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Chronica.  55

zwvtracht  gefahren  anno  1540;  ist  ietzt  aber  abgestorben.  Der
letzt  disz  geschlechts  ligt  zu  Cüntzelszawe  begraben  ®  ').

Gleicher  ?),  Lecher’),  Schnewasser‘),  alte  rittermeszige
  geschlecht.  Etliche  vermeinen,  es  sey  einnsz,  aber  ich  find
sie  underschiedlich  in  der  ersten  zwytracht  genandt;  haben  vier
schwartzer  schifflin  in  einem  gelben  veld  unnd  einen  rotten  überstälpten
  gekhrönten  heydenhut  mit  eineın  schwartzen  federbusch  ufl
dem  helın;  haben  st.  Joszen  kirchen  inn  Gelbinger  gaszen  gestifft.

Teurer,  die  Feurer?)  genant,  haben  schwartz  und  weisz

a-a)  fehlt  I.

)  Nach  Bossert,  briefl.  Mitteil.,  ost  der  Grabstein  des  letzten  Neuensteiners
  nicht  mehr  in  Künzelsau;  dagegen  nennt  das  Künzelsaner  Annirersariumsverzeichnis
  ce.  1350  bei  Wibel  3,  152  den  Namen  des  letzten:  Conrad  Schrot.

2)  Reg.  von  1365—1405  in  Wr.  NP.  IV  und  KÜR.

3)  Lecher,  gewöhnt.  Löcher,  frühere  Formen  Lacher  und  Leicher.  Die
Reyesten  in  WIrr.  1-9  und  WFr.  N"  IV  gehen  von  1290  bis  1116  und  zeigen
Besitzungen  in  Biclriet,  Spelt,  Büttelironn,  Durg  Gabelstein,  Schmachtenberg
aby.  bei  Dörrenzinmern  OA.  Künzelsau,  Velbery,  Altramsbery,  Windischhobach.
  1316  war  Heinrich  L.  Stetmeister.

*)  Die  Kregesten  der  Schneewasser  Wr.  1—9  und  WIr.  NP,  IV
reichen  von  1354—1421.  Besitzungen  in  Wolprechtshausen,  Sailuch,  Giselsdorf,
  Berolzbach.,  Um  1392  war  nach  Gem.  Archiv  Hall  Seitz  Schneewasser
Schultheiss;  sein  Grabstein  („gest  409°)  mit  Wappen  ist  noch  ernalten  an  der
nördlichen  Wand  der  Michaelskirche.  Der  Stiftung  der  Josenkapelle  treten
noch  andere  religiöse  Stiftungen  der  Schneewasser  zur  Scite,  z.  B.  für  die  Kapelle
im  Schönthaler  Hof  zu  Hull,  für  Stift  Comburg  und  Kloster  Gnadenthal.

5)  Jrux  Verhältnis  zwischen  den  beiden  Geschlechtern  ist  noch  unaufyeklir.
  Widmans  Chronik  (Bibl.  d.  Hist.  Vereins  f.  d.  württ.  Fr.  I.67  Bl.  23),
behauptet  ihre  Verschiedenhrit,  du  die  Feurer  abgestorben  seien,  während  die
Theurer  noch  blichten,  uud  da  aueh  die  Wappen  verschieden  seien  —  allerdings
bloss  in  den  Farben  —  während  die  oben  beschriebene  Fiyur  des  kinhorns
beiden  gemeinsam  ist.  Nuch  Bauer  WIFr.  6,  226  ist  ein  Zweig  der  ritterlichen
Heilbronner  Familie  der  Feurer  nachweislich  nach  Hall  übergesiedelt.  Als
Schultheissen  in  Hall  kommen  vor  1415  und  1417:  Berchtold  Feurer,  1445:
Peter  Lewer.  Nach  OABeschr.  145  finden  sich  mehrere  Grabsteine  des  Geschlechts
  bei  St.  Michael.

Von  den  Theurern  stud  wenig  Reyesten  vorhanden,  1424  wird  in
städtischen  Urkunden  (Gem.  Archir  Hall)  ein  aus  der  T'henrer  am  Fischmarkt
erwähnt,  und  auch  WEr.  NP.  IV  8.  37  unter  1398  ist  wohl  hieher  zu  ziehen,
wo  Hans  Turer,  Bürger  zu  Mall,  in  Zimmern  bei  Neuenfels  begütert  erscheint,
Um  80  lebendiger  ist  ihr  Andenken  erhalten  im  T’heurershof,  wo  nnch  OA-Beschr.
  143  das  alte  LPatriziergeschlecht  der  Theurer  eine  Burg  hatte.  1420
verkaufte  Walther  Theurer  die  llülfte  des  Hotfs  an  den  Hospital,  1479  brachte
der  letztere  das  Ganze  an  sich.