8  —

neue  auf  Beträge  in  Mark  lautende  Noten  auszugeben.  Am  31.  Dezember
  1875  waren  von  den  735,7  Mill.  M  umlaufenden  Noten
schon  565  Mill.  M  auf  Beträge  in  Mark  ausgestellt.  Gleichzeitig
war  auch  die  Stückelung  geändert  worden,  und  zwar  wurden  nicht
mehr  auf  so  kleine  Beträge  lautende  Noten  ausgegeben  wie  früher.
Die  kleinste  Banknote  lautete  fortan  auf  100  M.  Es  war  auch
dieses  ein  Grund,  die  Gegenüberstellung  nicht  fortzuführen.
Dass  es  gerade  die  grossen  Noten  waren,  die  die  starke  Vermehrung
  des  Notenumlaufes  herbeigeführt  hatten,  lässt  sich  aus
vorstehender  Übersicht  nicht  entnehmen.  Es  bringt  das  aber  eine
Zusammenstellung  klar  zum  Ausdruck,  aus  der  die  am  Ende  eines
jeden  Jahres  umlaufende  Notenmenge  sowie  deren  Zusammensetzung
  ersichtlich  ist.  Es  waren  vorhanden  ın  Millionen  von
Thalern  |

Ende  1869  |  1870  }  1871  |  1872  |  1873  |  1874

Noten  überhaupt  ...|  152  |  196  |  242  |  311  |  300  |  279
Notenüb.od.-100Thlr.|  90  |  124  |  172  |  236  |  224  |  204
Noten  unter  100  Thlr.  .|  62  72  70  75  76  75

Wie  die  Zusammenstellung  zeigt,  war  die  Menge  der  auf  Beträge
  unter  100  Thlr.  lautenden  Noten  im  Verhältnis  zu  der  Bewegung
  der  Gesamtnotenmenge  nur  geringen  Schwankungen
unterworfen,  während  die  auf  höhere  Beträge  lautenden  Noten
annähernd  um  dieselbe  Summe  stiegen  und  fielen  wie  die  Gesamtnotenmenge.
  Die  starke  Vermehrung  der  grossen  Noten  ıst  wohl
zum  Teil  auf  die  im  Anfange  der  siebziger  Jahre  herrschende
Unternehmungslust  zurückzuführen,  zum  Teil  aber  auch,  und  hierauf
  lassen  besonders  dıe  Jahre  1872—-74  schliessen,  in  denen  sıch
die  Menge  der  grossen  Noten  um  annähernd  dieselben  Beträge
änderte  wie  die  Gesamtnotenmenge,  auf  die  starken  Metalleinlagen,
  die  der  Staat  und  das  Reich  in  jener  Zeit  machten,  um
dafür  grosse  Noten  zu  entnehmen,  die  für  grössere  Zahlungen  bequemer
  waren.

Wenn  auch  die  Jahresberichte  keine  Auskunft  über  das  Rückströmen
  der  Noten  geben,  so  ist  doch  nach  den  Erfahrungen  anderer
Banken  anzunehmen,  dass  die  auf  höhere  Beträge  lautenden  Noten
eine  geringere  Umlaufszeit  hatten,  d.  h.  rascher  in  die  Kassen
der  Bank  zurückkchrten,  als  die  kleinen  Noten.  Durch  das  häufirere
  Rückströmen  der  grossen  Noten  kann  aber,  namentlich  ın
Verbindung  mit  ungünstigen  Wechselkursen,  einer  Bank  leicht
sehr  viel  mehr  Bargeld  entzogen  werden,  als  dies  bei  einem  Notenurnlaufe
  der  Fall  sein  würde,  der  ın  der  Hauptsache  aus  kleinen,
sıch  länger  im  Verkehr  haltenden  Noten  besteht.  Es  muss  daher
bei  einem  Notenumlaufe  mit  vorzugsweise  grossen  Stücken  der
Deckung  eine  vrössere  Aufmerksamkeit  geschenkt  werden,  und