o  der  unerkannten  Macht

Don  der  lieilge  beten!

Ohne  das  wird  nichts  vollbracht
So  in  Froud  als  Höten.=Schritt

  for  Schritt

Wirkt  es  mit

Wie  zum  Sieg  der  Freunde,

So  zum  Eend  der  keinde.
Ja,  der  alte  Sott  lebt  noch!  Der  große  Hillierte  reglert  noch,  der
heilige  Sott,  der  Sũnde  und  Frooeltaten  nicht  kann  triumphleren  lassen,
sondern  seine  hollige  Sache  führen  wird  wider  ein  unheillges  volk  —  der
allmächtige  Sott,  der  durch  die  stärksten  Mauern  grelfen  kann,  als  wären
es  Spingewebe,  und  der  dle  größten  Maffen  zerstreuen  kann  wie  Kandhaufen,
der  barmherzige,  getreue  bott,  der  das  Wohl  und  Wehe  seiner  Kinder  auf
seinem  Daterherzen  trägt,  der  seden  Leufrer  hört  und  jede  Hot  mitfüũhlt.
kromme  bebete  öffnen  Seine  vaterhand,  und  sie  ist  gefüllt  mit  Legen.  heiße
Gebete  öffnen  sein  Daterherz,  und  es  ist  voll  von  Liebe.  Ja,  freue,  anbeltende
Gebete,  sie  holen  den  lebendigen  6So#t  vom  Himmelherab  und  stellen  ihn  in
unsere  Mltte.  Und  ist  Oott  für  uns,  wer  mag  wider  uns  sein!  Wohlan  denn!
Droben  in  den  Tauern  hängen  seltsame  öloden  auf  Bergeshöh  !  Don  keines
Menschen  Hand  werden  sle  geläutet.  Still  und  Ksumm  hängen  sle  im  Sonneneln.
  Hber  wenn  der  Sturmwind  kommt,  dann  begienen  sle  zu  schwingen,  heben
an  zu  Iäuten,  und  ihre  Ölockenklänge  hört  man  welt  binab  ins  Lau.  —
Sott,  der  lierr,  hat  in  jedes  Menschenherz  eine  Gebetsglocke  hlneingehängt.
Doch,  im  Lonnenschein  und  Ölück  des  Lebens,  wie  oft  hängt  sie  still  und  stumm!
WDenn  aber  der  Kturmwind  der  Hot  heroorbischt,  dann  hebt  sie  an  zu  klingen.
Wie  mancher  Kamerad,  der  das  Beten  verlernt,  wird  im  Kampf  auf  leben  und
lod  doch  wleder  die  hönde  falten.  Hot  lehrt  beten!  Ko  soll  es  auch  in  der
Heimat  sein!  —  Laht  die  ernsten  lage,  die  angebrochen,  laßt  die  Kriegswetter,
  die  über  uns  heraufgezogen,  die  Gebetsglocken  wieder  in  s'chwingung
segen!  Laßt  uns  beten  für  unsere  kämpfenben  Brüdber!  nicht  nur  dann
und  wann  in  feltlicher  Stunde,  nein,  nein,  laßt  uns  treu  seln  Im  SGebet.  Die
unfere  Dadter  einst  in  Kriegszellen  an  jedem  Hbend  die  ölocken  Iäuteten,  und
bei  ihren  Klängen  die  Häupter  entblößten  und  beteten:  „Lch,  bleib  bei
uns,  Herr  sesu  Thrist,  well  es  nun  flbend  worden  ist“,  so  laßt  auc)  uns  an
Kkeinem  lage  die  Fürbitie  vergessen.  Moses  hielt  selne  hände  hoch,  bis
die  Lonne  unterging:  da  hatte  Josua  den  Hmale  geschlagen  mit  des  chwertes
Schärfe!  Unser  Kampf  ist  nicht  zu  Ende  geobracht  an  einem  lage.  hbe#

18  —