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Chronica.  149

und  gelopt  ein  erbar  rath  ein  waldtfahrt  geen  Regenspurg  zu  der
schönnen  Marien,  liessen  darnach  abconthrawein®  dis  holtz  unnd
gewesser  uff”  ein  taffel®,  die  schickhtenn  sie  mit  sampt  irem  verheissen
  opffer®.

Anno  domini  1529  an  sant  Veits  abenndt®')  hub  es  zu  mittag
an  unnd  regnet  bis  morgens  wider  umb  mittag,  setzt”  an  einem
regen®.  Da  ward  der  Koch  also  grosz,  das  alles  gewerd’°)  im  haal
erdranckh.  Es  warff  vil  holtz  im  ackher?),  stainach,  und®  oben  in
den  weiden”  uff  dem  kysz  vil  alts  und  news  holtz  umb,  das  schub
sich  also  gewaltig  hinein  in  den  pferrich?),  das  der  grosze  flusz  beim
Mayersheuszlin  hinab  dem  werckhhaus  zuflusz,  Dazumal  thet  es
auch  derselben  segmüllen  gar  groszen  schadenn,  dıszgleichen  vor  nie
geschehen;  es®°  sties  das  heimlich  gemach  uff  dem  Underwerth®
umb®),  flusz  vil  holtz  und  wasser  uber  denn  underwerth,  es  hat  den
siedern  ob?  tausent  guldin”  schaden  im  haal  gethon.  Dis  gusz  hat
am  Neckher  vil  pruckhen,  schewren  unnd  heusser  weggefürt,  sein
vasz  voll  weins  zu  Haylprunn  im  Neckher  umbgefangen*’  worden.
Davon”  in  andern  cronickhen.

Anno  domini  1529  am  sontag  nach  Nicolai?)  kam  regenwetter”,
  also  das  der  Koch  so  gros  war,  das  aber  das  gemaine  haal
ertrannckh,  unnd  eines  gemainen”  schuch  höher  dann  vorgeschriben  .
Derhalben  warff  es  den  pflegern  unnd  siedern  in  weyden?  unnd  uff
den  gartten  etwa  vil  ganntz  hauffen®  umb,  gieng”  hernach  herein
in  denn  pferrich,  oben  in  spittalgartten®)  hindurch  geprochen  unnd
flosz  also  durch  das  gewelb  bey  dem  thorbeuszlin  schnell  durch  hinweg,
  das  vormals  nie  erhört,  auch  nam  es  das  holtz  vor  den  thurlichen?)
  gemeinlich  hinweg.

&amp;)  abconterfähen  T.  b—-b)  fehlt  T.  c)  das  yborantwortet  berr  Jucob  Vayhinger  H';
durch  zwen  rhatsherrn,  Jakob  Veliinger  unnd  Hannsz  Köllern  gen  Regenspurg  zu  uberantwortten
  T.  d)  Veitstag  zu  mittag  T.  e—e)  fehlt  T.  N  und  widen  umb.  Das
übrige  fehlt  bis  holts  umb  M\.  f—f)  fehlt  7.  g—g)  fehlt;  statt  dessen:  sties  vil  seyller
under  den  linden  auff  dem  underwerth  umb  7.  h)  vil  schritt  hinder  sich,  stiosz  vil  seulen
umb  und  hat  den  siedern  ...  H'.  i—i)  fehlt  T.  k)  aufgefaugen  7.  1-—I)  fehlt  II,
m)  regen  unnd  ungewitter  ’._  n)  gemainen  fehlt  H!.  o)  als  vorınals  stiege  T.  DP)  woydach
  T.  q)  hauffen  holtz  7".  r)  brach  vben  .  .  hindurch  T.  8)  thürlin  ZI!,

)  14.  Juni.

2)  =  Gewerk,  Schöpfeinrichtungen  ?

%)  Das  jetzt  noch  so  genannle  flache  rechte  Kocherufer  oberhalb  der  Stadt.
*)  Vorrichtung  zum  Aufhalten  und  Einfangen  des  Flossholzes.

8)  12.  Dezember.  |

%)  Wohl  der  Platz,  auf  welchem  jetzt  das  Landesyefingnis  stelt.

?)  Fränkische  Deminutivform  für  Thürlein.