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Chronica.  209

welchen  waren  zwen  Sturmfeder,  Ruodolff  vonn  Eltershoven  unnd
Pleickhart”  von  Ruchzingen®  !'),  uff  einem®  ackher  gegen  Heilprunen®.
  Da  machten  sie  einen  creis  und  jagten  die  wolgebornen
unnd  edien®  durch  die  spies  mit  iren  knechten,  uff  vierundzwaintzig
person.  Der  graff  entpott”,  er  wolt  inen  ein  thunen  gelt®  geben,
sie  soltten  ine  leben  lassen,  aber  da  halff  nichts  dann  sterben.  Da
dis  der  graff  sahe,  stund  er  stockhstill®,  bis  sie  ine  erstachen.
Ruodolff  von  Elterszhoven  ist  creutzweys  in  ring  gangen  und  sich
williglich  in  todt  ergeben®.  Also  haben  sie  dise  wider  alle  kriegsordnung
  durch  die  spies  gejagt,  darnach  nackhendt  auszgezogen  und
ligen  lassen.  Gott  der  allmechtig”  wölle  innen  und  unns  gnedig”
sein.  Nach  disem  allem  haben  sie  das  schlosz  angeziut  unnd  verprent,
  sein  darnach  uff  Wurtzburg  zu  zogen.

Gayldorff?)..  Am  ostermontag?)  haben  sich  die  Scheuckhischenn®
  baurn  zu  Gailndorff  entpört,  sein  gen  Lorch  zogen,  das
closter  geplündert.  Deren  vorgenger  unnd  cantzler  war  her  Wolffgang
  Kürschenbeisser  ®  ®),  pfarher  zu  Frickhenhoffen°),  unnd  der  Judenhuet
  zu  Westen‘)  fenderich”.  Diser  hauff  hat  die  Hällischen
baurn  sehr  uffgemanet,  schriben  inen  zu®,  sie  solten  zu  inen  komen,
wo  des  nit®,  so  wolten  sie  zu  inen  kommen,  doch  mit  der  gestalt,
sie  wolten  inen  neınmen,  was  sie  hetten  und  die  heusser  verprennen.
Also  thetten  auch  die  andern  hauffen,  wo”  sie  lagen.  Zu  disem
hauffen  zogen  die  baurn  im  Rosengarten,  die  zu  Gelbingen”,  die
zu  Than’),  die  zu  Suntheim”®),  Velberg”  und  an  der”  Vischa)

  Pleuckhardt  13.  b)  Rüchsz.  8t?;  Ruchingen  St?;  Rützingen  M;  Rüxingen  HM!
ec)  einen  S2?;  ein  82?;  den  M.  d)  Heilbron  St?.  e)  den  graven  sambt  den  edlen  Hi,  W.
f)  bott  inen  ein  tonnen  gold  zu  geben  St?;  both  ihnen  100  000  gld.  für  sein  leben  7,  W;
entbot  sich  NM.  g)  gold  St?  bh)  still  873,  j)  haben  sio  auch  nackend  auagezogen
und  also  ligen  lassen  W’;  dus  ührige  bis  gejagt  fehlt.  k)  in  todt  erg.  fehlt  HM,  ))  gott
-  sein  fehlt  M.  m)  der  allm.  fehlt  T,  W.  n)  unnd  barmbertz'g  sein.  Amıen,  T.
0)  die  Geildorfischen  oder  Schenkischen  73.  p)  haben  das  tr".  q)  Kirschenbeirzer  7".
r)  ir  fenderich  7,  W.  8)  zu  fehlt  St9,  t)  wo  nit  T,  If!,  W;  wa  nit  MW.  u)  wa  M.
v)  Gelwingen  MW.  w)  Sunthen  St?,  St?,;  Sontheim,  Than  M.  x)  Fellberg  81%.  y)inder  II.
)  Unterrieringen  OA.  Vaihingen.
2)  Über  den  Gaildorfer  Haufen  s.  Vogt,  Korrespondenz  des  Ulrich  Artzt
Nr.  146,  151,  157,  160,  255,  290,  292,  398,  ferner  L.  Müller,  Beiträge  zur
Geschichte  des  Bauernkriegs  im  Ries  und  seinen  Umlanden  S.  120  J.
®)  236.  April,  sie  blieben  da  bis  1.  Mai,  Zimmermann,  Bauernkrieg  II.  165.
*)  Eigentlich  Kirschenesser,  über  ihn  8.  oben:  „Was  die  von  Hall  gegen
ihren  Priestern  vorgenommen“  S.  116  und  unten  Nr.  III.  '
6),  OA.  Gaildorf.
6)  Westheim  OA.  Hall.
?)  Bühlerihann  OA.  Ellwangen.
®)  Obersontheim  OA.  Gaildorf.

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