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Chronica.  105

(also  haben  sie  noch  der  zeit)”  beyde  sigil!)  --  die  handt,  welche
vormals  die  erbarn  in  irem  rath,  und  das  creutz,  das  der  ander
rath  in  irem  secret  gefuert  —  in”  einem  sigill®  die  hannd  und
das  creutz,  doch  das  iedes  underschidlich  gesehen  würt,  in  rottem
wachs?)  in  einem  sigill  gesetzt,  des  sich  nun  ein  erbar  rath  unnd
oberkeyt  gepraucht”,  unnd  freidlich?)  solch  zu  gedechtnus  in  irer
müntz  der  pfenning,  batzen  und  schillinger  beide  insignia,  hand  und
creutz,  icdes  in  einem  sondern  schilt  gemüntzt®”.

Vonn  der  muntz.

Ein  erbare  oberkeyt  zu  Hall  vonn  wegen  gemainer  statt  hat
macht  unnd  freyheit  geldt  unnd  andere  muntz  zu  muntzen‘).  Als
aber  ein  erbar  oberkeyt  zu  Hall  ongvarlich  anno  domini  1494  die
jetzigen  Hellischen  pfenning’)  zu  müntzen  verordneten,  ınacht  ein

——  -

a)  uus  T,;  wie  dann  noch  der  zeit  sein  St!.  b—b)  statt  dessen:  zusammen  T.  c—c)  statt
dessen:  hand  und  creutz  iedes  in  einem  sonder  schildt  zweiffelsohn  zur  gedechtnusz  gebrauchen
  T.

4)  Über  dieses  Wappen  s.  oben:  „Vom  ersten  Reyiment  und  Ordnung
des  Rats“,  S.  51.

s)  Von  dem  Vorrecht,  auf  rotes  Wachs  zu  siegeln,  handelt  u.  a.  Colland,
Versuch  einer  Erklärung  der  Wappen  der  Stadt  Hall  S.  11,  und  Leist,  Urkundenlehre
  S.  262.

2)  Trotzig,  kühnlich.

*)  Errstmalige  Erwähnung  der  Hallischen  (?)  Münze  in  der  Urkunde  von
1037  WUB.  I,  263,  decem  talenta  ıllius  monetae  (villae  Hallaec).  Die  Münze
war  noch  1319  königlich,  später  städtischha  —  Von  Münzprivilegien,  welche  der
Stadt  verliehen  wurden,  finden  sich  im  Freiheitenbuch  (Gem.  Archiv):  ein  Brief

(önig  Wenzels  1396,  ein  weiterer  1397,  einer  von  König  Ruprecht  1401,  enth.
Bestätigung  früherer  Privilegien.  Über  das  wichtige  Münzgesetz  Wenzels  von
1385  und  über  die  Münzverhältnisse  der  damaligen  Zeit,  besonders  in  den
fränkischen  Gegenden,  s.  Hegel,  Deutsche  Studtechroniken  I,  Nürnberg  1,  S.224  f.

5)  Über  die  Veränderung,  welche  das  Jahr  1494  dem  Hallischen  Münzwesen
  brachte,  lüsst  sich  Urkundliches  nichts  ermitteln.  Jine  Vergleichung  der
in  den  hiesigen  Sammlungen  enthaltenen  alten  Haller  Münzen  ergieht  als  das
Wahrscheinlichste  folgendes.  Während  früher  die  Pfennige  auf  beiden  Seiten
geprägt  waren,  so  dass  die  eine  Seite  die  Hand  zeigte,  die  andere  das  Kreuz
(mit  den  die  Hallische  Münestätte  anzeigenden  Buchstahen  oder  Zeichen),  wurde
jetzt  bei  den  Pfennigen  bloss  eine  Seite  geprägt,  die  andere  leer  gelassen.  Das
Gepräge  bestand  in  den  zwei  nun  nebeneinandergestellten  Schilden  mit  Hand
und  Kreus,  darüber  ein  Adler  (bald  einfacher,  bald  Doppeludler)  mi  ausyehreitelen
  Ilügeln,  alles  dies  umfasst  von  einer  Kranzleiste  („Circumferenz“).
Die  grössern  Sübermünzen  hatten  Hand  und  Kreuz  nebeneinander  auf  dem
Avers,  den  Doppeladier  auf  dem  Revers.  —  Das  eben  beschriebene  Geprige  der
Pfennige  stimmt  mit  den  in  Weinbrenners  Gedicht  enthaltenen  Andeutungen  vull-