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Die  oberzelte  geschlecht  sein  diser  zeit  alle  zu  Hall  gesessen

und  nit  alle  abgestorben.

Urkunde:  Herolt:
Hermannus  Schnewazzer  Schnewasser
Heinrich  (sic!)  Lecher  Lecher
Cunradus  Lettinger  Lottinger  (Lochinger)
Hermannus  Buitingerius  Bittinger
Waltherus  de  Elwangen  Elwanger
Conradus  Scruller  Struller
Otto  orphanus  Weyssen  (=  Waisen!)
Conr.  gen.  (sic!)  Oszwin  ksswein  und  Osatwein
Walther  Laurin  Lavrn
Heinrich  Renlin  Rönlin  (Könlin)
Walther  Colman  Kolman
Walther  Nagir  Nager
Conradus  Gnanne  Gnannen
Heinrich  Schmaltreiwe  Schmaltrey
Heinrich  predicator  Prediger
Conrad  Oswin  Osawein  und  Esswein.

Es  ergiebt  sich  1.  dass  5  Namen  (Iriller  nur  einfach  gezählt)  den  beiden
Verzeichnissen  gemeinschaftlich  sind,  2.  dass  gerade  die  fremdartigsten,  sonst
kaum  wieder  vorkommenden  Namen  wie  Triller,  Leitinger,  Buttinger,  Scruller,
Renlin,  Gnannen,  Lauren,  Waisen  in  der  Urkunde  sich  vorfinden,  3.  dass
Herolis  Reihenfolge  sich  zwar  nicht  ganz,  aber  auffallend  oft  der  Urkunde
anschliesst  (nur  dass  der  Chronist  noch  ziemlich  mehr  Namen  hat).  4.  Endlich
scheint  die  Urkunde  auch  Veranlassung  yegeben  zu  halen  zu  den  irrtümlichen
Doppelschreibungen.  Man  vergleiche

Urkunde:  Herolt:
1.  Lettinger  Leckhinger
Lecher  Lecher,  Lacher
Lettinger  Lottinger
2.  Oszwin  JILisswein
Oswin  Osawein

In  der  Urkunde,  welche  einzelne  Personen  aufzählte,  waren  die  Wiederholungen
ganz  in  der  Ordnung;  ein  flüchliger  Benützer  der  Urkunde  aber,  der  nur  auf
Motivierung  der  Geschlechternamen  ausgieng,  schrieb  sich  alle  Numen  auf  und
hat  dann  begreiflicherweise  nachträglich  die  sich  allzusehr  gleichenden  graphisch
möglichst  differenziert.  Is  hat  somit  hohe  Wahrscheinlichkeit,  dass  Herolt
oder  der  Verfasser  des  Verzeichnisses,  das  sm  vorlag,  diese  Kornhausurkunde
vor  Augen  halte,  die  ja  unter  dem  verhältnismässiy  geringen  Bestand  von
Hallischen  Urkunden  des  13.  Jahrhunderts  in  Absicht  auf  die  alten  Geschlechter
eine  besondere  Wichtigkeit  besass  —  vielleicht  damals  schon  einzig  in  ihrer  Art
war.  Fügt  man  noch  einige  weitere  Urkunden  derselben  Zeit  hinzu,  nämlich
WFr.  IX,  79  von  1291:  Crailsheim,  IX.  78  von  1278:  Leitinher,  IX.  77  von
1263:  Cunradus  Trillir  und  Cunradus  filius  Trilliri,  sowie  die  Wiener  Urkunde
vun  1280  beireffend  Limburg  und  Hall  (bei  lröschel)  mit  den  Namen  Hugin-