86  Johann  Herolt

weissen  schwanen  mit  auszgepraiten  fligeln,  rotten  füssen  unnd
schnabel  !).

Lamparten,  dievonnRamspachgenant,  furen  drey  weisser
visch  in  einem  rotten  veldt,  uff  dem  helm  zwen  rotter  flügel,  in
iedem  drey  weisser  visch.  Dise  Lampartten  ein  gutt  alt  geschlecht,
etwa  aus  Lampartey  °  in  dise  gegent  komen,  sich  mit  denen  von
Michelfeldt  und  Veinaw  durch  heurat  befreundet,  das  burgstadel
Ramsbach  gebawet.  Im  steetkrieg  ist  dis  wasserhaus  verbrunen
unnd  geplündert,  seiderher  nit  mehr  gepawet  worden;  sein  die
Lampartter  zu  sollicher  armut  kommen®,  das  ire  nachkhommen
sich  nun  des  feldts  baw  nehren  ®  ?).

Elterszhoffen?)  im  schilt  rot  annd  weisz  wie  die  (schneckhenheusser®)
  gequarttiert,  in  der  mit  zusamengezogen,  uff  dem  helm
zway  weisser  hörner,  darzwischen  ein  rotter  gespitzter  heidenhuet,
oben  daruff  mit  einem  schwartzen  federbusch  unnd  unden  zu  bayden
scitten  des  huets  der  umbstulp®  versichert‘),  Dis  geschlecht  vast

a)  Lamparttey  in  Welschen  landon  golegen  T.  b)  armuth  geratten  T,  c)  nachkhomen
des  veldbaus  sich  baben  behelffen  und  darvon  ornehren  müszen  T.  d)  aus  T;  schonckhenbeusser
  Stl,  6)  verumbstulpt,  duch  Aurrektur  der  umbstulpt  S/!,  der  umbstulp  7"

')  Über  die  Veinau  s.  Fromm  und  Bauer,  Bielriet  mit  Veinau,  Wer.
1848,  29  f.  Danach  waren  die  Veinau  eine  Nehenlinie  der  Ministerialenfamilie
von  Bielriet;  zu  ihren  Besitzungen  gehören  u.  a.  Ilshofen  und  Zottishofen.  —
Das  Geschlecht  muss  im  Anfang  des  14.  Jhrh.  seine  Rechte  auf  Veinau  veräussere
  und  sich  im  Gebiet  der  Herren  von  Hohenlohe  angesiedelt  hahen,  hald
nuchher  finden  sich  bloss  noch  die  Herren  von  kliershofen  in  Veinau  ansüssig.
—  Die  in  WEr.  1-9  enthaltenen  Regesten  reichen  üher  die  Jahre  1%88—1424
und  hezichen  sich  meist  auf  Conz  ron  Veinau  den  älteren  und  den  jüngeren,
1381—1417.  Vrogl.  auch  OAHall  311.

?)  Ramsbach  hei  Thüngenthal  OA.  Hall;  s.  OABeschr.  310,  KW.  III,  530.
Ramsbach  war  1085  Sitz  von  Ministerialen  des  Grafen  von  Comburg,  später
der  Staufer.  Walter,  1187  Graf  von  Siena,  war  mit  Philipp  1195  in  Italien,
daher  die  Ramsbacher  Lamparten  genannt.  Darnach  sind  des  Chronisten
Angaben  richtig  zu  stellen.  —  Die  heruntergekommenen  Lamparter,  von  denen
er  redet,  2.  B.  Berchtold  Lamparter  1375  (OAllall  310),  hängen  wohl  mit  dem
alten  Geschlecht  gar  nicht  mehr  zusammen.

s)  Eltershofen  OA.  Hall.  Über  die  Identitiit  der  früheren  Herren  von  E.
mit  den  Philipsen,  Isherharden,  Conraden  s.  oben  bei  diesen  Geschlechtern.
Rrgesten  und  Besitzungen  s.  OAllall  188  f.

%)  versichert  (wie  neben  St!  auch  T  und  U?)  vielleicht  s.  v.  a.  mit
Stiften  an  den  Hut  befestigt,  womit  eine  Abbildung  in  Städt.  roter  Chronik
stimmen  würde.

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