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321%  Mill.  Thlr.  mehr  eingezahlt  als  im  Vorjahre  und  das  zu  einer
Zeit,  in  der  der  Giroverkehr  aus  Mangel  .an  Bedürfnis  an  5  Hauptbankanstalten
  eingestellt  worden  war.

Der  Depositenverkehr  wies  allerdings  einen  Rückgang  auf;
es  waren  im  Durchschnitt  etwa  1  Mill.  Thlr.  weniger  Kapitalien
bei  der  Bank  deponiert  als  im  Vorjahre.  Dieser  verhältnismässig
nicht  sehr  grosse  Rückgang  kann,  wenn  die  Entwicklung  des
Giroverkehrs  berücksichtigt  wird,  nicht  lediglich  einem  Mangel
an  Vertrauen  zur  Bank  zugeschrieben  werden,  sondern  eher  der
durch  das  Gesetz  vom  Jahre  1869  verfügten  Herabsetzung  des
Minoritätstermines  von  24  auf  21  Jahre.  Vornehmlich  waren  es
auch  die  3prozentigen  Depositen,  die  zurückgegangen  waren.

Ebensowenig  wie  das  Vertrauen  zur  Bank  in  diesen  Geschäftszweigen
  eine  Erschütterung  erlitten  hatte,  war  auch  im  Banknotengeschäft
  von  einer  solchen  etwas  zu  bemerken.  Der  Banknotenumlauf
  stieg  von  132,1  Mill.  Thlrn.  am  15.  März  bis  auf
202,488  Mill.  Thlr.  am  7.  August,  also  um  über  70  Mill.  Thlr.  in
noch  nicht  5  Monaten.  Trotz  der  grossen  Silbereinkäufe  im  Betrage
  von  25,7  Mill.  Thlrn.,  die  die  Bank  zur  Stärkung  ihres  Barvorrates
  unternommen  hatte,  war  die  durchschnittliche  Metalldeckung
  doch  verhältnismässig  gering,  nämlich  nur  52,85  %.
Am  höchsten  war  der  Barbestand  am  23.  August,  kurze  Zeit  nach
dem  Höhepunkte  der  Krise,  mit  99,427  Mill.  Thlrn.  Eine  Kontingentierung
  der  ungedeckten  Notenmenge  hätte  auch  in  diesem
Jahre  zu  sehr  starken  Beschränkungen  der  Kreditgewährung
führen  müssen.

Weniger  günstig  als  das  Ergebnis  in  den  vorstehend  geschilderten
  Geschäftszweigen  war  der  Verlauf  des  Effektengeschäftes.
Es  wurden  für  7,5  Mill.  Thlr.  Effekten  angekauft  und  für  2,4  Mill.
Thlr.  Effekten  verkauft,  so  dass  dıe  Bank  am  Schlusse  des  Jahres
über  einen  Effektenbestand  von  15,736  Mill.  Thlrn.,  nach  dem
Kurswert  gerechnet,  verfügte.  Durch  das  Sinken  der  Kurse  erlitt
sie  einen  Verlust  von  1,087  Mill.  Thlrn.,  der  vom  Reservefonds
abgeschrieben  wurde.  Es  war  dieses  das  einzige  Mal  während  der
Geschäftstätigkeit  der  Preussischen  Bank,  dass  der  Reservefonds
dem  Vorjahre  gegenüber  eine  Schwächung  aufwies.  Der  vom
Reservefonds  abgeschriebene  Kursverlust  hatte  auch  auf  den  Gewinn
  der  Bank  Einfluss;  denn  ein  Sechstel  des  nach  Abzug  der
Zinsen  für  den  Staat  und  die  Bankanteilseigner  verbleibenden
Reingewinnes  im  Betrage  von  578  160  Thlrn.  wurde  dem  Reservefonds
  zugewiesen,  der  trotzdem  nur  eine  Höhe  von  5,491  Mill.
Thlrn.  erreichte  gegenüber  6  Mill.  im  Vorjahre.  Alles  in  allem
konnte  aber  doch  die  Bankverwaltung  auf  den  geschäftlichen  Verlauf
  des  Jahres  mit  Befriedigung  zurückblicken;  denn  die  zur  Verteilung
  gelangende  Dividende  von  1134  %  war  über  21%  %  höher
als  ım  Vorjahre.

Durch  den  deutsch-französischen  Krieg  hatte  der  normale