne  dass  sich  sein  Einschusskapital  vermehrt  hätte.
Ferner  erlitt  durch  das  genannte  Gesetz  auch  die  Bankordnung
mit  dem  erforderlichen  Einverständnis  der  Bankanteilseigner  eine
kleine  Abänderung.  Die  Höhe  des  Reservefonds,  die  bis  dahin  auf
50%  des  Einschusskapitales  begrenzt  war,  wurde  auf  30  %
herabgesetzt.

Die  Einführung  der  Bank  in  die  neu  erworbenen  Landesteile
wurde  auf  dem  Wege  der  Verordnung  vollzogen.  Noch  im  Jahre
1866  wurde  eine  Bankanstalt  zu  Cassel  errichtet,  und  1867/68
folgten  Emden,  Altona  und  Hannover.  In  den  Jahren  1866-68
wurden  insgesamt  7  neue  Hauptanstalten  und  8  Unteranstalten
eröffnet,  zusammen  also  15  neue  Filialen.  Ferner  wurden  noch
Ende  des  Jahres  1868  die  gegen  die  ausländischen  Banknoten  usw.
gerichteten  Gesetze  vom  14.  Mai  1855  und  25.  Maı  1857  auf  die
neu  erworbenen  Landesteile  ausgedehnt.

Trotz  der  Krise  und  trotz  der  im  allgemeinen  geschäftlich
schlechten  Lage  war  das  Ergebnis  des  Jahres  1866  für  die
Preussische  Bank  ein  günstiges.  Es  konnte,  wohl  infolge  des
hohen  Zinsfusses,  eine  Dividende  von  1318  %,  über  2%  höher
als  im  Vorjahre,  verteilt  werden.

Bemerkt  zu  werden  verdient  noch,  dass  das  Abgeordnetenhaus
der  Verordnung,  betreffend  die  Errichtung  von  Darlehenskassen
vom  18.  Mai  1866,  ım  September  desselben  Jahres  dıe  nachträgliche
  Genehmigung  versagte.  Gegen  die  Darlehenskassen  sprach
sıch  unter  anderen  auch  der  bekannte  Abgeordnete  Schulze-Delitzsch
  aus.  Es  mussten  daher  die  Darlehenskassen  geschlossen
werden.  Immerhin  waren  doch  an  10  Mill.  Thlr.  Darlehenskassenscheine
  ın  den  Verkehr  eingedrungen.

Das  Misstrauen  gegen  den  Bestand  des  Friedens  wollte  auch
in  den  auf  das  Kriegsjahr  folgenden  Jahren  nicht  weichen.  Handel
und  Industrie  konnten  sich  infolgedessen  nicht  wieder  erholen.
Nur  einige  Geschäftszweige,  wie  die  Bergwerksindustrie  und  die
zur  Verarbeitung  der  Metalle  dienenden  Fabrıken,  entfalteten  eine
nutzbringende  Tätigkeit.  Auch  die  Preussische  Bank  lıtt  unter
der  teilweisen  Geschäftsstilllee  Der  Gewinn  aus  dem  Wechselgeschäft
  blieb  in  den  Jahren  1867,  1868  um  44  %  hinter  dem  der
Vorjahre  zurück,  was  wesentlich  zu  dem  Rückgange  der  Dividende
um  5  %  beitrug.

Etwas  besser  gestalteten  sich  die  Verhältnisse  im  Jahre  1869.
Die  Besorgnisse  vor  dem  Ausbruche  eines  neuen  Krieges  hatten
sich  allmählich  zerstreut,  so  dass  sich  ein  regeres  geschäftliches
Leben  entwickeln  konnte.  J.intgegen  stand  dem  allerdings  ein
empfindlicher  Geldmangel,  der  auch  in  der  Folge  anhielt,  obwohl
  die  Bank  durch  Aufreehterhaltung  eines  niedrigen  Diskontsatzes
  —  während  des  grössten  Teiles  des  Jahres  4%  —  die
Kreditgewährung  zu  erleichtern  suchte.  Durch  dieses  Entgegen-