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Chronica.  135

kutzel!)  wullen.  Hat®  sich  schennckh  Wilhelm?)  in  die  sach  als
ein  nachbaur  geschlageu,  darinnen®  ein  stillstandt'®  gemacht,  das
graff  Albrecht  dennen  von  Hall  iren  wein  sollen  volgen  Jassen,®  unnd
die  sach  hinder  vier  man  gesetzt,  die  unpartheyischen®,  die  sollen
darinnen  erkennen  unnd  dise  vertagen°).  Haben”  ein  taglaistung
gen  Münckhen  gelegt”,  daruff  graff  Albrecht  zwen  doctor,  einen  von
dem  churfursten  zu  Heidelberg®,  den  andern  vom  marggraven  von
Branndenburg”,  die  vonn  Hall  ein  doctor  vonn  Nürmberg  unnd  ein
von  Heilpronn®.  Dise  haben  aber  nichts  auszgericht,  dann  die  vonn
Hall  haben  die  sach  nit  wöllen  von  handt  geben,  sonnder  ir  recht
vorbehalten,  sein  also  ohn  endts®  voneinander  geschieden  ®°).

Fürnemlich  bew  zu  Hall  geschehen.

Langenfelder  thor.  Anno  domini  1431”  hat  man  das
Langenfelder  thor°)  erstlich  gemacht  und  denselbigen  thurn  angefangenn
  zu  bawen  unnd  das  thor  in  der  Keckhengassen  ”  °),  das  hinaus

a)  Letzlich  aber  hat  7.  b-—-b)  fehlt  T.  c)  nach  friden  zu  machen  getracht,  graff  A.  ermahnt,
  das...  //!.  d)  dinstag  nach  Andreae  (Jez.  2)  1544  haben  rie  abermal  ein  taglaistung
zu  Muncken  gehalten  ZT.  e)  unpartheiisch  sein  /I!.  f—-f)  fehlt  H!.  g)  Sebastian
Haugen,  lector  M?.  h)  N.  licontiat  (Name  leer  gelassen)  H'.  i)  die  von  Hall  haben
gehabt  doctor  Hellen  von  Augspurg  und  der  burgermaister  von  Hailbronn  H'!;  Haylbronn
darzu  beschrieben  7.  x)  unverrichter  handlung  7.  1)  in  T  folyt  nun  eine  dem  Zusammenhang
  fremde,  ohnchin  auf  das  Juhr  1554  sich  beziehende  Erzählung  einer  Fehde  zwischen  Markyraf
  Albrecht  von  Brandenburg  und  dem  Bischof  ton  Würzburg.  m)  1031  T.  n)kircheugassen  7‘,

1)  Mutwillen.

»)  Wilhelm  III.  zu  Gaildorf,  1498—1552,  OAGaildorf  93.

°%)  Zur  rechtlichen  Entscheidung  bringen.

*%)  Diese  von  beiden  Seiten  mit  viel  Geräusch  in  Scene  gesetzte  und  doch
ohne  jegliches  Blutvergiessen,  ja  überhaupt  ohne  alle  Entsch-idung  tverlaufene
Expedition  bot  reichlich  Stoff  zu  satirischer  Behandlung.  Sie  hat  denn  auch
einen  poetischen  Bearbeiter  gefunden  in  dem  ungenannten  Verfass?r  d.s  Colloquium
  militare  (s.  unten  Nr.  IV.),  eines  in  Hans  Sachsıns  Manier  gehaltenen
Wechselg:sprächs  zwischen  drei  Landsknechten  Huuz  Pleckzahn,  sSeifried
Tegenstorz  und  Jächle  Frydubel,  die  sich  im  Oktober  1544  auf  der  Strasse
nach  Iunslingen  von  ungefähr  treffen.  Wir  erfahren  aus  diesem  zum  Teil  mit
derbem  Humor  behandelten  Schwank  unter  anderem,  dass  der  Hallische  Zeugmeister
  Kraus,  der  Hauptmann  Haas  geheissen,  dass  die  Wayenbury  mit
Ochsen  bespannt,  di:  Proviuntwiägen  mit  Speck,  Erbs.n  ul  Sauerkraut  beladen
  waren,  und  dass  die  Bauern  mit  ihren  Mistyabeln  dahrrgezogen  kamen.
Uhrigens  habe  man  zu  Hall  die  Sache  mit  yrosser  Gemächlichkeit  betrieben,
und  nirgends  sei  mehr  Lüyens  und  Rühmens  zu  sehen  als  eben  hier.

5)  Östliches  (noch  stehendes)  Thor  auf  der  Strasse  nach  Crailsheim.

°)  Jetzt  Untere  Herrengasse,  Strasse  nach  Unterlimpurg.