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Chroniea.  IS

War  Treutwein  willeus,  wie®”  er  mir  selber  anzaigt”,  Wilhelm
von  Velberg  gen  Weinsperg  zu  furen,  da  Iıer  Georg  von  Velberg
ritter,  dises  jungen  von  Velberg  vatter,  amptman  was.  Als  sie
aber  genanten  Wilhelm  nit  kundten  naher!)  pringen,  weder®  mit
schlagen,  stipffen  oder  ander  weg”,  sonder  was  das  recht  anschreyhen
  °,  waren  die  baurn  im  Werdeckher  ampt  uff,  alsz  kundt
er  inne®  nit  weitter  dan  bis  gehn  Lehenfels”  pringen.  Sein
schwiger  aber,  eine  von  Creilszheim  zu“  Morstein  °)  sitzent”’,  macht
sich  den  nechsten  gen  Creilszheim  ®,  begert  vom  amptman  vonn
wegen  marggraff  Casimir  löblicher  gedechtnus,  des"  amptman  er
war®,  hilf.  Der  amptman  aber  manet  die  von  Hall,  ime  beystandt
zu  tbun  in  crafft  der  einigung  des  Schwebischen  bundts,  darinnen
marggraff  Casimir  und  sie  weren.  Also®  forchten  die  vonn  Hall,
wo  sie  wurden  verziehen,  sie  wurden  abermal  gestrafft,  wie  vormals
  mit  Hobenkrehen”,  zugen  gen  Lebenfels,  schlugen  ir  leger  in
des  ritters  gartten,  die  von  Creilszheim  deszgleichen.  Die”  unfugten
  ser  im  gartten  und  anderstwa,  aber  die  von  Hall  müsten
disz  hernach  alles  gethon  haben”.  Also  am  andern  tag  gaben  sie
den  Velberger  wider  heraus.  Man  hat  kein  schusz  in  das  schlosz
thun,  dann  sie  traweten,  sy  wolten  Wilhelm  von  Velberg  in  das
loch  henckhen,  das  sie  in  das  schlosz  schussen,  und  must  er”  Jeorg
von  Velberg  seiner  gelupt  ledig  zelen.

Der  rutter”  aber  ward  nachvolgendt  denen  von  Hall  nimmermehr
  boldt,  das  sie  seine  nachbaurn”  so  eyllendt  wider  ine  uffgewesen
  und  seinen  lustgarten  also  verwüst”.  Sie  musten  auch
solches  im  Straussenkrieg  °)  offt  entgelten.  Dan  er  hat  den  Straussen
einmal  gefangen,  aber  wider  gehen  lassen,  gesagt:  Gang  hin,  die
vonn  Hall  haben  mir  auch  so  liebs  gethon.

Gutter  wein.  Anno  domini  1516  ward  der  best  wein,  deszgleichen
  bey  menschen  gedechtnus  nie  gewachsen.  Man  gab  ein
fueder  umb  acht  guldin.  Im  andern  jar  hernach  erfrur  der  wein.
Da  galt  diser  wein  ein  fueder  achtundzwaintzig  guldin.

a—a)  fehlt  TV  und  IE.  b—b)  fehlt  Twead  II!  e)  sondern  er  schry  .  .  an  7.  d)  kunten
  sie  in  I.  eo)  Leofels  HZ.  FT--HDfeht  TV.  gg)  zu  -  Creilszh,  fehlt  HN  h-h)  fehlt  ii.
ii)  fehlt  IT,  k—k)  fchlt  T;  verwiüesten  alles  darin  Z/!.  l)  musten  sie  7.  m)  ritter  7",
u)  als  seine  ncchste  7".  0)  verderbt  7".

)  Von  der  Stelle  vorwärts,  schwälnsch  nore.
°)  Südwestlich  von  Gerabronn,  in  der  Nähe  ron  Leofels.
%)  Der  Straussenkrieg  begann  zwar  I5UE,  z09  sieh  ab.r  bis  Ende  1517

hinaus.