164  Johann  Herolt

abent!)  verprent.  Er  ist  gen  Wolpertzhaussen  ?)  bey  nacht  kommen,
ein  liecht  in  eines  baurn  haus  gesehen,  unnd  als  er  fur  das  baurnhaus
  geritten,  hat  der  baur  ein  gespant  armbrust  gebapt  unnd  geschrien,
  her,  her!  Alsdan  ist  er  darvon  geritten,  vermaint  die  baurn
weren  gewarnt,  hetten  ein  hinderhuett®.  Diser  Rosenberger  ist  uff
ein  zeit  in  baurnkleidern  ®  mit  besemen  gen  Hall  uff  den  marckht
gangen,  die  besem  feil  gehapt,  was”  seltzamer  konhait  zu  volapringen
  furgenommen®.  Es  hat  ine  aber  ein  schmidtknecht  gesehen,
  der“  hat  in  kent®;  da  hat  der  von  Roszenberg  ine  gepetten,
  er  solt  stilschweigen  und  zu  ime  kommen,  er  wöll  sein
lebenlaug  ine  bey  im  behalten®.  Dem  hat  der  knecht  gefolgt,  sein
beed  unwissent  eines  erbarn  raths  zur  stait  hinaus  ganngen  ”.  Nach
ettlichen  jarn,  als  der  krieg  verricht,  bat  herr  Conradt  Schott  ine
rathgefragt®,  er  sey  willens,  die  vonn  Hallb  zu  kriegen,  was  er
rath,  Darauff  herr  Georg  geantwurt,  er  rath  dis  nit;  ime  sein  seine
eyssin,  die  er  in  iren  staigen  abgeritten  hab,  von  den  vonn  Hall
nit  bezalt  worden.  Er  hab  die  von  Nürmberg  auch  kriegt,  die  wolt
er  noch  lieber  kriegen  unnd  ehe  inen  etwas  abbrechen  dan  denen
vonn  Hall.  Also  ist  herr  Conradt  Schott  von  seinem  furnemmen
abgestanden”°),  Groszheintz  unnd  sonst  ein  reissiger,  beydt  Georg
von  Rosenberg  knecht,  hat  man  gefanngen  unnd  zu  Hall  köpfft.
Neusser  krieg.  Anno  domini  1474  hat  der  hertzog  von
Burgundt  Neus‘*)  die  statt  belegert,  ein  ganntz  jar.  Wider  den  ist
der  kayser  zogen,  hat  das  reich  uffgemant,  ist  marggraff  Albrecht
hauptman  geweszen.  Da  ist  Maximilianus  heurat  beschloszen.
Niclaushaussen.  Anno  domini  1476  war  die  walfart  gen
Niclaushauszen  °)  in  Franckben.  Die  erhucb  sich  also.  Ein  bauckhena)

  das  doch  nit  war;  sonsten  hette  er  den  flecken  in  brand  gesteckt  H!.  b)  in  b.  verwandelt
  Zi.  c—o)  fh  T.  d—d)  fehlt  M\.  e)  lebenlang  ihm  gnug  geben  Hi;  1.  i.
gn.  geben  und  nit  verlaszen  7".  f)  dise  vehde  ist  hernacher  zu  Hall  uff  dem  newen  raathausg
  gethaidingt  und  durch  ettliche  vom  adel,  so  hierzu  gebraucht,  vertragen  worden  HI.
g)  ihm  angezeigt  T.  h)  wegen  des  schlosz  Meyenfels,  daran  er  auch  thail  gehabt,  von
inen  zerstört  Mi.  i)  und  wurd  letzlich,  als  er  mit  Hans  Thoms  von  Apsperg  den
8:  (=  Schwäb.)  bund  helffen  kriegen,  vorm  margraven  verklagt;  der  ihne  su  sich  gehn
Kadelsburg  gefordert,  sachen  halb,  so  er  vernemen  werd.  ine  alda  bey  nacht  auf
einem  teppich  knient  enthaubt  Hi.

1)  28.  September.

»)  0A.  Hall,  westlich  von  Ilshofen.

®%)  Über  diesen  Rosenberger  s.  WFr.4,  19  und  9,  209,  wo  übrigens  nicht
mehr  gegeben  wird,  als  der  Chronist  bietet.

4)  Neuss  bei  Düsseldorf;  die  Belagerung  dauerte  11  Monate,  von  1474
bis  1475.

&amp;)  Nördlich  von  Tauberbischofsheim  am  Main.

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