216  Johann  Herolt

Pochläun  Öttingen,  Nördlingen!?).  Am  2.  tag  des”  aprillis  sein

-  794,

die  baurn  im  Riesz  bey  Nördlingen  zusammenkommen,  haben  Ottingen
eingenommen,  den  wolgebornen  graff  Ludwigen  Von  Öttingen  gefangen,

die  clöster  geplundert.  Dise  hat  marggraff  Casimirus»  von  Brandenburg
mit  sechshundert  pferden  und  etlichen  zu  fuos  in  die  flucht  geschlagene),

sein  usz  aylfftausentd)  baurn  zwaytausent  ©)  erschlagen,  vil  gefangenn,  darnach
  enthaupt,  etliche)  in  ein  dorff  geflohen,  das  die  reutter  angezint
und  sie  darinen  verprent.

Cochlänn  Eystett®®)  Es  sind  auch  im  aprillen  uff”  funfftausent  baurn

p.  794.

bey  Obernmessing  ®)  under  demk)  bischoff  von  Aysteit  zusamenkomen,  die

haben  Greding‘)  mit  andern  fleckben  eingenommen.  Dise  hatt  hertzog
Friderichb  mit  funffhundert  pferden  und  hortzog  Wilhelmm)  mit  hundert  und

achtzickh  pferden  und  dreyhundert  schutzen  zertrent,  daraus  Sie  etlichn)  gefangen
  unnd  vierzehen  ®  enthaupt.

Cochläus  Wurttenbergisch  baurn.  Im  mayen  sind  im  Wurttenbergi-P-

  758,

schen  landt  dreyzehentausent  baurn  wolgerüst  bey  einander  uff  einem?)
hauffen  gewest,  auch  sunst  etlich  hauffen,  aber  nit  so  wol  gerüst.  Disen
hauffen  hat  herr  Georg®  Truchsäs  hauptman  des  Schwebischen  bundts
geschlagen  nit  weit  von  Herrenberg  bey  Böblingen  ”)°),  sein  nf  der
wahlstatt  sechstausent  und  vierhundert  pliben,  sein  die  andern  ®)  gebrandgeschätzt,
  ein!  haus  umb  6  fl.

CocMötun  Dauber,  Franckhenlandt,  Hällisch  baurnn.  Im  aprilp-

  799.

lenu)  haben  Sich  die  Würtzburgischenv)  unnd  Bawmbergischen”)  baurn  entpört
  und  angehept  zu  romoren,  desgleichen  die  Ottenwälder  haben  unsoglichenx)
  schaden  gethon  im  Franckhenland  unnd  an  der  Tauber,  der

priester  heuser  geplündert,  die  kirchen  beraupt,  die  pildtnus  der?)

heylligen  zerhawen,  alle  ornaten”  was  in  den  kirchen  verwust®»,

a)  den  fehle  St?,  Se3,  db)  Casimir  &amp;?2,  W.  c)  in  die  flucht  gefangen  T.  d)  1100  12.
e)  200  H.  fJ  geschlagen  T.  g)  sein  etlich  8193.  h)  Aichstatt  stets  H?2,;  Aychstett  MV.
ji)  bey  823.  k)  wider  deu  4!.  l)  herzog  margraf  W;,;  hertzog  pfaltzgraff  T;  hertzog
Friderich  pfaltzgraff  4M?,  II.  m)  Wilhelm  von  Bayrın  7,  W,  H',  4°.  n)  sind  etlich
T,W.  0)  vierzehn  feklt  T,  W;  Cochläns:  13.  p)  eim  823,  a)  Jorig  St?  z)  Wöblingen
  MW.  s)  andern  anleims  7,  W.  t)  ie  ein  813,  Y!,  HU?  u)  den  13.  apr.  H';
Cochläus;  11,  apr.  v)  Wirzbergischen  87°,  w,  RBrandenburgischen  T,  W.  2)  unsäglichen,
  grossen  19;  groszen  T,  W”.  y)  und  r3,  z)  ornatus  &amp;3,  H?.,  aa)  kirchen
geweut  8193,

1)  .S,  Müller,  l.c.S.  1  f.

2)  Eichstädt.

%)  Obermässing,  zwischen  Lichstädt  und  Nürnberg.

*)  Südlich  von  Obermässing.

5)  Über  diese  Schlacht  s.  den  Schreiher  des  Truchsessen  in  Baumann,
Quellen  Oberschw.  p.  581  f.,  den  Brief  Irishaimers  bei  Vogt,  Corr.  des  Ulrich
Arlit  Nr.  387  und  Zimmermann  II.  406  f.

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