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Chronioa.  259

ein  mublradt.  Er  hat  dise  odern  in  ein  klein  stüblin  gefast,  dann
da  Peter  (T,.ackhorn')*  den  neuen  baw  anno  domini  1496  an  der
suln  gemaeht,  bat  man  die  suln  nicht  dermassen  können  erschöpffen,
derhalbenn  sie  der  rechten  odern  verfelt  unnd  das  klein  stublin,
darianen  die  gut  odern  solt  sein,  neben  die  gutten  odern  gesetzt.
Dis  klein  stublin,  so  mayster  Thoman  gemacht,  steett  neben  dem
andern  stäblin  und  weyst  das  wasser  darein,  das  kein  wildt  wasser
darzu  kann.  Man  hat  auch  geringsweis  umb  die  suln  graben,  mit
letten  verdampt,  das  das  wildt  wasser  nit  zu  dem  guten  kan.  Hat
wol  geholfen?),.  Inn  disem  jar  hat  ein  erbar  rath  das  schlosz
Elterschoven  mit  ettliohen  eignen  guettern  Melchior  Senfften  abkaufft
  umb  dreytausend  guldin.

Es»  seind  in  diesem  jar  aber  vil  mordprenner  hin  und  wider
gewesen,  in  stetten  und  dörffern  fewr  eingelegt.  Der  landtgraff
von  Hessen  beschuldigt  dis  den  hertzog  Heinrichen  von  Braunschweig,
  dann  er  und  andere  ettliche  prenner  gefangen,  die  haben
in  der  voltter  und  urgicht  bekant,  diser  hertzog  hab  innen  das  gelt
gebenn.  Gott  verzeichs  denen,  sie  sein  wer  sie  wöllen,  so  sollichs
jammer  angericht  haben,  und  erleucht  sie  mit  seinen  gnaden.
Amen.

Limpurg  erkaufft.  Anno  domini  1540  baben  die  von
Hall  schenckb  Erasmus,  freyherrn  etc.,  irem  nachbaurn  das  schlosz

‚Limpurg  umb  zwayundviortzigtausent  guldin  abkaufft  und  der

frawen®  sechshundert  guldin  zu  weinkhauff  geben®.  Es  haben  die
andern  Schenckhen,  so  zu  Gailndorff  hoffhalten®,  ein  offen  haus

‚da  gehapt;  denen  hat  ein  erbar  rath  dreytausent  guldin  geben

für  ir  öffnung  und  alle  zuspruch”.  Es  haben  sich  dazumal  graff
Albreeht  unnd  sein  braeder  sehr  gemueht,  disen  kauff,  ehe  er  bestetigt,
  hinder  sich  za  treiben  mit®  vil  seltzamen  auszschlegen®),
es  war  aber  nit  gelt  vorbalben®,  Schennckh  Erasmus  hat  dis  schlosz

a)  Loakher  St'.  db)  der  ganse  Abschnitt  bis  Amen  Jehli  T.  c)  seinem  gemahl  7.
d)  versprochen  unnd  geben  T.  e)  hoff  gehalten  T.  f)  den  andern  Soheucken  so  zu...
für  ir  offen  hausz,  so  sie  alda  gehapt,  3000  fl.  fur  iren  anspruch  geben  H!.  g)  mit  —
auszschlegen  fehlt  T.  b)  anschlägen  H!.  i)  vorhanden  H',

1)  Über  Lackorns  Bau  s.  oben  S.  138.

3)  Über  diesen  Suhlenbau  hat  der  damalige  Haalschreiber  Philipp  Hayldbronner,
  der  an  den  Arbeiten  selbst  amtlich  beteiligt  war,  einen  dem  Kat  gewidmeten
  eingehenden  Bericht  verfasst,  in  welchem  alle  einzelnen  Teile  des  gewaltigen
  und  mühsamen  Werks  mit  technischer  Genauigkeit  vorgeführt  werden.
Die  Kosten  betrugen  2750  fl.  Der  Bericht  ist  aufgenommen  in  die  Städt.  grüne
Chronik  S.  438-479.