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Chronica.  53

ein  rotten  adler  mit  gelben  füszen,  aufgetlionnen  flügeln  mit  weiszer
feldung  unnd  ein  gleichförmigen  adler  uff  dem  helm.

Eberwein,  deren  schilt  mit  sechs  rotten,  schwartzen  und
weissen  strichen  uberzwerch,  mit  einem  gelben  springenden  panthertier
  darin,  dergleichen  ein  halb  pantherthier  uff  dem  helm').

Dulla®°)  Berler°),  der  schilt  ist  weisz,  zwen  schwartz  strichen
im  schilt  unnd  auff  dem  helm  zwey  hörner,  eins  schwartz,  das  ander
weisz;  unnd  sind  der  geschlechter®  der  Berler  noch  zwen  im  leben,
Jacob  Berler  zu  Hall*),  Geörg  Berler  zu  Rottenburg  auff  der  Tauber,
der  hat  Schönn  9°).

Veldner,  Geyer  genandt,  ein  fürnem  geschlecht  zu  Hall;
führen  ein  weiszen  visch  in  einem  blowen  (strich)  ©  uberzwerch,  in

8)  Dullaw  M3,  b)  disz  geschlechts  79,  c)  der  hat  söbno  M?,  a—o  fehlt  in  II.
d)  blowen  visch  7’  «.  I/3,  gelben  strich  Z/%,

des  Velberger  Schlosses  (8.  OAB.  299),  welches  eben  den  Streckfussen,  Herboten
u.  a.  Geschlechtern  seine  Intstehung  verdankte  und  ein  Ganerbenhaus  war,  bis
es  nach  Absterben  der  Streckfusse  an  die  Velberger  kam.  Vgl.  auch  OACrailsheim
  275.  283.  289.

ı)  Über  die  Rothenburgischen  Eberweine  s.  oben  bei  der  Schupachkirche.
Von  Rothenburg  soll  das  Geschlecht  nach  Gräter  Idunna  1812,  199  nach  Hall
gekommen  sein.  Von  den  Haller  IEberwein  finden  sich  WFr.  7-9  Regesten
aus  den  Jahren  1371—1408,  wornach  sie  begütert  waren  u.a.  in  Gailenkirchen,
Gaildorf,  Sülzbach.

2)  Tullau,  Dorf  mit  noch  stehendem  Schlösschen  ?/ı  Stunden  oberhalb
Hall  am  Kocher.  Die  Regesten  über  die  Herren  von  Tullau  WFr.  6—9,
WFr.  NF.  IV,  O0  ABeschr.  296  beginnen  mit  Heinrich  von  Tullau,  der  in  Rieden
und  Westheim  begütert  war  und  reichen  bis  1402.  Von  1331  kam  Tullau  an
die  Familie  Berler  (s.  u.)  —  daher  1339  Heinricus  Berler  de  Tullau  —,  aus
der  es  anfangs  des  15.  Jhrh.  der  Reihe  nach  in  den  Besitz  derer  von  Neuenstein,
  von  Bachenstein  und  Neuffer  von  Hall  gelangte.

3)  Über  die  Berler,  „eines  der  ältesten  rüterlichen  Geschlechter  Halls“
(Bauer,  WFr.  6,  224)  geben  WFr.  4-9  und  WFr.  NF,  IV  eine  Reihe  von
Regesten,  die  von  1263  bis  ins  16.  Jhrh.  reichen.  Um  1278,  wo  Heinricus
Berler  als  scultetus  in  Hall  auftritt,  haben  diese  Herren  Besitzungen  in  Geddelsbach,
  Bretzfeld  und  Bitzfeld,  später  in  Michelbuch,  Meidbach,  Nexsselbach,
Sanzenbach,  Zimmern,  1350  haben  sie  einen  Teil  der  Burg  Gabelstein,  von  1339
(8.  0.)  sind  sie  im  Besitz  des  Schlösschens  Tullau  und  nennen  sich  nach  demselben.
  In  Hall  war  ihr  Name  noch  lange  in  dem  erst  1718  ceingefallenen
Berlerturm,  dem  jetzigen  Nonnenhof  südlich  von  der  Michaelskirche,  erhalten.

4)  Jakob  Berler  war  nach  Urkunden  des  Gem.  Archivs  Hall  Schultheixs
ın  den  Jahren  1538—42.

*)  Schön,  Weller  OA.  Mergentheim,  bei  Creylingen,  nicht  weit  von
Rothenburg.