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Chronica.  133

Dettingen.  Die  vonn  Hall  sein  uff  ein  zeit  zu  Dettingen!)
in  das  schlosz  gefallen,  haben  Georgen  Raitzen  denn  keller?)  daselbst
gefangen,  in  meinung  gen  Hall  zu  furen,  er  ist  aber  inen  wider
entrunnen’).

Anno  domini  1541,  nachdem  die  graffen  zu  Hohenloe  von  wegen
der  closters  Goldtbach  ?)  die  pfarr  zu  Müncken  zu  verleihen  (haben)
unnd  aber  von  Petri°)  an  dieses  jars  bis®  auff  den  herpst  die  pfar
vacirt,  und  doch  offt  durch  das  pfarrvolckh  bey  der  herrschafft  umb
ein  pfarrherrn  angesucht,  aber  inen  keiner  geben,  haben  die  vonn
Hall  am  herpst  den  zehendtwein  der  pfarr  zugehörig  gesamblet,
auch  den  baurn  den  dreytzehendt  ®)  verbotten®  und  nachvolgendt
im  42,  jar  ein  pfarherrn  darauff  gesetzt,  ime  gnuegsam  competentz
gemacht,  unangesehen  was  die  graven  drawen’)  und  bochen  °®)..

Anno  domini  1543®@°)  hat  man  montag  nach  dem  suntag
septuagesime  ®)  zu  Münckhen  ein  taglaystung  zwischen  denn  graven
zu  Hohenloe  unnd  denen  vonn  Hall  gehapt,  welche  lenger  dann  vierzehen
  tag  gewert  hat,  betreffendt  die  heg,  das  gelaytt,  die  besetzung
deren  pfarrn  Münckhen,  Gailnkirchen  und  Enszlingen?  !°%),  Haben
nichts  sonnderlichs®  auszgericht,  dan  das  der  graff  musz”  priester
uff  die  ernanten  pfründt”  setzen,  die  sich  noch  der  Hellischen”
kirchen  unnd  ordnung  ziehen,  leben  unnd  lehren  sollen.  Es  soll

8)  aus  I'!,  unnderstanden  St!.  b)  bis  uber  dreyviorteljar  I/'.  c)  traydtzohendton  7‘,
traidz  „..  HN.  d)  die  pfarr  von  der  stadt  ausz  verschen  luszen  7’  und  HN.  e)  dem
sie  gnugsames  sularienn  7".  f}  und  botten  haben  7,  u.  buchen  fehlt  II,  g)  1542  7’;
1543  H!,  aber  von  Enslins  Hand  darüber  1542,  h)  bessorung  /1!,  entsatzuug  T".  ji)  angetroffen
  (statt  botreffondt)  IL!  k)  fehlt  II!  l)  muszte  J/'.  m—m)  fehlt  T.

ı)  Döttingen  OA.  Künzelsau,  seit  1465  Hohenlohischh  KW.  III,  554.

2)  Rentbeamten;  s.  Wilel  3,  64  (Georg  Retz)  und  1,  3.4  (Ritz).

s)  Der  Überfall  geschah  vor  1493,  s.  OAKünzelsau  514.

4)  Die  Grafen  hatten  die  seit  den  ältesten  Zeiten  ihnen  gehörige  Pfarrei
Untermünkheim  1382  dem  Kloster  Goldbach  (s.  ob:n  S.  129)  einverleibt,  später
aber  zurückerworben  OAHall  284.

5)  Peterstag  schlechthin  ist  sonst  Vincula  Petri  1.  Ang.,  hier  aber  wohl
eher  Petri  Stuhlfeier  22,  Febr.,  der  gewöhnliche  Termin  für  Amtsbestzllungen.

6)  Getreidezehnten.

7)  Drohen,

©)  Die  ganze  Geschichte  schon  oben  5.  118  in  kürzerer  Fassung.

®?)  OAHall  284  se'zt  wie  T  und  H!  1542;  da  aber  der  Aontay  nach
Septuag.  sehr  früh  füllt  (1543  auf  22.  Jan.),  so  dürfte,  wenn  die  Jahrszahl
1542  im  vorigen  Abschnitt  die  richtige  ist,  1543  vorzuziehen  sein.

10)  Enslingen,  OA.  Hall;  die  Pfarrei  war  Filial  von  Untermünkheim
O4AHall  194,