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Chronica.  157

zwischen.  Scheffaw  unnd  Hopffach  !')  zu  einem  wag’)  an  die  Byller”,
drawten  ime,  er  solt  dem  vorigen  pfarherr  wider  weichen?  unnd  sein
gerechtigkeit  ubergeben,  wo  nit,  so  wolten  sie  ine  ertrenckhen.  Er
aber  wolt  nit  abstehen.  Da  nammen  sie  ine,  gürtteten  ime  die  juppen
zu,  schuben®  ime  den  busen  und  ermell  voll  stein,  warffenn  in  in
den  wag,  unnd  als  er  wider  ausser  was®  kriechen,  warff  einer  ine
mit  einem  stein  an  den  kopf,  das  er  hinder  sich  fuele  unnd  ertranckh,
daher  diser  wag  noch  heutigs  tags  der  pfaffenwag°)  genennet  waurt..
Diser  cordisan,  der  ertrencklit,  gehört  einem”  zu,  der  der  Bemberger
edelleut  war  ®).

(Bald®)  hernach  (begab  es  sich®),  das  herr  Jeorg  von  Bembergs
  weib,  was  in  dem  wildtbadt  gewesen,  kam  bey  nächtlicher  weil
fur  Conberg,  begert  (nacht)herberg”,  der  apt  aber  nit  anheims.
Wart  ir  zu  antwurt,  sie  dörfiten  niemant  einlassen,  weyl  ir  gnediger
herr  der  apt  nit  anheimbs  .wer”,  sie  solten  hinab  gehnn  Steinbach
in  das  thal  faren,  funden  sie  gutte  herberg®.  Da  sie  aber  hinfueren,

a—a)  fehlt  T.  b)  Aus  T,  wo  die  Stelle  laute:  wo  er  nicht  gutwillig  dem  vorigen  pfarrherrn
  weichen  und  seine  gerechtigkeit  ubergeben  wolte.  St:  den...  pfarrherr  wider
weyhen.  c)  zusammen  H\.  d)  fülleten  ihme.  e)  herausz  wollt  kriechen  7.  f)  einem
von  Bemberg  zu  Hi,  g)  Aus  T  und  H!,;  hernach  das  herr  Jeorg.  v.  B.  weib,  was  .  .  .„  St!.
“  h)  aus  T  und  H!  (begerte  da  die  nachtherberg)  ;  nach  herberg  St!.  i)  anheimisch  war  T.
k)  da  wölt  man  sie  auszlösen  ;  also  fur  sie  in  einem  tratz  fürsusz  unnd  warff  wegen  der
ünstern  nacht  in  Hessenthaler  steigen  den  wagen  umb  Hi.

!)  Unterscheffau  und  Hopfach,  südwestlich  von  Reinsberg  an  der  Bühler.

5)  Wag  =  Strudel,  s.  oben  bei  „Steinwag“  S.  68,  Anm.  4.

s)  Auch  Pfaffengumpen,

4)  Genaueres  über  diesen  Vorgang  ist  zu  entnehmen  aus  der  im  Gem.
Archiv  befindlichen  Abschrift  eines  kaiserlichen  Urteilsbriefs  „zwischen  Conrad
von  Bebenburg  und  denen  von  Hall  einer  vermeinten  acht  halber,  als  der
nfarrer  su  Reinolsberg  entleibt  und  die  von  Hall  Conrad  von  Bebenburg  21  seiner
heifer  gehenkt  haben“,  gegeben  Frankfurt,  U.  L.  Frauen  assumptionis  (Aug.  15)
1442.  Aus  diesen(?)  Akten  hat  Bauer,  Wr.  1847,  10  f.  eine  Darstellung  des
Thatsächlichen  gegeben..  Darnach  hiess  der  Curlisan  Berchtold  von  Rothenburg;
  er  hatte  die  Pfarre  schon  Jahr  und  Tag  besessen,  nach  gewaltsamer  Vertreibung
  auch  die  Hilfe  des  Würzburger  Bischofs  und  eine  Bestätigung  seines
Bechts  vom  Basler  Konzil  erlangt  und  war  durch  den  Bebenburger  als  Beauftragten
  des  Würsburger  Bischofs  in  seine  Pfarre  wieder  eingesetzt  worden.
Die  Haller  hatten  ihn  dann,  als  er  vom  Altar  und  hl.  Sakrament  wegging,
zum  Wasser  gesogen  und  als  er  „gebrestens  und  dünne  des  wassers  wegen
nicht  ertrinken  mocht,  sein  haupt  ihm  mü  steinen  eingeschlagen  und  den  toten
an  einen  baum  gehüngt“.  Dies  ist  übrigens  die  Darstellung  des  Bebenburgers.
Nach  einer  anderen,  OAHall  323,  gogen  sie  ihn  an  cinem  Seil  im  Wasser  hin
und  her,  bis  er  ertrank.  In  Bruder  des  kErtränkten  war  ein  Dienstmann  Conrads
  von  Bebenburg.