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Chronica.  45

ehe  dann  dise  vorstatt  umbmaurt’)  angefangen,  darein  man  nit  mehr
dan  zwölff  priester  zu  brüedern  angenomen  hatt.

Von  sant  Johans  kirchen  und  dem  spitall.

Es  haben  etlich  des  geschlechts®  von  Neuenstain  die  guetter  ?),
so  nun  sant  Johans  orden[s]  zu  Hall  uff  dem  Orenwaldt®?°),  item
die  Guldin  —  davon  in  dem  geschlecht  Gottwalshauszen!)  —  die
pfarr  Gottwalshauszen  sampt  iren  widhöffen  ®  °)  daselbst  eingehörenden
zehenden  und  umbliegenden  wälden®),  auch  einer  vom  Thurn’)  und
etlich®  vom  Weiller  ®)  das  dorf  Affelder?)  im  Weinsperger  thal  gelegen,

a)  vo  T,  H3,  das  geschlecht  Sri,  b)  wn  zıeeiter  Iluınd  korr.  zu  Otenwaldt;  Ottenwa!d  T,
Hi,  M3,  c)  erste  Hand:  wildhoffen,  widenhoven  4!,  widerhöffen  7,  wiexzen,  höfon  4°.
d)  Ulrich  vonn  Weyller  7.

Angabe  z.  J.  1347)  erst  später  zur  Regel  geworden  sein.  —  Eine  Gasse  in  der
Nähe  der  Katharinenkirche  heisst  jetzt  noch  Brudergasse.

1)  Die  um  1490  begonnene  Immauerung  des  Katharinenstadtteils  kann
nicht  gemeint  sein;  vor  diesem  äusserst  statllichen  Werk  bestand  sicher  eine
frühere,  unansehnlichere  Befestigung,  wohl  auch  aus  dem  14.  Jahrhundert
(e.  Hausser  52).

2)  Gemeint  sind  die  Güter  zu  Ingelfingen,  Braunsbach,  Eschenthal,  dem
Orden  geschenkt  von  1245—1278,  WFr.  IX,  366  f.  Welche  Schenkungen  von
denen  von  Neuenstein  herrühren,  ist  nicht  zu  ermitieln.

®)  Der  Ornwald  erstreckte  sich  von  Goggenbach  bis  Biützfeld  und  Baumerlenbach,
  bedeckte  also  eine  Fläche,  die  begrenzt  wird  im  Osten  und  Norden
durch  den  Kocherlauf  von  Braunsbach  an,  im  Westen  durch  die  Ohrm,  bezw.
Brettach;  es  st  im  wesentlichen  das  Gebiet  der  Kupfer,  Sall  und  Ohrn,
s.  Fischer,  Hohenlohe  I,  21.  Bossert,  Briefe  des  Dekan  Wigo,  Vjh.  1681,
67  f.

4)  Gotwoltshausen,  5.  Gottwollshausen,  bei  Hall.

®)  Widumhöfe,  die  zu  einer  Pfarrkirche  gestifteten  nutzbaren  Gründe,
Schm.

6)  Urkundliche  Belege  für  die  Schenkung  der  Pfarrei  Gottwollshausen
sind  keine  vorhanden,  aber  nach  den  sonst  urkundlich  feststehenden  Beziehungen
des  Geschlechts  der  Guldin  zum  Johanniterhause  ist  diese  Überlieferung  wohl
glaublich,  8.  Bauer  WFr.  IX,  367.

')  Thurn,  j.  Walldürn,  im  bad.  Kreis  Mosbach,  s.  Bauer  „Zur  Geschichte
der  Grafen  von  Düren“,  WFT.  1847,  19  f.,  Schönhuth,  Freiherrn  v.  Adelsheim,
WFr.  1851,  19.

°,  Weiler  nahe  bei  Afaltrach.

%)  Rupert  von  Dürne  schenkt  1289  ®Js  des  Patronatrechts  zu  Affaltrach,
das  letzte  Viertel  verkauft  1289  Graf  Albrecht  von  Löwenstein,  Wr.  14,
366.  —  Über  die  Beziehungen  der  Herren  von  Weiler  zum  Johanniterhause
s.  Wr.  IX,  18.