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Chronica.  143

solchen  alten  thura  der  siben  bürg  innen  gehapt*,  darinnen  die  alt
trinckhstub  deren  von  den  geschlechtenn  geweszen’),  unnd  sie  aber
ire  heuser  Volckhen  vonn  Roszdorff?)  (im®  testament  verschafft,  hat
ein  ehrbar  rhat  gedachtem  Volckhen  von  Roszdorff®)  achthundert
guldin  fur  solche  heusser  geben.  Also  hat  ein  seckhler  denn  thurn
kaufft  unnd  ein  laden  aus  der  trinckhstuben  gemacht,  das  itzo  der
zeit  die  vonn  alten  geschlechten  kein  drinckhstub  mehr  haben,  sonnder
  uff  gemaine  trinckhstuben  gehn.

Newthurn  bey  dem  Langenfeldt.  Anno  dominri  1515
hat  sich  ein  erbar  rath  mit  schenckh  Gottfriden,  herrn  zu  Limpurg?),
viler  spen  halben  verainigt  des”  gejegs  unnd  annder  halben,  haben
vil  marckhstain  gesetzt“,  unnd  ime  bewilligt  ein  zollhaus  oben  bey
dem  Lanngenfelder  thurn?)  zu.  machen,  doch  angezaigt,  wie  weit  dis
sein  soll.  Gedachter  Schennckh  vermaindt,  so®  ime  das  zollhaus
nechst  bey  dem  thor  gestattet,  er  wolt  damit  alle®  oberkeit  unnd
gefreisch  einfahen.  Aber  ein  erbar  rath  bawet  den  thurn®°)  hinaus
fur  das  zollhaus,  dardurch  ime  sein  furnemen  geprochen  unnd”  sie
alle  oberkeit  unnd  gefraisch®,  soweit  die  heeg  und  schleg  geth,  behalten.


Gefuettert  graben.  Anno  domini  1526»  am  nechsten  jar
nach  dem  baurnkrieg  hat  man  angefanngen  den  graben  iennerhalb  ”
Kochens  von  dem  kleinen  pollwerckh®)  an  fur  unnd  fur  bis  herab

a)  weiche  den  thurn,  da  die  alte  trinckstub  der  geschlecht  der  sybenbürger  gewesen,  innen
gehabt  H\.  b-b)  aus  Hi  und  T,  fehlt  Sti,  statt  verschafft:  vermacht  T.,  c—c)  fehlt  T.
d—d)  fehlt  H\.  e)  den  eussern  th,  Mi.  t—N  fett  T.  g)  gefraist  H!,  h)  aus  T;
1516  St!,  Die  Korrektur  ergiebt  sich  übrigens  aus  dem  Zusammenhung  von  selbst.  i)  ienseits
  T',

1)  Überdiese  Geschlechtertrinkstube  und  den  „Siehenbürgenturm“  s.  Hausser,
Schw.  Hall  76f.  Das  dort  über  die  Eigen  als  Besitzer  des  Turms  Gesagte  ist
dahin  richtig  zu  stellen,  dass  nach  KHR.  Hans  von  Rinderbach  um  1496  und
149?  den  Turm  samt  Zugehör  an  sich  brachte,  1499  aber  mit  seiner  Ehefrau
Sibylla  Egen  für  1000  fl.  wieder  veräusserte.  1518  kaufte  ihn  dann  Antonius
Hofmeister,  der  Egen  zweiter  Mann,  um  700  fl.

2)  Volk,  Abkürzung  von  Volkhard  oder  Vollknand;  über  die  Rossdorfe
s.  oben  9.  56.

s)  Gottfried  II.  7  1530,  Prescher  I,  200.  212.

*)  Gemeint  ist  hier  das  alte  (später  als  „inneres“  bezeichnete)  Langenfelder
  Thor,  das  unmittelbar  östlich  von  der  Michaelskirche  gestanden  haben
muss,  KHR.  und  Hausser,  Schw.  Hall  55.

6)  Das  jetzt  noch  stehende,  früher  als  „äusseres“  unterschiedene,  J,angenfelder
  Thor.

6)  Die  den  „Weiler“  umgebende  Befestigung.