176  Johaun  Herolt

gelb  mündlin®')  in  einem  weissen  veld,  uff  dem  helm  zwen  weisz
flügel  mit  strichen  unnd  mendlin  wie  im  schilt?®).

Doctor  Eittel  Senfft?),  Melchior  unnd  Philip  Senfit  haben  das
wasserhaus  zu  Münckhen'!)  gebauet,  farin®  hin  und  her,  pliben  au

keinem  ort,  der®  wappen  oben  angezaigt.  Es  sein  auch  noch
etlich  zu  Hall”.

Hans  Schaltheisz  ist  herauszgefaren,  hatt  ein  bruder  Heinrich
genant,  der  ist  zu  Hall  pliben,  hat  kinder  verlassen.  :  Ir  wappen
ist  ein  rotter  löwe  in  einem  weissen  veld  mit  drey  sternen‘  ubereckh,
  uff  dem  helm  ein  rotter  lew.

Die  Volenderin  die  wittfraw°)  mit  iren  sinnen®)  [haben]
auch  das  burgerrecht  uffgeben.  Ir  wappen  ist  ein  getreibter”  ’)
schwartzer  weinkopfl°)  in  einem  gelben  feldt,  ein  solohen  kopff-  uff
dem  helm  zwischen  zwayen  gelben  hörnern.

Asslin  Beckh®°’)  von  Gmündt  hat  ein  Senfftin  gehabt,  ist
herausgefaren  uff  ein  schlosz  Eszelberg  genant,  das  nach  seinem

a)  mddtlin  T.  b)  fubren  T  und  H!.  c)  gefiel  in  kein  orth  71.  d—d)  fekli  T.  e)  stremen
  7’  (nach  der  Wappenzeichnuung  in  Widmans  Chr.  sind  ex  Sterne,  wie  St!  hat).  f)  gthrütter
  7.  g)  Ahelm  Bockh  T.

1)  =  Möndlein.

»)  Ihr  Name  ist  noch  in  den  Keckengassen  (gewöhnl,  Herrengassen  genannt)
  erhalten,  in  denen  sie  einst  besonders  zahlreich  vertreien  waren.  Der
letzte,  Philipp  Keck,  starb  nach  der  Widmanschen  Chronik  1593  zu  Unterlimpurg.


*)  Über  die  Senften  s.  oben  bei  den  Sulmeitern  S.  74.  Eiüel  Senft
studierte  su  Padua,  Bologna,  Rom  und  Siena,  promovierte  an  leisterem  Ort
1512,  wurde  sofort  Advokat  und  Prokurator  am  Kammergericht  su  Speier,
1525  Kanzler  des  Pfalzgrafen  Heinrich  im  Stift  Ellwangen  und  war  1530  im
Dienst  des  Kurfürsten  Joachim  I.  von  Brandenburg  Beisitzer  am  kaiserlichen
Kammergericht,  }  1534;  Mitverfasser  der  Senftenchronik.

4)  Über  dieses  Wasserhaus  und  den  Bildschnitser  Melchior  Senft  s.  oben
bei  „Münkhen"  S.  76.

5)  Ludwig  Volland,  Licentiat  der  Rechte,  mit  den  Rinderbach  verschwägert,
war  nach  KHR.  um  1499  Eigentümer  des  Turms  samt  Zubehör  unterhalb  des
Fischmarkts  geworden,  seine  Witwe  Anna  verkaufte  das  Anwesen  wieder  15123
an  Anna  Schultheissin  ihre  Mutter  um  1000  fl.

6)  —  Söhnen.

7)  Gedrehter.

8)  Weinbecher  oder  -kanne.

%)  Nach  dem  Senftenbuch  Erasmus  (abgek.  und  mit  Deminutio  Asslin)

'arbeck  von  Gmünd,  Sohn  des  Thomas  Warbeck,  Bundesrats.  Er  kaufte  die
an  der  Brenz  bei  Herbrechlingen  OA.  Heidenheim  gelegene  Eselsburg  (K.  W:
III,  543).  Seine  Ehefrau  war  Sophia,  Tochter  eines  Eitel  Philip  Senft;  die
2  Söhne  des  Ichepaars  waren  Wolf  Wilhelm  und  Viacarus  (sich)  von  Esels-10



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