46  Johann  Herolt

auch  sonst  ander  nutzung  unnd  gult  von  einem  von  Bogsberg')  [und
einem]®  von  Klingenfelsz  ?)  durch  mitstiftung®  unnd  bewilligung  der
wolgebornen  grafflen  und  herrn  von  Hohenloe  unnd  Limpurg’)  an
das  spital  sant  Johans  ordens  zu  Hall  genhalb  Kochens®,  dazumal
das  ort  der  vorstatt  bey  sant  Johans  noch  ein  weiller,  daher  mans
noch  das  Weillerthor  und  daselbst  im  Weiller  ’)  haist,  im  iar®  nach
Christi  gepurt  1223°)  auch  volgendt  im  29.  geben.

Die  Guldin  von  Gottwaltshaussen  haben  ein  wasserhausz®  underhalb
  Hall  gehapt,  da  nun  die  spittalmühl  am  Kochen  steht.  Ist  dis
wasserhausz,  als  das  geschlecht  Güldin  abgestorben‘®)  durch  ein
testament  und  letzsten  willen  den  armen  ernants  spittals  zu  gutt,  zu
einer  muhlin  gepawet  unnd  verordnet  worden  ’),  von  dan  sollich
wasserhausz  nun  ein  mülle,  die  spittalmuhle  genenet  wurdt.

a)  an  dem  St!,  b)  einem  von  klingenfeldt,  mit  stiftung  7.  c)  kochens  gestifftet  43,
um  Schluss  der  Sutzes  fehlt  dann  geben,  d)  heisset  „..  .  das  Weilerthor,  Im  iahrn...
haben  die  Gülden  ...  43,  e)  ihr  schloss  und  wasserhausz  H!.,

1)  Bochsberg,  an  der  Strasse  von  Mosbach  über  Adelsheim  nach  Mergentheim,
  s.  Schönhuth,  Bochsberg  und  der  Schüpfergrund  WFr.  IV,  1.  —  Kraft
von  Boxberg-Krautheim  schenkt  1249  dem  Ordenshaus  6'js  jugera  Weinberg
zu  Ingelfingen,  Wr.  IX,  77,  IX,  366.

2)  Klingenfels,  ob  der  Schmerach,  Gem.  Unterasbach  OA.  Hall.  Kraft
von  Klingenfels  und  sein  Bruder  bestätigen  1278  den  Brüdern  St.  Johansordens
einen  von  Heinrich  von  Scheffau  ihnen  geschenkten  Pfarrhof  (dotem)  in  Erlach
(bei  Hall),  WFr.  IX,  79.  VIII,  468  f.  „die  Herren  von  KL”.

2)  Kraftse  von  Hohenlohe  Schenkung  in  Ingelfingen  1245,  s  Wr.
IX,  366;  eine  käufliche  Abtretung  durch  Friedrich  und  Ulrich,  Schenken  von
Limpurg  1295  WFrYr.  IX,  369.

4)  Die  Bezeichnungen  Weilerthor  und  „in  Weüer"  sind  noch  üblich.

5)  Im  Jahr  1228  schenkte  ein  Haller  Ehepaar,  unfreien  Standes,  Sifrid
und  Agathe,  gegen  kinräumung  der  persönlichen  Freiheit  dem  Johannesspial,
das  bisher  schon  bestanden  hatte,  aber  durch  Unglücksfälle  seinem  Uniergange
nahe  gekommen  war,  sein  ganzes  Vermögen;  Urk.  hierüber  WUB.  III,  S.  219.  —
Das  Jahr  1228  bezeichnet  also  nicht  die  Stiftung,  sondern  die  Neugründung
des  Johannesspitals,  Bauer  WFv.  IX,  365.  —  Für  die  Überlieferung  aber
war  der  genaue  Sachverhalt  bald  entschwunden  und  so  galt  allmählich  1228
als  Stiftungsjahr.  Auf  dieses  und  das  folgende  Jahr  werden  nun  auch  vom
Chronisten  die  Hauptstiftungen  an  das  Johanniterhaus,  die  thatsächlich  sich
auf  viele  Jahre  verteilen  und  deren  wichtigste  erst  späler  beginnen  (s.  oben)
verlegt.  —  Auch  OABeschr.  lässt  (S.  202)  das  Wasserhaus  der  Gulden  1229  an
die  Johanniter  kommen.

©,  Sie  erscheinen  noch  1270,  1277,  1278  in  Urkunden,  „Hans  Gülden
1371,  scheint  der  letzte  dieses  Geschlechts“  OABeschr.  202  f.

7)  Mü  dieser  Angabe  vrgl.  auch  Widmans  Chronik  (städtische  rote
Chr.  Bl.  29a):  „Dise  Gülden  haben  nach  ihrem  Absterben  alles  ihr  gueth  und

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