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Chronica.  121

Das  hadern  hat  fur  unnd  fur  gewert').  bis  das  man  1515  gezelt,
  haben  sich  die  vonn  Hall  mit  schenkh  Gottfridt”)  vereinigt,  wie
weit  sie  jagen  mögen.  Diser  schenckh  Gottfridt  hat  auch  denen
vonn  Hall  bewilligt,  den  landtgraben  unnd  heeg  bey  Sultzdorfi  °)  zu
machen,  darumb  sie  ime  etlich  gelt  geben.  Aber  schennckh  Erassmus
  sein  sun  understundt  sich  nach  abgang  seines  vatters,  disen‘)
abzutreiben.  Dieweil  es  aber  verbriefit,  must  er  solches  pleibeu
lassen,  wiewol  er  sich  vil  mutwillens  beflissen,  bisz  er  zuletzst  denen
von  Hall  sein  schlosz  Lympurg  zu  kauffen  gab°).

Anno  domini  1511  hat  Eustachius  vonn  Tungenn®°)  ein  fed
gegen  schenckh  Gottfriden  gehapt®.  Nun  aber  hat  diser  von  Tungen
denen  von  Hall  geschriben,  begerendt?  er  wöll  schenckh  Gottfriden
angreiffen,  sie“  sollen  still  sitzen,  er  wölle  inen  ohne  schaden  ziehen.
Dieweil  nun  die  Schenckhen  nit  wolten  gestatten,  das  die  iren  den
graben,  heeg  und  schleg  hülffen  erhalten,  auch  nit  in  die  zent  ziehen
lassen,  sonnder  semperfrey  sein,  haben  die  vonn  Hall  disem®  bewilligt”),
  doch  sie  haben  ire  bawrn  heymlich®  uffgemanet  unnd  sie
in  das  buch?)  bey  Yiszhoffen  ?)  gelegert.  Alsz  aber  die  Tungischen
den  raub  und  baurn  dahin  gepracht,  sein  die  von  Hall  inen  entgegenzogen,
  besehen,  ob  sie  den  iren  nicht  genommen,  auch  gewart,
ob  die  Schenckhischen  das  recht  wolten  anschreyenn,  darbey  sie  diea)

  geführt  T.  b)  beg.  fehlt  T.  c)  bitte  deszwegen,  sie  wolten....  T'.  d)  dem  von
Thüngen  T.  e)  heyml.  fehlt  T.

1)  Akten  über  diesen  Streit  in  einem  hauptsächlich  Rechtsqutachten  enthaltenden
  Sammelband  des  Gem.  Arch.

2)  Gottfried  II.  1474—1530,  OAHall  177;  Prescher,  Limpurg  I,  200.

°®)  Hienach  reichte  ein  Teil  d::s  Limburgischen  Gebietes  bei  Sulzdorf  über
die  Hallische  Landwehr  herein.  Hall  verlangte  auf  Grund  des  Privilegiums
Kaiser  Ruprechis  1306  (s.  unten),  seinen  Landgrahen  auch  durch  dieses  Gebiet
ziehen  und  die  Frondienste  der  Limlnurgischen  Unterthanen  hiefür  in  Anspruch
nehmen  zu  dürfen,  Prescher  II,  210.

*%)  Den  Landgralıen.

®\  S,  oben  S.  70  ff.

6)  Über  diess  Fehde  des  Eustachius  von  T’hüngen  giebt  auch  Prescher
II,  212  nichts  Näheres.  Kine  andre,  gegen  den  Bamberger  Bischof,  Keorg
von  Limpurg,  gerichtete  Fehde  d:sselhen  Ritt:rs  erzählt  Götz  von  Berlichingen,
  der  selbst  dabei  beteiligt  war,  in  seiner  Autobiographie  WEr.  4,  $00  f.
Die  beiden  Fehden  stehen  sicher  im  Zusammenhang  mitwinander.

?)  Die  Haller  haben  damit  die  «infache  Konsequenz  gezogen  aus  dı.r
Weigerung  des  Schenken,  die  Hallischen  Jandwehrprivilsgien  anzuerkennen.

*)  Gehölz.

°)  Ilshofen  OA.  Hull.