80  Johann  Herolt

Die  schlösser  unnd  herrn  an  und  umb  die  Biler  mit  iren  wappen.

Die  herrn  der  zeit  vor  bawung  Hall  und  ehe  sy  zu  reichstatt
worden  des  flusz  Byler  sein  die  herrn  von  Billerritt,  des  burgstadel
  ober  Krefftelbach  '!)  ligt,  darinnen  sy  ir  anwesen  gehapt,  von
der  kron  (Beheim”),  dazumal  Beheim  noch  ein  hertzogthomb  geweszen®,
  zu  lehen  ruret.  Dise  herrn  von  Bilerrit  sein  freyherrn
gewesen  unnd  kucbenmeister  des  heilligen  Römischen  reichs,  deren
wappen  im  wachs  ein  brustbildt  zwischen  zweyen  seulen  geweszen,
die  farb  mir  nit  wissendt  ?).

Oben  an  der  Büller  anzufahenunnduffbaydenseitten.

Kottspül,  die  von  Kotspül  genant  zu  Kottspül‘)  unnd
Hall  gesessen,  haben  ein  bracklihundtsbrust  on  fues  mit  einem  rotten
strich  der  leng  nach  dardurch,  in  einem  weissen  feldt,  dergleichen
uff  dem  helm).

Sunthaim,  genant  die  Heffner  vonn  Schwelbrun,  haben  ein
rotten  haffen  in  einem  weissen  feldt  in  dem  schilt,  unnd  ufl'  dem
helm  auch  ein  rotten  haffen?).

a)  deren  /IN.  b)  aus  H?3;  fehlt  St!;  Bühom,  so  dazumahl  7.  c—e)  fehlt  HP.

von  Schwahen  die  Altei  Lorch  dem  heil.  Stuhl  ühergieht  und  1103  als  Zeuge
auftritt.  Besitzungen  dieses  Geschlechts,  dessen  später:  Träger  jedenfalls  „nur
ritterliche  Dienstmannen  waren  und  in  keiner  Weise  eines  Stamms  mit  den
Grafen  von  Irlügelau"  (Bauer),  sind  nachweisbar  in  Schlechtenlwetzingen,
Buch,  Leofels,  Reinsberg,  Grunden,  Zimmern,  Jagstheim,  Thalheim.  1301  gehörte
  ihnen  die  Burg  Klingenfels,  1464  kauften  sie  die  Burg  Leofels,  1409  erkauften
  sie  von  Württemberg  die  Veste  Vohenstein  nehst  einer  grossen  Reihe
weiterer  Güter,  8.  WIr.  8,  509.  —  Als  Abt  zu  Comburg  findet  sich  1421  Ern-Sried
  von  Vellberg.  —  1523  f.  waren  die  Velberger  mit  den  Schicksalen  des
Abshergers  als  deffen  Helfershelfer  verflochten,  1527  in  Adams  von  Thüngen
J’ehde  mit  den  Rothenburgern.

'!)  Cröfeelbach  OA.  Hall.

2)  Über  Schloss  und  Geschlecht  Büriet  s.  unten  bei  dem  diesem  Geschlecht
gewidmelen  besondern  Abschnitt.

s)  Kotispiel  hei  Bühlerthann  OA.  FEllwangen.

%)  Regesten  Wr.  2-9,  WEr.  NE.  IV  und  OAkllwangen  551  f.  von

1230  (Wolfram  von  K.)  bis  1416;  Güter  ausser  dem  Stammsiüz  nachweisbar

in  IHörlebach,  Erlenbach,  Ramsenstruth,  Ohersontheim,  Markertshofen,  Geifertshofen,
  Nähermemmingen  bei  Nördlingen;  1291  war  ein  „Walther  dietus  de
Kozpuhel“  Rektor  der  Kirche  in  Jischach,  1318  „Walther  von  Kottspuhel“
Plebanus  in  Hall.  Nach  Aussterben  des  Geschlechts  kam  Kottspiel  an  die
Grufen  von  Adelmann  und  von  diesen  1527  an  Stift  Würzburg.

6)  Obersontheim  OA.  Gaildorf.  —  Über  dieses  Geschlecht  einige  wenige
Notizen  in  KUR.,  Wrr.  NF\.  IV  und  lIohenloh.  Lehenbuch  (Ilohenloh,  Arch.

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