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Chronica.  95

und  glimpf  ieder  sein  unschuldt  vermeinent  auszufüren,  unnder  ir
iedes  sigel  zuschreiben  ,  alszdann  einem  erbarn  ratb  zu  Hall  umb
platz  unnd  schirm  solchen  versprochnen  kampff  zu  volpringen,  zu
gestatten  ansuechen,  und  villeicht  inen  vonn  einem  erbarn  ratlı  mag
geschriben  werdenn  ®:  der  unwill  zwischen  inen  baiden  vom  adel
sich  haltendt  sey  inen  nicht  lieb,  und  wolten  gern,  das  sie  von
solchem  irem  furnemmen  abstunden,  sie  mit  vleis  bitendt  (ein®
erbarn  rath®)  des  zu  uberheben  unnd  sich  sonnst  in  ander  ehrlich
weg  und  mittel  vertragen  unud  vereinen.  So  aber  sie  beede  kempffer
uff  irem  furnemmen  beharren  und  ein  rath  widerumb  wie  vor  umb
platz  ansuchen  und  je  nit  wolten  abstecn,  so  mag  inen  beiden  ein
tag  zu  Hall  von  einem  erbarn  rath  zu  erscheinen,  ir  anspruch  guettlich
  zu  verhören,  ernent  werden.  So  ‘dann  uff  solchen  guettlichen  verhörtag
  sie  beede  kempffer  nit  güettlich  vertragen  oder  uff  rechtlich
austrag  mögen  vereint  werden,  uff  irem  furnemmen  und  ansuchen
beharren,  und  ein  rath  inen  kampffplatz  bewilligt  und  (schirm  ®)
zusagt,  innen  ein  tag  zu  kempffen  ernent,  so  müssen  sie  uff  solchen
ernenten  tag  bey  gethonem  ayd  (mit?  wehr  und  waffen,  die  sie
bewilligt  ®),  den  kampff  nach  kampffordaung”  volnpringen.  Unnd
so  nun  uff  ernantem  tag  die  schranckhen  zu  kempffen  zugericht,
der  platz  mit  sandt  geschütt,  iedem  ein  verdeckt  hutten  gemacht,
darinn  er  mit  seinem  grieswartten  und  zugelasznen  sein  mag,  sich
zu  rosz  oder  fuesz  mit  gleicher  wehr  und  harnisch  zu  kempffen
vereint,  auch  jedem  ein  bedeckt®  dottenbar  mit  vier®  kertzen,  wie
einer  leicht  gehörent,  uff  den  platz  gesetzt  sampt  einem  beichtvatter,
  auch  von  der  oberkeyt  auszgeschrien  und  offentlich  verbotten,
  das  kein  weyb  und  junger®  unnder  zwölff  jarn  zugegen
sein  soll,  auch  niemandt  schrey,  deut,  winckh  oder  einichs  zeichen
geb  bey  verlierung  der  rechten  hand  und  linckhen  fues,  wan  der”
nachrichter  zugegen  mit  einem  beyhel  und  blockh  stehn  soll”,
unnd  so  uff  ernantte  stundt  ieder  uff  den  platz  in  sein  hütten
kömpt  und  durch  die  grieswartten  eigentlich  ersucht,  das  keiner

a)  Wann  zween  rittormässig  des  adels  im  bezig  ehr  und  glimpff  durch  den  kampfi  ir  jeder
vermeint  sein  unschult  auszzufuhron,  den  kampff  gegen  einander  bewilligen,  under  ihrem
sigill  sich  des  underschreiben  JI!.  b)  demnach  ein  erbar  raht  zu  Hall  zweyen  ordenlichen
  rittermeszigen  personen  umb  platz  unnd  schürm,  ircn  vereprochenen  kampf  zu  volbringen,
  su  gestatten  ersucht  und  gebeten,  kann  innen  widerumb  von  einem  o.  ruht  volgender
  gestalt  sein  geschrieben  worden  7".  e-c)  ans  II!,  fehlt  st}.  d)  aux  Hi,  schon  zusagt
  St!,  fehlt  T.  e—e)  ans  II,  fehlt  st!.  fl  nach  landzordnung  7".  g)  bedockt  fehlt  TV.
h)  einer  Hi.  i)  einem  darzu  verordneten  7".  k)  knab  Mi  und  Warzeimann,  junger
knab  T.  1)  darum  der  7.  m)  block  yber  die,  so  in  anlch  straff  verfullen.  zu  volstrecken
zugegen  stohet  ZI,