276  Herman  Hoffman

ewrer  erbarer  weishaiten,  meiner  lieben  herren  und  gemainer  irer
stat  Halle  er,  nutze  und  wolfart  zu  suchen  und  furdern  bin  ich
alzeit  nit  wenigers  willig  berait,  dann  schuldig.
Datum  Schwäbischen  Halle  uff  den  letsten  tag  des  monats
octobris,  anno  etc.  im  drewunddreyssigisten,  1533.
Ewer  erbar  weishaiten  alzeit  gehorsamer,  williger  diener
Herman  Hoffman.

Und  erstlichs  volgt,  were  zur  zeit  solicher  aufrurn  meine  herren
des  innern  rats  als  regenten  diser  loblichen  stat  Schwäbischen  Halle
gewest,  und  wie  die  gesessen  sein,  nemlichen  stetmaister:  Michael
Schletz;  uff  dem  bank  der  ersten  frage:  Conrat  und  Herman,  die
Buschler,  gevettern,  Volk  von  Rossdorf,  Martin  Autenriedt,  Gabriel
Senft,  Peter  Virnhaber,  Hanns  Wetzel,  Jobst  Haug,  Hainrich  Halberger,
  Dietrich  Blank;  uff  stetmaisters  bank:  Michael  Schletz,  stetmaister
  obgenannt,  Ulrich  von  Rinderbach,  Antoni  Hoffmaister,  Bartholmes
  Rot,  Hanns  Ott,  Hainrich  Schulthais,  Hauns  Baumann,
Leonhart  Mangolt,  Jos  Sultzer,  Rainhart  Truchtelfinger,  Hanns
Schnurlin,  Bernhart  Wernher,  Sebastian  Kraus,  Leonhart  Droszman,
Adam  Gutman  und  Michael  Sewboth  !).

[3]  Bauernkriege,  wie  der  angehebt,  wes  sich  darunder  verloffen,
ergangen,  und  welcher  gestalt  der  nach  vergiessung  vil  cristenlichs
bluts  sein  entschaft  genomen  habe,  wurt  hernach  beschriben.

In  dem  namen  der  hailigen,  untailbarn  dryainigkait,  Got,  des
vatters,  sons  und  hayligen  gaists,  amen.  Zu  wissen,  das  im  anfange
des  jars,  als  man  nach  der  menschwerdung  unsers  herren  Jhesu
Christi  zalt  tausent  funfhundert  zwaynzig  und  funf  jare,  manicherlay
reden  und  thätliche  zusamenverbindungen  mit  enbörung  der  bawerschaften
  erschalen  und  umbgiengen,  wie  das  sie,  die  bawren,  in
grosser  anzale  im  Hegaw  legen,  etliche  (als  sie  sich  vernemen  liessen)
der  maynung,  das  evangelium  nach  irem  auslegen  uffzurichten  und
hanthaben.  Andere  aber  mainten,  den  vertribnen  herzog  Ulrichen
von  Wirtemberg  damit  ins  furstentumb  Wirtemberg  widerumb  einı)

  Von  diesen  Ratsherren  gehörten  nach  Herolt  „Was  die  von  Hal
gegen  stellmeister  u.  s.  w.  vorgenommen“  oben  S.  147,  mindestens  vier,  nämlich
Volk  von  Rossdorf,  Truchtelfinger,  Seuboth  und  Sultzer  der  streng  altgläubigen
Richtung  an.  Antonius  Hofmeister  erscheint  1529  als  Hallischer  Botschafter
auf  dem  Reichstag  zu  S'peier.

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