12  Johann  Herolt.

haben  noch  gewinnen.  Zur  zeugnus  haben  sie  alle  ihre  insigel  an
disen  kauffbrief  gehenckt.  Sein  zu  der  zeit  Michel  Schletz  unnd
Conradt  Büschler  stettmaister  gewest,  Eraszmus  Buechelberger  schulttheisz,
  Matern®  Wurtzelman  stattschreiber;  von  geschlechten  Gilg
Senfft,  Jacob  Berler,  Volckh  von  Roszdorff,  Philip  Büschler,  Hans
Ott,  Christoffel  Haasz,  Hanns  Zeller,  Michel  Blanckh,  Iheronimus
Schutter®!),  Wilhelm  Eselsperger,  Leonhardt  Feuchter,  Sebastian
Kraus  ®,  Hans  Schnurlin,  Conradt  Feyerabendt,  Georg  Geinbach,
dise  ernante  sein  von  geschlechten  unnd  mittelburger;  die  hernach
von  gemeinen  burgern:  Bernhart  Werner,  Petter  Wetzel,  Hanns
Koler,  Jerg  (Wertman)  ®°),  Hanns  und  Michel  Eissenmanger,  Wilhelm
(Seckhel  ®),  Caspar  Gretter,  Adam  Guttman  der  zeit  zu  rath  gangen.
—  Gott  geb  sein  gnad,  das  diser  kauff  gemeiner  statt  und  der  landtschafft
  zu  fridt  und  einigkeyt  gedeye.  Amen’).

Gottwoltszhaussen  die  Guldin  genant  haben  zway  schlosz
gehabt,  ains  da  itzo  die  pfarrkirch  Gottwoltzhaussen  steht;  solliche
pfarrkirch,  so  in  der  ehr  sant  Georgen  gestifft,  dazumal  das  ort  der
vorstatt  zu  Hall  bey  sant  Johanns  kirchen,  noch  ein  weiller‘).  Das

a)  Martin  11;  die  richtige  Numensform  aus  vielen  urkundlichen  Anführungen.  b)  Scutter  7
c)  nuch  Kraus  yiebt  I’noch  Werner.  d)  Geörg  Wordtimann  7,  Werman  St!l,  oe)  Jeokhel  St!;
die  richtige  Form  aus  T’'  und  dem  BRatsherrnbuch,

!)  Im  Ratsherrenliuch  von  1459  an  (Gem.  Archiv  Hall)  lautet  der  Name
Schultter,

2)  Im  Ratsherrenbuch  Jörg  Worttman.

s)  Der  Kaufbricf,  ausgestellt  Mittwoch  nach  Calhedra  Petri  lö4l,  dessen
wesentlicher  Inhalt,  abgesehen  von  den  vielen  Herren-  und  „Viertels-“Gülten,
O4AHall  178  steht,  ist  in  genauer  Abschrift  enthalten  in  einem  Sammelband
des  Gem.  Archivs  H.  „Das  andere  Registraturbuch  ..  .*  Ar.5,  Bl.1f.  Das
Original  scheint  nicht  mehr  vorhand.n  zu  sein.  --  kine  Ergänzung  dazu  bildet
der  angehüngte  „Caution  und  Versicherungsbrief“,  den  die  Schenken  dem  Rat
unter  dem  gleichen  Datum  ausstellten.  Die  Reichsstadt  war  nänlich  als  Rechtsnachfolgerin
  des  Schenken  von  Kaiser  und  Reich  mit  drei  zur  Burg  Limpurg
gehörigen  Reichslehen:  der  Hälfte  der  Zölle,  der  hohen  Malefiz  und  dem  Wildbann
  im  Deunelbach  belehnt  worden.  Der  Lehenshrief  aber  wurde  von  Granvella
  ungebührlich  lange  und  in  verdachterregender  Weise  zurückgehalten.  Mit
Rücksicht  darauf  verpflichten  sich  die  Schenken  im  Kautionsbrief,  jede  Irrung,
die  dem  Rat  zu  Hall  durch  das  Fehlen  des  Lehenshricfes  etwa  erwachsen  sollte,
auf  ihre  eigenen  Kosten  ahzuirenden.

+)  Sinn  und  Konstr.  wohl:  diese  Pfarrkirche  war  damals  die  Mutterkirche
  („das  Ort“)  der  Johannsvorstadt  zu  Hall,  welche  letztere  in  jenen  Zeiten
noch  ein  hlosser  Weiler  war,  Über  diese  Kirche  s.  OAllall  205,  und  oben:
„Yon  sant  Johunskirchen  u.  v.  Spital“,

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