383  Johann  Herolt

andern®  raitzung  geben  haben,  weitter  nachzuforschen  unnd  gedenckhen.
  Damit  sein®  Gott  befolhen.
Geben  an  Sant  Bartholomei  tag!)  zu  Reinolzberg?),  als  man
zalt  nach  der  geburt  Christi  1541.
Johannis  Herolt.

Vonn  der  statt  Hall  unnd  irem  ursprung.

Hall  am  Kochen  °),  Schwebischen  Hall  *)  genant,  ietzo  ein  kaysserlicbe
  reichstatt,  durch  welcher  (!)  der  flusz  Koch  fleust.  unnd  sich  zerthailt,
  uff  welchem  das  holtz  zu  dem  gesodt®,  das  saltz  zusieden,
geflöst  würt;  diszer  edel  flus  entspringt  ob  Ohlen°),  nit  weit  von  dem
closter  Künigsprun‘),  fleust  zwelff  meiln  unnd  zu  Wimpffen  in  den
Neckber;  an  welchem  flusz  ligen  nachvolgende  stett:  Ohlen,  ein  reichstat,
  Gailndorff,  ist  der  wolgebornen  herrn  vom(!)  Limpurg,  erbschennckhen
  des  hey:  Röm:  reichs  vnnd  semperfrey,  darrinnen  der
zeit  schenckh  Wilhelm  unnd  schenck  Hans’)  a°  dom.  1540  ir  hausz
haltung  haben,  Ingelfingen,  Nidernhall.  Forchtenberg,  Sindringen?).
Disze  ernante  stett  sein  der  wolgebornen  herrn  und  graffen,  berrn
Albrechten  unnd  Georgen,  herren  vonn  Hohenloe®);  Neuenstatt  !°)  ist
des  hochgeborenen  herrn,  herrn  Ulrichs,  hertzogen  zu  Wurttenbergs
und  Teckh,  graff  zu  Münspelgart,  unnd  obernants  Hall,  die  löblich

a)  anroizung.  7“.  b)  sey  W.  ce)  gesödt  T.

1)  Aug.  24.

2)  Reinsberg  OA.  Hull.

®)  Gewöhnliche  Form  des  Namens  bei  Herolt:  Koch,  gen.  Kochen,  so
auch  noch  1570,  s.  Hausser,  Haller  Führer  S.  50.  Daneben  kommt  bei  Herolt
auch  die  andere,  in  den  städtischen  Urkunden  vom  14.—16.  Jahrhundert  regelmässige
  Form  vor:  Kochen,  gen.  Kochens.  In  Merians  topogr.  Sueviac:  Der
Kocher.  —  Über  die  keltische  Ableitung  des  Namens  s.  Blind,  Die  Kelten  in
Württ.  Franken,  WYVjh.  1589,  182f.  Darnach  ist  Kochen  der  Gekrümmte,
Gewundene.

*)  In  den  städtischen  Urkunden  bis  1480  stets  Halle,  von  da  an  regelmässig:
  Schwäbischen  Halle.

5)  Aalen.

6)  Künigsbronn  OA.  Heidenheim.

")  Wilhelm  III.  gest.  1552,  Johann  II.  gest.  1544  s.  OAGaildorf  S.  92f.

®)  Ingelfingen,  Niedernhall  OA.  Künzelsau.  Forchtenberg  und  Sindringen
0A.  Öhringen.

9)  Albrecht  III.  und  Georg  I.  von  Hohenlohe,  beide  starben  1551.
Fischer,  Hohenlohe  I,  150.

0)  Neuenstadt  an  der  Linde,  kam  zu  Württemberg  1504.

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