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Chronica.  77

Enszlingen!')  am  schiltt  der  leng  nach  halben  rott,  das
ander  halbtheil  uberzwerchs  mit  zweyen  weissen  und  zweyen  plowen

stricben  getheilt,  mit  rotten,  weissen  unnd  plowen  wie  der  schilt
getheiltten  hörner  uff  dem  helm’).

Braunspach°)  uber  eckh  halb  plow  unnd  halb  weys,  zwenn
flügel  uff  dem  helm,  wie  der  schilt  getheilt.  Eittlich  dis  geschlechis
sein  die  vou  Kuntzelssaw  genent  worden,  darumb  das  sie  ir  haus
haltung  daselbst  gehapt.  Das  schlosz  Braunspach  hat  itzo  Heinrich
Spiesz  inen,  der  zu  Hall  gesessen  unnd  darumb  aus  Hall  gefarn,
das  man  daselbst  anno  domini  1534  die  bäbstischen®  mess  gantz
abgethon®?),  welcher  er  gantz  hefftig  angehangen?’).  —  Sein  wappen
ist  ein  (gelb®)  mulradt  in  cinem  schwartzen  feldt,  uff  dem  helm  ein
mülradt  und  oben  ein  grüenen  busch  darauff‘).

Bachenstain  vonn  Dettingen‘)  haben  Dettingen  inen

a)  die  papische  T.  b)  aus  T;  halb  St!.

1)  Enslingen  OA.  Hall  am  Kocher.

%)  Regesten  in  WFr.  1-9,  Wr.  NF.  IV,  KHR.  OAllall  194  f.  von
1261,  Conrad  von  Enselingen,  —  1446.  Die  Herren  von  Enslinyen  und  IHürdelbach
  und  die  von  Rossriet  (jetzt  Rossach  b.  Schönthal),  durch  Gleichheit  des
Wappens  und  sonstige  Beziehungen  verknüpft,  scheinen  desselben  Geschlechts
gewesen  zu  sein.  Bauer,  WEF'r.  5,  24.  —  Besitzungen  des  Geschlechts  lassen
sich  aus  den  obigen  Regesien  nachweisen  zu  Hausen  a.  R.,  Belzhag,  im  Schubberg
  und  Künzelsbach  (bei  Künzelsau),  über  welche  zwei  letztere  Adelheid,
Wüwe  Engelhards  von  IEnslingen,  längere  Zeit  mit  dem  Haller  Johanniterhaus
1292  im  Streit  lag,  ferner  in  Morstein,  1lshofen,  Sontheim  (wo  Kraft  von  E.
1435  sesshaft  ist),  in  Zimmern  und  Burg  Gabelstein;  von  1444  an  waren  sie
auf  kurze  Zeit  im  Besitz  eines  Teils  der  Burg  lHornlerg  a.  d.  Ja.t.

s)  Braunsbach  OA.  Künzelsau  am  Kocher.

%)  Nach  kinführung  der  Reformation  in  der  Reichsstadt  war  die  Fortführung
  der  Messe  wenngleich  mit  Widerstreben  noch  in  der  Nchupachkirche
und  in  St.  Johann  geduldet  worden,  1534  wurde  sie  auch  da  alıgeschafft.

6)  Die  Spiesse  waren  schon  1502  im  Besitz  des  Schlosses  Braunsbach.
Ileinrich  Spiess,  der  letzte  seines  Ntammes,  verlegte  seinen  Wohnsitz  von  Hall
dorthin  und  starb  dort  1549,  liess  sich  aber  auf  der  Comlwury  begralen.  Jır
rerbot  seinen  Bauern,  sich  an  den  krohnden  für  Heg  und  Schläg  der  Reichsstadt
  zu  beteiligen,  und  führte  darob  mit  Hall  einen  Reichskammeryerichtsprozess,
der  sich  his  ins  25.  Jahr  hinauszog.

6)  Über  das  Rittergut  Braunsbach  s.  Fromm,  Wr.  1847,  53  ff.  und
Bauer,  WFr.  6,  420.  Zu  nennen  ist  bloss  Berchtold  von  Br.,  der  1263  (rüter
an  die  Haller  Johanniter  verkauft.  Hundert  Jahre  nachher  aass  zu  Braunsbach
  die  Familie  der  Fisenhut,  8.u.  Das  Wappen  der  Braunsbach  ist  identisch
mit  dem  der  Haller  Patrizierfamilie  der  Stolzen.

:)  Über  diese  Familie  ».  o.  bei  den  lHaller  Bachenstein.