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Chronica.  175

nimmermehr  in  altem  regiment*  bestehn,  so  sy  nimmer  zu  Hall
weren.  Aber  Gott  lob  unnd  dannckh,  Hall  hat  seither  von®  tag
zu  tag?’  zugenommen.  Also  erhept?  Gott  die  demüetigen  unnd
stürzt  die  hoffertigen.

Nachgeschribne  geschlecht  haben  der  zeyt  ir  anweszen  zu  Hall

gehapt,  nachdem  aber  inen  dasz  regiment  enntwendt,  seyn  sy

nach  solchem  zwitracht  ausz  Hall  gefaren  unnd  seither  kein
stett  anweszen  mehr  zu  Hall.

Ruedolff  Nagel  mit  seinen  sünen  bat  die  burgerrecht  uffgeben,
ist  gen  Eltershoven  gefaren  unnd  sich  hinfuert  Eltersböver  genant.
Vonn  iren  beeden  wappen  oben  bey  den  Eitershöver.  Dise  seine
sünne,  nachdem  ir  vaiter  im  baurnkrieg  zu  Weinsperg  umbkommen,
haben  sie  das  schlosz  verkaufft,  das  gelt  fursten  geliehen  und  ®
dienen  denselbigen®.

Die  Rinderbach,  Veit  unnd  Bernhart,  haben  lang  mit  den  vonn
Hall  kriegt  vor  recht®  !),  zuletzet  ire  guetter  einem  rath  zu  kauffen
geben,  was  in  der  landtwehr  begriffen.  Ir  wappen  ist  ein  gelber
strich  geringsweis  dem  schilt  nach  herumb,  oben  an  den  zway
eckhen  und  unden  an  der  rund  an  icdem  ortt  drey  gilgen  gleich
wie  ein  kleeplatt  auch  gelb  in  einem  schwartzen  feldt;  uff  dem
helm  ein  kron,  darein  ein  schwartzen  schwannengekrempten??)  hals,
des  kopff  ein  gelben  schnabel?.  Also  ist  keiner  mer  zu  Hall?).

Wernher*)  unnd  Philip  Keckl  sein  beraus  gefaren;  haben
noch  ein  brueder  dinnen,  ist  nit  durchein  witzig®,  unnd  ein  alte
schwester.  So»  dise  sterbenn,  hatt  das  geschlecht  zu  Hall  ein
endt®,  Ir  wappen  ist  ein  plower  strich  uberzwerch,  darinnen  drey

a)  ein  alt  regiment  T.  b—b)  »tutt  dessen:  dapffer  Hi.  c)  erhöhet  T.  d—d)  fehlt  T.
e)  von  Hall  gerecht  T.  f)  schwartzer  gekrümbter  schwanenhalsz  mit  einem  gelben
schnabel  T.  g)  nit  durchausg  bachen  T.  h—h)  fehlt  T.

1)  Akten  über  diesen  Prozess,  der  durch  ein  „gefreites  Gericht“  mit
Richtern  von  Hall,  Rothenburg,  Heilbronn  und  Dinkelsbühl  zur  Entscheidung
kam  und  im  Jahr  1516  spielte,  sind  erhalten  in  den  „Städtakten“  Bad.  I,
fol.  423  ff.

2)  Schwanenartig  gekrümmten.

ı)  Bernhard  von  Rinderbach  lebte  in  Crailsheim,  ebenso  Michael  von  R.,
der  1573  dort  starb,  OACrailsheim  200,  222.

*)  Werner  Keck  zog  nach  Crailsheim,  wo  er  mit  Ad.  Weiss  und  Brenz
befreundet  wurde  (nach  Mitteilung  Bosserts).