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Chronica.  147

sich  vergessen”  —  unnd  wie  man  sagt,  es  widerfert  keim  weisen
man  kein  kleine®  thorhait  —  hat  die  kelter  iennerhalb  Kochens'),
die  sein  war,  dem  schennckhen  zue  Limpurg  on  wissen  eines  erbarn
raths  verkaufit.  Weil  aber  gedachte  keltter  in  der  burger  recht”
begriffen,  auch  kein  burger  einem  auszwendigen  kein  gut  verkauffen
darff  on  wissen  eins  erbarn  raths,  hat  ine  ein  erbar  rath  beschickht.
Als  er  aber  aus  der  rathstuben  gieng  unnd  die  eusser®  thuer  verschlossen®,
  merckht  er,  das  man  mit  ime  dem  thurm  zu  wolt.  Er
het  aber  ein  schlussel  zu  der  cautzleythür”,  schlusz  dieselbigen  uff,
als®  ob  er  inn  die  schreibstuben  gehen  wolt®,  gieng  aber  zu"  dem
newen  rathhaus  hinab,  fluhe  in  das  barfüessercloster  in  die  freyheit?).
  Er  tagleistet  hernach  lang  mit  denen  vonn  Hall,  zuletzst
kam  er  hinweg,  ward  assessor  im  cammergericht”?);  er  besorgt,  es
würt  im  gien  wie  Hansen  von  Stetten,  dem  man  den  kopff  vor  deın
rathausz  abschlug.  Darvon®  oben*).

Anno  domini  1529  hat  man  vier  rathsherrn  uff  ein  jar  aus
dem  rath  gesetzt,  Betz  Voulckhen  von  Roszdorff,  Reinhart  Truchtelfinger,
  Michel  Seubeten”°),  Josz  Sultzer,  darumb”  Jas  sie  so  hefftig
wider  das  evangelium  getobt  haben.  Also”  haben  sie  sich  selber
herab  geritten»,  Im  andern  jar  hernach  hat  man  Herman  Büschler
  aus  dem  rath  gesetzt.

Anno  domini  1532  donderstag  nach  der  aschen  mitwoch®)
haben  die  vonn  Hall  Erasmus  Büchelberger,  der  zu  Santzenbach  im
schlosz  ?)  gesessen,  gfenglich  gen  Hall  füren  lassen  unnd  in  das  gewelb
  uff  dem  Sulfferthurn  ®  ®)  glegt  von  wegen  etlicher  schuldt  ?),

a)  vergriffen  H!.  b)  kein  schlechte  7.  c)  aid  und  recht  H!.  d)  euszerste  7.  e)  verschl,
  fande  T.  f—f)  fehlt  T.  g—g)  fehlt  T.  h—h)  stutt  dessen:  zur  cantzley  hinauss  IT!.
i)  assessor  zu  Bpeyr  T.  k)  wie  hernach  bald  meldung  beschicht  T.  ])  Seybodten  T.
m—m)  fehlt  T.  n—n)  fehlt  HM,  0)  Sulvergewölb  H!.

ı)  Der  Kaufbrief  über  Erwerbung  dieser  Kelter  durch  Mangolt,  Montag
nach  Exaudi  (Mai  13)  1510,  ist  noch  vorhanden,  Reg.  in  KHR.  Die  vor  dem
Weilerthor  gelegene  Kelter  kostete  mit  Zubehör  519  fl.

7)  Das  Asyl  auf  Klosterboden.

s)  Zu  Speier;  vor  seinem  Haller  Amt  war  er  auf  der  Ileidelbergischen
Kanslei  gewesen  (hreiheitenbuch).

*%)  In  Wirklichkeit  folgt  der  Abschnitt  erst  unten.

s)  Seubet,  volksmässiye  Aussprache  von  Seuboth.

©)  15.  Februar.

?)  Darüber  s.  oben  S.  67.

e)  Turm  und  Gewölle  sind  noch  erhalten,  letzieres  wurde  namentlich  im
Bauernkrieg  stark  zur  Unterbringung  von  Gefangenen  gebraucht.

9,  Geldschulden;  Büchelberger  hat  sich  1545  noch  verschreiben  müssen,
„nachdem  er  viele  ladungen  vor  den  rat  und  das  einigungsgericht  ungehor-