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Chronica.  69

gsenants  schlosz  den  wolgebornen  graflen  unnd  herrn  von  Rottenburg
unnd  Kochenaw  heimgefallen,  welcher  graffen  graff  Burckhart  dis
schlosz  zu  einem  closter  anno  domini  1079  angefangen  hat  abzubrechen
  und  ein  closter  daraus  zu  machen  unnder  bapst  Leo  des!)
neunten  und  keysser  Heinrich  des‘)  vierdten,  unnd  im  jar  nach
der  geburt  Christi  anno  1089,  als  dis  closter  auszgepauet,  durch  den
bischoff  zu  Würtzburg  Adelberum®*°)  am  zwölfften  calendas  des
jenners  gewicht  °).

Anno  domini  1108  bat  graff  Heinrich,  graff  Burckharts  bruder,
nach  absterben  graff  Burckharts  das  frawencloster  zu  sant  Gilgen  ')
an  der  statt  mindern  Camberg  genant  zu  bawen  angefangen.

Anno  domini  1438  ist  das  obgenant  closter  Comberg  zu  einem
weltlichen  stifft  verordnet  unnd  die  kutten  hingelegt.

Vonn®  diesem  closter  und  stifft  ich  anderszwa  ein  sonderlich
buchlin  schreibens  willens”  bin  ®°),

Schawenburg  unnder  Limpurg,  da  vor  jarn  der  pfarhof®
am  bach®)  unnderhalb  wegs  gegen  dem  Kochen  gewesen,  und  diselben
  *)  wie  man  sagt  als  ein  eigne  pfar  daselbst  uffgericht,  von
der  pfar  Steinbach  getheilt,  zu  einem  pfarrhausz  geben,  welches
Schenckh  Gottfridt  verteuscht”®).  Dis  geschlecht  fürt  drey  gelber

a)  dom  7".  b)  Allelbertum  7".  c—c)  Dieser  Satz  fehlt  in  1%  HS,  für  IV  H2  kommt  er
überhaupt  nicht  in  Betracht,  da  ihnen  (ie  grönseren  Abschnitte,  denen  er  ungchört,  fehlen.  Es  ist
duher  nicht  unmödlich,  dass  er  ein  spilterer,  im  Hinblick  auf  Widmans  Comburger  Chronik  qemuchter
  Zusatz  ist.  d)  aus  T’  wu.  HI,  der  pfarkirch  st!,  e)  vertauscht  77°.

1)  sc.  Regierung.  Statt  Leo  IX  müsste  es  heissen  Gregor  VII.

2?)  Adaller.  Dies  die  Form  des  Namens  hei  Lorenz  Friess,  Historie  der
Bischöfe  zu  Würtzburg  (Ludewig.  Ser.  r.  Herb.  471  f.).

3)  Urkundliches  üher  das  Kloster  s.  Menken,  Ser.  rer.  Germ.  I.  diplom.
alhat.  Comb.  concernentia  1090-1458  und  WUB.  I,  p.  359  ff.  („Comhurger
Schenkungsbuch“).  —  Zur  Frag:  üher  die  Comburger  Grafen  und  zur  ältesten
(reschichte  des  Klosters  ist  ausser  OAllall  246.  und  der  dort  verzeichneten
Litteratur  von  Bensen,  Pfaff,  Stälin  hesonders  zu  vergleichen  die  sorgfältig:
and  scharfsinnige  Untersuchung  Bosserts:  „Zur  älteren  Geschichte  des  Klosters
Comburg*,  1888,  WI.  NF\  III.

4)  —  Ägidien,  s.  OAllall  254.  Darnach  war  die  Weihung  dieses  Nonnen-Klosters
  nicht  1108,  sondern  1102.

&gt;)  Wenn  der  Satz  ursprünglich  ist,  so  hat  Ilerolt,  sortel  wir  wissen,
seinen  Vorsatz  nicht  ausgrführt.

6)  Bach  zwischen  Ober-  und  Unterlimpurg.

’)  Nümlich  die  Burg,  welche  zur  Pfarrei  umgewandelt  wurde,

“)  Schenk  Gottfried  vertauschte  ete.,  d.h.  er  gab  statt  des  alten  Pfarrhaus.s,
  welches  die  Burg  war,  ein  anderes,