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Chronica.  07

er  soll  sich  gefangen  geben,  daruff  er  geantwurt,  was  ein  man
soll  (on®)  ehren,  daruff  der  Gretter  denn  Baustetter  mit  einem  dolchen
  zum  aug  eingestochen,  hingericht,  und  ist  nach  volprachtem
kampff  der  Gretter®  uff  knien  gangen  bis  zu  Unnser  Frawen  capell  ')
bey  der  Gelbinger  gassen  im  thor®,  dahin  dazumal  ein  walfarth  ?),
das  die  knie  ime  geblutet  haben.

Es  habenn  nachvolgendt  einer  ®  von  Münchingen  ®)  und®  einer
von  Nippenburg  *)  umb  kampff  angesucht  ,  sein  aber  sunst  durch  ire
freundtschafft  vertragen  ®.

Item  im  jahr,  als  pfaltzgraff”°)  Türckham  °)  erobert,  ward  platz
zu  kempfien  herrn  Turing  von  (Öptingen)®?)  und  dem  Berger"  von
Straszburg  bewilligt.  Also  nam  der  Turiug  vor  Turckhen  schaden,
ehe  der  tag  des  kampfis  kam.

Gott  sey  inen  allen  gnedig  °).

a)  aus  T,  (ein  man  uhn  ehren  sey  oder  soll)  —  in  ehren  St!,  man  ohne  ehr  sey  MI.
b)  alsbald  ausz  den  schrancken  MI.  c)  gassen  am  stättthor  7,  capellen  beym  stetthor  ZH,
d—d)  fehlt  T.  e)  act,  unno  1466  HI,  f)  als  pfaltz  Türckb.  7.  g)  aus  U!;  Optingen
Städt.  rote  Chr.;  Ottingen  St!.  h)  Beger  H\.  i)  Hi  (und  ebenso  die  Städt.  rote  Chr.)
haben  den  Abschnitt  in  einer  ausführlicheren  Fassung:  Über  wenig  jar  hernacher  haben  herr
Thüring  von  Öptingen  ritter  und  einer  genant  der  Beger  von  Strassburg  zu  Hall  mit  einandcr
  kämpffen  wöllen;  die  kamen  ufl  eines  er:  rhats  tagsatzung,  der  Beger  mit  einer
streitaxt  zu  Hall  eingeritten,  der  hette  bei  60  pfardten,  sonder  auch  einen  hübschen  namhafftigen
  rittermässigen  zeug,  sambt  dem  graven  von  Reineckb.  So  kam  auch  auff  solche
zeit  dahin  herr  Thüring  von  Öptingen  selb  4;  auch  randt  ihm  nach  einer  von  Römel,  des
Teutschen  ordens  ein  ritterbruder.  Und  als  sie  zuletzst  einem  rhat  schriben  und  nit  wolten
ablassen  zu  kämpffen,  da  schrieb  inen  der  pfaeltzgraff  Philips  seliger  hochlöblicher  gedächtnusz,
  dero  diener  sie  wahren  mit  lehenpflichten  zugethon,  für  Turckhaim  zu  ziehen.  Da
wurd  berr  Thüring  von  Öptingen  erschlagen.  Dem  Gott  gnad,

macht:  „Jst  kein  Greter,  sondern  ein  Greiter  von  Erikum  vermög  altter  brief,
darinnen  sich  einer  Coniz  Greiter  von  Erikom  geschrieben,  gewessen.“  Einen
Conz  Greutier  von  Erlkum  nennt  auch  das  im  Gem.  Archiv  befindliche  „Buch
der  Urphedverschreibungen“  zum  Jahr  14237  als  einen,  der  „wider  Hall  gethan
hat,  darum  er  sich  zu  einer  Urphed  verpflicht“.  Württ.  Jahrb.  a.  a.  O.  5.  147
benennt  ihn  ebenfalls  Kreutter,  lässt  aber  den  Zweikampf  erst  1485  geschehen.

1)  Die  Schönthaler  Kapelle,  OAHall  171  f.

”)  Die  Wallfahrt  dahin  hob  nach  dem  Ergünzer  zu  Widinans  Chronik
F\.  67  im  Jahr  1401  an.

®)  OA.  Leonberg.

*)  Bei  Schwieberdingen  OA.  Ludwigsburg.

5)  Nach  der  Städtischen  roten  Chronik  (Widm.)  war  es  Pfalzgraf  Friedrich
  (1449—76)  ;  als  das  Jahr,  in  welchem  der  Pfalzgraf  den  Herrn  Ludwig
von  Veldens  bekümpfte,  nennt  diese  Quelle  1470.

6%)  Dürkheim  in  der  Pfalz,  wurde  1471  von  dem  Pfalzgrafen  erobert.

?)  Eptingen,  Cin.  Basel?

°)  Weitere  in  H'noch  aufgeführte  Hallische  Zweikämpfe:  1395,  Sonntag
vor  Michaelis  (Sept.  26),  zwischen  Ritter  Conz  von  Stetten  und  Rüter  Erhard  von

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