68  Johann  Herolt

ein®?  solch  schach,  daruff  ein  schwartzen  federbusch,  uff  ieder  seit
ein  rott  horn.  Dis  geschlecht  ist  abgestorben.

Es  ist  itzo  zur  zeit  ein  wasserhausz  zu  Michelfeld,  welcher  das
besitzt,  musz  burger  zu  Hall  sein.  Es  habens  die  von  Morstein
innen  gehapt  und  itzo  die  Buschler  ').

Dullaw?)  hat  ein’  wasserhausz,  das  noch  in  wesenlichem
baw  ist;  von  dem  ein  geschlecht,  die  von  Dullaw  genant,  etwa  zu
Hall,  etwa  zu  Dulla  gesessen.  Ist  nit  abgestorben.  Es  haben  das
schlosz  die  Berler  alwegen  inen  gehapt  und  das  kaysserlich  schuldtheissenampt
  von  Dullaw  gen  Hall  lange  zeit”  verwaltten.  Was  aber
der  von  Dullaw  wappen  gewesen,  zaigt  dis  gegenwurttig  wappen  an’).

Steinwag®®),  da  itzo  die  pfarkirch  zu  Steinwag  unnder
Comberg  stett,  ist  ein  Schlosz  gestanden,  die  von  Steinwag  das
geschlecht  darvon  genent,  wie  man  dis  in  altten  brieffen  findt.

Cohenburg?),  da  itzo  der  stifft  Comberg  stett,  ist  ein  schlosz
geweszen,  darvon  sich  ein  geschlecht  die  von  Cohenburg  genant
haben,  dann  dise  namen  findt  man  underschidlich  in  gantz  alten
brieffen,  aber  ire  wappen  nit®.  Nach  absterben  dis  geschlechts  ist

a)  heim  auch  7°.  b)  ist  ein  7.  c)  von  Dulla  ausz  lange  zeit  7".  d)  Steinbach  7,
(durchneh.).  e)  welcher  namen,  aber  ir  wappen  nit,  unnderschiedlich  inn  sehr  alten
brüeren  findet  T.,

weiler,  Blindheim,  Frlin,  Laubach,  Neideck.  Nach  1241  ist  Berthold  von  M.
Alt  von  Comburg  (WFr.  7,  100).  Mit  Seifart  1421,  der  alle  seine  Güter  zu
Laubach,  Neideck  u.  s.  w.  an  Conrad  von  Weinsberg  um  ein  Leihgeding  verkaufte,
  scheint  das  Geschlecht  ausgestorben  zu  sein.

')  Nach  KHR.  verkauften  Hans  und  Ludwig  von  Morstein  um  1532
ihre  Veste  zu  Nlichelfeld  an  Hans  Neiffers  Witwe;  1549  war  sie  Jeigentum
des  Sebastian  Fürderer  von  Richtenfels.  Der  Besitz  der  Büschler  muss  also
wohl  mitteninne  liegen.

2)  Über  dieses  Geschlecht  s.  oben  bei  Dulla-Berler.

®)  Nach  gegenwurttig  ist  sowohl  in  St!  als  in  T  eine  Wappenform  in
den  Text  eingezeichnet;  das  Wappenbild  aber  ist  nur  mil  wenigen  Strichen,
oberflächlich  und  ungenau  angedeutet.

*)  Über  die  Namensform  —  wag,  ahd.  wäc,  lacus,  gurger,  8.  Förstemann
NB.  II,  15:7.

Steinbach  bei  Hall,  OABeschr.  244.  Die  Burg  soll  auf  dem  Felsen
gestanden  haben,  der  getzt  die  Steinbacher  Kirche  trägt;  die  Ideln  von  St.  sind
wohl  Dienstleute  der  Herren  von  Comlburg  gewesen.  —  Wenige  Regesten  in
VrFr.  5,  6  und  OAllall  von  1262  (Bernungus  de  Nteinwag)  bis  1376,  Ilermann
von  Nteinpach.

°)  Der  Name  kommt  urkundlich  erstmals  10680  vor,  oppidum  Cochenburg,
und  ist  zweifellos  von  dem  vorbeifliessenden  Kocher  gehildet.

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