Chronica.  247

In  disem  jar  im  26.  augusti  hat  der  Türckh  underhalb  Offen
in  Hungern  könig  Ludwigen  erschlagen”.

a)  und  zog  darnach  bald  für  Wien  H'.

gemeine,  unser  statt  und  die  unsern  mit  nam,  ranb  und  brand  und  anderm
mercklich  und  beschwerlich  beschedigt,  unbewachter  ehrn,  wider  kay:  mandat
und  verbrechen  kay:  landfridens,  des  hailigen  reichs  ordnung  und  gemeine
recht,  uber  das  wir  noch  die  unsern  solches  umb  ihn  nie  verschuldet,  mit
ihme  oder  andern  von  Velberg  in  argem  oder  ungutem  nichts  zu  schicken
oder  zu  thon  gehabt.  Deszhalb  wir  uns  solcher  unbillicher  beschedigung  und
verderbung  von  ime  ausz  und  inn  Velberg  gar  nit  verselien  noch  besorgt
haben.  Darumb  und  weil  dan  solche  gewaltig  beschedigung  nit  allein  wider
kay:  mandat,  verbott,  landfriden,  reichsordnung  und  gemeine  recht,  sonder
auch  wider  ewern  burgfrieden  zu  Velberg  ist,  der  da  will  und  vermag,  so
einer  oder  mehr  under  euch  iemandts  ohn  der  andern  wissen  und  willen
schaden  thnen,  das  der  oder  dieselben  ihren  thail  und  gerechtigkheit  gegen
dem  beschedigten  verwirckt  haben,  und  die  andern  ganerben  von  dem,  der
schaden  gethan  hat,  dem  beschedigten  um  sein  empfangen  schaden  köhrung
und  abtrag  verhelffen,  auch  dem  beschediger  zu  seinem  theil  und  gerechtigkeit
  zu  Velberg  nit  mehr  kommen  lassen  sollen,  also  ist  an  euch  unser  ersuchen,
  ir  wöllet  von  gemeltem  euerm  vettern  und  mitganerben  Wolffen  von
Velberg  verschaffen  unsz  umb  den  unsern  zugefüegten  schaden  und  abtrag
verhelffen,  auch  ion  dem  und  anderm  verhalten  und  beweisen,  wie  solcher  burgfrid,
  landfrid,  reichsordnung  gebürt,  das  wir  uns  gegen  euch  versehen  und  umb
euch  nachparlich  verdienen.  Actum  freitags  nach  Udalrici  (Juli  6)  anno  1526.

Hierauff  schreiben  oberzelte  von  Velberg  sambtlich  ihreın  vettern
Wolffen  von  Velberg  also:

Uunszer  freundtlich  dienst  zuvor.  Lieber  Vetter  Wolff!  Nachdem  uns
die  von  Rottenburg  geschriben,  wie  du  hierin  zu  vernemen  hast,  dieweil  aber
wir  zum  thail  mit  dir  gehandelt  und  deiner  handlung  allzeit  khein  gevallens
gehabt,  vor  und  nach  dich  erinnert  und  angezaigt,  das  solch  dein  furnemen  wider
niemandts,  das  (lies:  und  ?)  keinem  von  Velberg  nachthailig  oder  zu  schaden
raichen  solle,  dieweil  aber  wir  fürsorg  haben  auff  solch  der  von  Rottenburg
schreiben,  so  wir  den  nit  gemesz  handlen,  das  die  von  Rotienburg,  wie  dan
vor  augen  und  uns  glaublich  anlangt,  gegen  Velberg  mit  der  that  wurd  fürgenommen,
  das  dan  ohn  aller  unszer  schaden  nit  mag  beschehen,  wie  du  dan
bey  dir  selbst  abnemen  kanst,  demnach  ersuchen  wir  dich  freundtlichs  fleisz
bittendt,  du  wöllest  deiner  handlung  nach,  die  olın  unser  vorwissen,  auch  wir
dir  darzu  weder  hilff  noch  rhatt,  auch  beystandt  gethon  haben,  dich  in  der
sach  halten,  damit  uns  deinethalben  nit  schaden  geschehe,  dan  schaden  zu
leiden  ohnverdient  hast  bey  dir  selbs  zuermessen,  das  unsz  zu  gedulden  unleidenlich
  sein  will.  Darumb  wöllest  dich  unserm  begern  nach  gemesz  halten,
alsz  wir  uns  zu  dir  versehen.  Das  wöllen  wir  zusambt  der  billichkeit  umb
dich  beschulden.  Actum  nach  Kiliani  (Juli  8)  anno  1526.

Uff  solches  ist  Wolffen  von  Velberg  von  könig  Ferdinando  mandiert
worden,  die  von  Rottenburg  ferner  nit  anzugreiffen,  sonder  die  sachen  zur