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Bauernkrieg.  289

geen  mit  betrawung,  wo  das  nit  geschehe,  den  flecken  und  schlosz
und  was  darinn  were,  auch  anderswo  zu  verhergen  zuempoten  und
zeit  zu  inen,  ob  wir  vertreglicher  gestallt  handeln  wolten,  zu  kommen
underthenigelich  gebeten.  Also  sind  wir  und  unser  bruder  heut
dinstags  zu  inen  kommen  und  inen  etwan  manichen  wege,  wie  vor
zum  tayle  auch  beschehen,  furgeschlagen,  aber  nichts  dann  ir  furnemen
  bey  inen  erheben  und  erlangen  mogen,  haben  in  betracht,
was  schadens  und  verderbens  uns  und  den  unsern  aus  disem  werke
volgen  mochte,  ain  anstande  und  vertrage  bis  uff  ain  kunftig  reformation,
  die  sie  mit  andern  bauren  zu  machen  vorhaben,  angenommen,
also  das  die  aus  unser  graveschaft  ziehen  und,  wie  wir  bericht,  den
wege  den  nechsten  uff  Lichtenstern,  volgends  uff  Neckersulm,  Wympfen,
Wydern  und  hienach  uff  Wurzburg  zu  nemen.  Wolten  wir  euch,
den  wir  zu  sondern  nachbaurlichen  und  freuntlichen  willen  genaigt,
nit  verhalten.

Datum  Waldenburg,  dienstags  zu  abent  nach  palmarum  [11.  April]
anno  etc.  funfundzwanzigsten.

Als  nun  der  hauf  zu  Oringen  versammelt  gewest,  sein  willen  bey
beden  graven  von  Hohenlohe,  die  inen  auch,  damit  sie  aus  der  herschaft
one  verbergt  und  verderbt  zugen,  buchs  [22]  und  spiesz  sampt
anderm  volgen  lassen  und  geben  mussen,  wie  obstat,  erlangt  heten,
schickten  sie  ain  brieve  an  ain  gemainde  zu  Halle  lautende.  Derselb
  bot  ware  zu  Thoman  Meysznern  kommen  und  het  nach  aim
gemainen  ratsherren  gefragt,  der  ine  zu  Caspar  Gretern  gewysen.
Das  erhort  Hanns  Wetzel,  der  alt,  von  ungeschichten')  und  nehert
sich  zu  inen,  das  er  .den  poten  zum  stetmaister  prachte  sampt  dem
brieve,  der  also  innhielt:

Hauptman,  doppelsoldner,  fenderich  und  ganze  cristenliche  versamblung
  von  Oringen  auszogen.

Den  ersamen,  fursichtigen  und  weysen,  denen  von  der  gemainde
zu  Schwäbischen  Halle,  unsern  herren  und  guten  freunden.

_  Unsern  willigen  dienst  und  bruderliche  trew  zuvor.  Lieben
herren,  bruder  und  guten  freunde!  Wir  haben  zu  erleychterung  und
milterung  etlicher  hoher  und  grosser,  betranglicher  beschwerden  ain
freuntlichen,  bruderlichen  und  cristenlichen  zuge  mit  ainem  versammelten
  volke  furgenommen,  darzu  wir  buchsen  und  pulvers  notturftig
  sind.  Ist  demnach  an  euch  unser  freuntlichs  und  gutlichs

mm

1)  Von  ungefähr.
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