152  Johann  Herolt

christag  mit  recht  verurtheilt  zu  dem  todt,  und  ist  eutheupt  worden.
under  den  galgen  graben,  darumb  das  er  das  sacrament  nit  wolt
entpfahen  noch  beichten.

Also  ward  der®  krieg  gericht  unnd  alle  aus  sorgen  gelassen”,
  die  Straussen  beistand  getbon  unnd  bilfiich  gewesen.

Man  bat  drey  von  Straussen  wegen®  zu  Hall®  geviertbeilt;
die  zwen  letzten  solten  gebolfen  haben,  das!)  Kupffer  verprent,  unnd
die  schlüssel  zu  der  wehrren?)  geholt  haben.  Die  viertheilt  man
zumal.  Denn  ersten  viertheilt  man  allain  umb  Joannis  baptista').
Der  widerrufit  uff  der  köpffstatt'),  als  man  ime  vor  den  kopff  abschlug,
  alle  seine  urgicht.  Umb  zwölffe  bernach  —  wie  er  sein
unschuld  anzeigt  unnd  darufl  starb  —  schlug  das  wetter  in  sant
Michels  thurn  oben  bey  dem  knopf,  trang  unden  uf  dem  gewelb
damiten  durch  den  einen  pfeuler  heraus,  das  der  stain  schifier  gab°).
Was  aber  die  ursach  solches  donnerstreichs,  das  weist  Gott  der”
almechtig.  Der  wölle  uns  gnedig  und  barmbhertzig  sein  durch  Jesum
Christum.  Amen.

Lehenfelsz°®).  Anno  domini  1515  hat  Daniel  Treuttwein  2‘)
Wilbelm  vonn  Velberg,  welcher®)  der  zeit  ein  amptman  zu  Werdeckh
  ?’)  war,  als  er  am  auffertag®'°)  gen  Michelbach  !')  wolt  reitten
und  mit  dem  pfarher  zu  morgen  essen,  gefangen,  von  wegen  Jeorgen
vonn  Velberg,  den  er  —  der  dazumal  noch  jung  —  uff  dem  gejeigt
  bey  Werdeckl  geschlagen’!  unnd  zu  glüpten  genommen’),

a)  der  dreijährijg  Mt.  %)  unnd  also  alle  sorg  hingelegt  7.  c)  die  sein  holffer  waren  41  '-dı

  zu  Hall  fehtt  T.  e)  das  fehlt  TV".  ff)  fehlt  MV.  g)  Trautwein  7  h)  auffartstag
  I,  i)  dem  er  noch  einen  jungen  .  .  .  geschlagen  T.
1)  Als  Artikel  zu  denken:  das  (Dorf)  K.
?)  Verschliessbare  Fallen  oder  Iiegel  an  der  Hey.
s)  24.  Juni.
9)  Die  Köpfstatt  oder  „enthauptstatt®  war  nach  Widmans  Chronik  auf
der  Anhöhe  oberhalb  der  Nikolauskapelle  (Galgenberg).
8)  Syplitterte.
6)  T.enfels,  bei  Kuppertshofen  OA.  Gerabronn,  ron  1409  an  Velbergisch.
Ki  3  501.
’)  Ühır  ihn  x  oben  5  59:  er  wurde  später  Anıtınann  zu  Bo.«cherg.
%)  Der  Satz  mit  welcher  .  .  ist  auf  Treutiwcin,  der  mit  als  auf  Velbergy
z4#  Zichen  (8.  Nlädt.  grüne  Chronik).
»)  Bei  Beimbach  0A.  Gerahronu,  Hauptort  der  chemaligen  Herrschaft
Werdeeh,  welche  rom  1398  an  brandenburgisch  war,  KW.  IL,  495.
0)  Ohristü  Himmelfahrt  15.  Mai.
1)  Wichelbach  an  der  Heide  bei  Gerahronn.
1")  Ihm  das  Gelähdl:  abgunommen,  wicht  mehr  auf  ISrmdenm  Grund  und
Zoden  Jugen  zu  wollen,

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