Hber  ihr,  die  ihr  zurũckbleiben  mäßt  in  der  heimat,  die  ihr  durch  andere
heilige  pflichten  gebunden  seid  —  fagt,  hört  ihr  nicht  den  Ruf  Sottes,  der
an  euch  ergeht,  und  der  es  euch  sagt:  „Steige  hinauf  auf  den  Berg!  Heda
deine  hände  empor  zum  Hhimmel!  Das  Gebet  des  Gerechten  vermag  olel,
wenn  es  erastlich  ist!“  —
Wohlan  denn:  drüben  in  der  kerne  die  Scharen  der  Kämofer,  dier  in  der  helmat
die  Scharen  der  Beter,  das  sei  das  heilige  Schlachtendlld  auch  unserr  lage.
Mahne  donn  diese  stille  Morgensftunde,  sie  mahne  uns  an  die  hellige  pflicht  der
Fürbitte,  sie  erinnere  uns  an  die  heilige  Macht  der  Fürditte.  —
Die  heilige  pflicht  der  Fürbitte.
Gemi,  eln  begelsterter  Nugenblick,  wonn  ein  schiff,  mit  der  jungen  Mannschaft
  an  Borb,  seine  fnker  lichtet!  Habt  ihr  nicht  die  fugen  der  Krieger
leuchten  sehen  ?  Habt  ihr  ulcht  ihr  tausendstimmiges  Hurra  vernommen?
Hber  wenn  bie  heimatliche  Küsfte  entschwindet,  wenn  es  hlneingeht  in  die  ölutbihe
  des  Roten  HMeeres  oder  in  die  Sturzwellen  des  Ozeans,  wie  leicht  ermattet
da  Frische  und  Begelsterung!  Gemwif,  ein  erhebenber  Rugenblick,  wenn  nach
langer  Fahrt  sich  In  der  ferne  zeigen  die  geraden  Linien  der  deutschen  korts,
wenn  sichtdar  werden  die  schwarr-weiß-roten  Fahnen  der  deutschen  Kolonie,
und  die  Waffenbrüder  stehen  zum  jubelnden  Empfang  am  Ufer;  aber  wenn
dann  kommen  die  langen  Märsche  im  Sonnenbrand,  die  langen  Blmaknächte
im  Regen,  wie  leicht  erlahmt  da  Fröhlichkelt  und  Krast!  Gewißs,  eln  langersehnter
  Kugenblick,  wenn  endlich  der  lambour  auschlägt  zum  Sturm,  und
die  Trompeten  blasen  zum  strelt,  wenn  das  Kommando  ertönt:  „Dormatts
auf  den  Feind!“  Rber  wenn  dann  im  Donner  der  Seschütze  und  beim  prühen
der  6Granaten  die  Kameraben  fallen  zur  Rechten  und  Linken,  und  die  feindlichen
Batterlen  wollen  nicht  weichen;  wie  leicht  fängt  da  auch  das  tapfeorste  sert
zu  beben  an!  Chrlsten,  damit  unfre  Brüder  draußen  fröhlich  blelben  auch
in  der  drückendsien  Hot,  treu  blelben  auch  in  der  schwersten  Pflicht,  unvderzagt
bleiben  auch  in  der  gröhten  Sofahr,  dazu  brauchen  sle  mohr  als  Munition
und  scharfe  Wasfen,  auch  mohr  als  jugendlichen  Mut  und  sammende  Begelsterung,
  bazu  brauchen  sie  Legen  von  oben,  Lebenskräste  und  Klogesmächte
von  oben,  sonst  können  sle  nicht  gewinnen  und  den  Lieg  behalten,  und  diese
blmmilsche  Deit,  le  Ööffnet  sich  nur  dom  Gebet.  Das  Goboet  ist  der  goldene
Schlüslel  zur  Schatkammer  unseres  Sottes.  Hber  wer  ihn  bat,  der  hat  auch
die  Derhei#ung:  „Wor  da  blitet,  der  empfängt“.  ddor  wollten  wir  etwa  die
Hände  mäßig  in  den  Cchoß  lagen?  Dehe  uns,  wenn  wir  träge  und  nachläsang
wären,  während  sle  das  harte,  blutige  handwerk  trelben!  Dehe  uns,  wenn
wir  binter  den  Schranken  dem  grossen  Schauspiele  nur  neuglerig  zufähen,

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