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dem  Verkehr  ziehen,  andererseits  war  sıe  während  der  letzten
6  Monate  ihres  Bestehens  durch  die  Aufnahme  der  Zahlungen  in
Gold  eine  wichtige  Stütze  für  die  neue  Währung.  Abgesehen
hiervon  unterstützte  die  Bank  während  der  ganzen  Zeit  ıhres  Bestehens
  die  Finanzverwaltung  des  preussischen  Staates  durch
Übernahme  der  Inkassogeschäfte  für  Königliche  Behörden.

Ebenso  wie  dıe  Bank  dem  Staate  gute  Dienste  geleistet  hatte,
war  sie  auch  ihrer  Aufgabe,  den  Geldumlauf  des  Landes  zu  fördern
  sowie  Handel  und  Gewerbe  zu  unterstützen,  voll  und  ganz
gerecht  geworden.  Hierzu  wurde  ıhr  in  der  an  Krisen  wirtschaftlicher
  wie  politischer  Art  so  überreichen  Zeit  ihres  Bestehens  in
hohem  Masse  Gelegenheit  geboten.

Während  die  Privatzettelbanken  in  den  kritischen  Perioden
ihre  Kreditgewährung  einschränkten  und  unter  Umständen  überhaupt
  keine  Noten  ausgaben  —  es  sei  nur  an  das  Beispiel  der
Bank  für  Süddeutschland  ın  Darmstadt  erinnert  —,  dehnte  die
Preussische  Bank  die  ihrige  weiter  aus  und  trug  auf  diese  Weise
dazu  bei,  die  Schwere  der  Krisen  zu  mildern.  Gerade  an  diesem
verschiedenen  Verhalten  der  Banken  zeigt  sich  der  Vorteil  einer
grossen  Zentralbank.  Selbst  wenn  die  kleineren  Banken  wirklich
die  besten  Absichten  gehabt  hätten,  wäre  es  ihnen  doch  nicht
möglich  gewesen,  eine  grosse  Zentralbank  zu  ersetzen.  Dieser
muss  vielmehr  eine  notwendige  Stellung  neben  den  kleineren
Banken  zuerkannt  werden;  denn,  da  letztere  in  der  Hauptsache
gegründet  waren,  um  gewınnbringende  Geschäfte  zu  machen,
konnten  sie  sich  keine  grösseren  Kassenvorräte,  als  absolut  nötıg
waren,  halten.  Traten  plötzlich  aussergewöhnliche  Ereignisse  ein,
so  war  im  allgemeinen  von  ihnen  keine  allzu  grosse  Hilfe  zu  erwarten,
  da  sie  mit  sich  zu  tun  hatten  und  danach  trachten  mussten,
zunächst  ihre  eigene  Stellung  zu  stärken.

Es  muss  daher  als  ein  grosser  Vorteil  bezeichnet  werden,  dass
die  Privatinstitute  in  Preussen  nicht  so  hoch  kommen  konnten,  wie
ın  den  anderen  deutschen  Ländern.  Dass  dieses  nicht  geschah,
war  zum  grössten  Teile  der  Fürsorglichkeit  der  preussischen
Regierung  zuzuschreiben,  die  ın  der  Zettelbankbewegung  die
Führung  übernommen  hatte  und  ungeachtet  der  sich  in  hohem
Masse  geltend  machenden  Bestrebungen  der  Anhänger  der  Zettelbankfreiheit
  an  ihrem  Programme  festhielt.e.  Wohl  liess  sie
Privatzettelbanken  zu,  doch  wurde  eine  grössere  Entwicklung
dieser  Institute  durch  die  Engheit  der  Bedingungen,  die  zur  Erlangung
  der  Konzession  erfüllt  werden  mussten,  unterbunden.
Dieses  Vorgehen  der  Regierung  trug  nicht  wenig  dazu  bei,  dass
sich  die  Preussische  Bank  zu  einer  solchen  hervorragenden  Zentralbank
  entwickeln  konnte,  ohne  hierzu  rechtlich  ein  Monopol  oder
ausschliessliches  Privileg  zu  besitzen.

Andererseits  war  sıch  die  Preussische  Bank  der  Pflichten  wohl
bewusst,  die  ıhr  durch  die  Massnahmen  der  Regierung,  die  die