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Chroniea.  18D

brot”).  Daun"  das  aunder  jar  war  ein  solch  gugelieren  ')  bey  dem
gutten  most,  gab  man  dem  grossen  hauflfeu  da  ein  hanen,  dort  ein
gans,  da  jugst  man  hechten  ban“  ’).,  Da  aber  galt  es  cin  stuckh
brot,  war  nit  vil  lachens,  sonder  reich  unnd  arm  erschlagen  ’),  alle
däntz  und  freydt  hingelegt.  Also  kan  unns  Gott  zeumen.  Er  wölle
uns  sein  gnad  verleyhen,  das  wir  beur  dis  1540.  jar,  dariunen  er
uns  aber  sehr  guetten  wein  geben,  mit  danckhsagung  niessen')  und
nit  also  gugelieren,  uf  das  uns  nit  wideramb  solliche  oder  grössere
not  begegne.  Amen®',

Wurttenberger  vertriben.  Anno  domini  1519,  nachdem
kevsser  Maximilian  löblicher®  gedechtnus®  aus  diser  welt  gescheiden
  ®,  hat  sich  hertzog  Ulrich  von  Wurttenberg  fur  Reuttlingen
die  reichstat  gelegert,  unnd  am  tag  conversionis  Pauli®)  gewonnen,
von  wegen  eines  burgvogts  uff  Aheln”‘),  der®  den  fursten  an  die
von  Reuttlingen  gehetzt®.  Es  erfand  sich  aber  hernach,  das  die
von  Reutlingen  recht  hetten.  Hernach  in  der  fasten  manct  der
Schwebisch  bundt  alle  stett  und  fursten  im  bundt  uff,  wider  den
hertzogen  zn  ziehen;  war  hertzog  Wilhelm  aus  Bayern,  hertzog
Ulrichs  schwager,  oberster  hauptman.  Der  hertzog  hat  vil  Schweitzer
bey  ime,  die  ime  vil  zugesagt.  Sie  wüchen  aber  zu  Türckhen’;
alle  scheutlich®  von  ime.  Es  liesz  sieh  greulich  im  anfang  ansehen,
  einen”*  aus  seinem  landt  vertreiben”,  dan”  ein  ieder  han
freydig?)  uff  seinem  must  ist.  Darumb  griff!  man  ine  mit  grosser
macht  an".  Die  vonn  Hall  musten  hundert  man  schickhen,  uber
die  was  Michel  Schletz  hauptman  unnd  Hans  Ott  pfenningmaister.
Als  aber  der  bundt  zusamenkam  unnd  hertzog  Ulrich  sich  bey”)
Türcken  im  feld”  uff  dem  waaszen  vergraben”),  wichen  die  Schweitzer,
als  der  bundt  zu  innen  in  das  lager  schussen.  Must  zuletzt  der

u)  ann  HEN;  fehle  st!.  bs)  fehlt  T.  e)  hechtlich  un  475;  hertzlichen  oder  halın  J/t;
lauchzet  und  »praug  man,  das  es  hernach  jederman  entgelten  must  JI!.  d—.d)  fehtt  T".
e)  todts  verfahren  7  f)  Hohen  Acheln  7°;  Achalm  AH‘.  w--m  fehle  IT“.  h)  böszlich  7,
i-i)  fl  T.  k)  dinen  fürsten  1,  I—1)  fehlt  T.  m—ını  fehlt  T.  n)  verschantzt,
da  aber  der  bundt  zu  inen  ruckt  und  ins  luger  schnez,  wichen  .  .  IM.

1)  Schwelgen.

»)  Unklar;  nach  Bosserts  Vermulung  hechtlichen  als  Adr.  ron  höchte
=  höhe,  also  höchlich,  yrussthuerisch.

?)  Niedergeschlagen.

*ı)  kin  Anklang  au  Luthers  Katechismus  zur  4.  Ditle.

5)  25.  Januar.

*)  Achalm.

’)  Untertürkheim.

")  Mutig.