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Konkurrenzinstitute  niederhielt,  erwuchsen.  Handel  und  Gewerbe
sollte  sie  statutengemäss  unterstützen.  Beide  bedurften,  um  sich
entfalten  zu  können,  in  hohem  Masse  eines  ausgebildeten  Kreditsystemes.
  Da  die  Privatinstitute,  die  die  nämlichen  Zwecke  durch
Ausgabe  von  Banknoten  verfolgten,  nicht  hoch  kommen  konnten,
überzog  dıe  Preussische  Bank  das  ganze  Land  mit  einem  Netze
von  Filialen.  Mit  14  Provinzialbankanstalten  begann  sie  ihre
Tätigkeit  und  mit  182  hörte  sie  auf.  Hierdurch  erleichterte  und
hob  sie  den  Geldverkehr.  Wird  die  örtliche  Verteilung  der
Provinzialbankanstalten  einer  Betrachtung  unterzogen,  so  ergibt
sich  eine  verhältnismässig  starke  Besetzung  der  östlichen
Provinzen.  Allerdings  waren  nicht  alle  diese  Filialen  Bankcomptoire,
  sondern  zum  grossen  Teile  nur  kleinere  Agenturen  und
Warendepots.

Die  Ungleichheit  der  Besetzung  mıt  Bankfilialen  hatte  ıhren
Grund  darin,  dass  das  Preussen  jener  Zeit  noch  ein  Agrarstaat  war.
Erst  ın  dem  letzten  Jahrzehnt  des  Bestehens  der  Bank  hatte  die
Industrie  stärker  aufzublühen  begonnen.  Immerhin  empfanden
schon  damals  die  westlichen  Provinzen  der  Monarchie,  in  denen
hauptsächlich  die  Industrie  heimisch  war,  die  Verteilung  der
Bankfilialen  als  eine  Zurücksetzung.  Sie  mögen  auch  hierin
nicht  unrecht  gehabt  haben.  Andererseits  muss  aber  berücksichtigt
  werden,  dass  die  Preussische  Bank  hauptsächlich  den
Interessen  der  Allgemeinheit  dienen  sollte.  Es  muss  daher  eher
als  ein  Vorzug  bezeichnet  werden,  dass  dıe  Preussische  Bank  den
ärmeren  Provinzen,  die  mit  Kreditanstalten  nicht  so  ausgestattet
waren,  Bankkredit  zu  verschaffen  suchte.  In  den  reicheren  westlichen
  Provinzen  war  die  Errichtung  von  Filialanstalten  weniger
dringend  notwendig,  da  ın  diesen  die  Kreditinstitute  überhaupt
häufiger  waren.  Jedenfalls  ıst  bei  der  Verteilung  der  Filialen  das
Bestreben  der  Bankverwaltung  erkennbar,  nach  Möglichkeit  die
provinziellen  Wohlstandsdifferenzen  auszugleichen.

Die  weiteren  Bemühungen  der  Bankverwaltung  in  der  Mitte
der  sechziger  Jahre,  durch  Errichtung  von  Filialen  im  Auslande
—  Orte  wie  Hamburg  rechneten  damals  schon  zum  Auslande  —
den  Handelsverkehr  mit  diesem  zu  erleichtern,  scheiterten  bekanntlich,
  wie  oben  näher  ausgeführt.

Gerade  diese  auf  den  weiteren  Ausbau  des  Filialnetzes  gerichteten
  Bestrebungen  legen  Zeugnis  dafür  ab,  wie  es  sich  die
Bankverwaltung  angelegen  sein  liess,  den  Handel  des  Landes  zu
fördern.  Hierbei  darf  aber  nicht  ausser  acht  gelassen  werden,
dass  zu  der  günstiren  wirtschaftlichen  Entwicklung  Preussens
auch  andere  äussere  Umstände  schr  beigetragen  hatten,  wie  der  In
das  erste  Drittel  des  Bestehens  der  Bank  fallende  Abschluss  der
Zollvereinsbestrebungen  und  der  glückliche  Ausfall  der  Kriege
1866  und  1870/71.

Ausserdem  hatten  sich  auch  auf  dem  Gebiete  des  Verkehrs