82  Johann  Herolt

Enszlingen,  im  schilt  der  leng  nach  halben  rott,  das  ander  halbtheil
uberzwerch  mit  zwayen  weissen  und  zwayen  plowen  strichen  getheilt,
  mit  rotten  weissen  und  plowen  wie  der  schilt  gethailten
hörnern®.  Ainer  dis  geschlechts  hat  die  pfarr  Alttorff  gestifft.
Ainer  vonn  Hurrelbach,  Claesz  von  Hurrelbach  genant,  ligt  zu
Tungenthal  begraben,  ist  vonn  wegen  der  statt  Hall  inn  das  concilium
  Costentz  verordnet  unnd  dahingesandt,  das  gehalten  ist  anno
domini  1416,  in  welchem  jar  Joban  Husz  in  genanttem  concili®
verprant  ist.

Aspach'),  die  vonn  Aspach?)  der  letzst  dis  geschlechts  zu
Hall  gesessen  hat  den  anstosz?)  an  Unser  Frawen  capell  am  thor  *)
zu  Hall  machen  lassen,  vil  schöner  taffell  in  die  kircben  Schupach,
sant  Iohanns®  unnd  anderswa  gemacht.  Ir  schildt  ist  in  getheiltem
feldt  der  lenng  nach  ein  weis  gestagte®°)  asp  in  einem  schwartzen
und  ein  gleichgestagte   schwartze  in  einem  weissen  feldt,

Schifflaw‘),  Scheffaw®  genanut,  ir  schilt  zwen  gelb
löwen  von  einander  kört,  in  einem  rotten  schiff,  in  der  mitt  mıt
einem  rueder  in  einem  weissen  veld,  uff  dem  helm  zwey  weis  rör
mit  vier  schwartzen  federbüschen’).  Es  leut  einer  zu  Comberg  bey
dem  capittelhaus®,  des  wappen  daselbst  in  die  maur  gemaurt  ist®®),

a)  getheilt,  auff  dem  helm  zwey  hörner  mit  rotten  weiszen  unnd  blawen  strichen  wie  im
echilt  zertheilt  7.  b)  concily  St!.  cYe.Joh.  fehlt  T.  dd)  gestrackte,  beidemal  T;  gentreckte,
beidem.  113,  e)  gesagte  (Schreibf.)  SU.  f)  Scheffach  7",  g)  capittelhausz  begraben  T‘,
h)  gemahlet  ist  7”.

1)  Unteraspach  OA.  Hall.

?)  gen.  Müller  von  A.,  KW.  III,  531.  Nennenswerte  Regesten  sind  nicht
torhanden.

8)  Anbau.

*)  Schönthaler  Kapelle  zu  U.  L.  Irau  am  Städtthor,  OAHall  171  f.

5)  gestact  (=  gesteckt,  Schm.)  8.  v.  a.  besteckt,  mit  Ansätzen  oder  Knospen
versehen.

6)  Unterscheffach  an  der  Bühler,  unter  Reinsberg  OA.  Hall,  KW.  III,  533.

?)  Freie  Herren  von  Scheffau  (von  denen  sich  die  Untermünkheim,  8.  0.
ahzweigten)  treten  schon  im  11.  und  12.  Jhrh.  in  den  ältesten  Comburger  Urkunden
auf,  1085  Marhold  v.  Sch.,  1101  Egispret  und  Heinrich.  In  den  Regesten
Wr.  1-9  lässt  sich  das  Geschlecht  verfolgen  bis  1388;  Besitzungen  u.  a.  in
Tullau,  Erlach,  Münkheim.  Heinrich  von  Schefflui  war  1241  Abt  zu  Comburg;
als  Commenture  des  Johanniterhauses  in  Hall  erscheinen  1293—96  Rucger  von
Schefau  und  1341  Heinrich  v.  Sch.  —  Über  das  Wappen  und  seine  Wand.
lungen  8.  0.  bei  den  Münkheim,  auch  Wr.  6,  172.

e)  WE'r.  5,  416  ist  ein  Grabstein  mil  dem  Scheffach-Münkheimer  Wappen
abgebildet  und  besprochen,  der  in  der  Schenkenkapelle  zu  Comburg  sich  befindet

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