296  Herman  Hoffman

[51]  Item  so  man.  bey  nacht  auszuge,  sahe  etlich  fur  gut  an,

das  man  trummen  nit  schluge,  darzu  mit  fackeln  und  liechtern  in
der  stat  underm  thore  noch  uff  der  prucken  nit  vil  umbgienge,  dann
man  kuntschaft  darab  gehaben  mocht,  und  wurden  die  dausz  dester
ehe  gewarnt,  Item  und  das  man  ob  allen  dingen  zuvor  raysig  und
zu  fusz  hinaus  schickte,  obe  jemanden  vorhanden,  dann  sich  zur  zeit
als  man,  wie  obstat,  hinauszogen,  niemant  versehen,  das  der  baurenhaufe
  so  nahen  uff  Gotwaltzhauser  staigen  an  der  stat  gleich  vorm
thore  gewest  sein  solten.

Dem  baumaister  warde  bevolhen,  so  man  hinauszuge,  die  wägen
mit  den  buchsen  hinauszuverordnen  und  das  sonderlich  pulver  und
stain  gnuge  mitgenommen,  und  am  geschirr,  strengen  und  anderm
vor  mangel  zu  bewaren  und  zuvor  alles  aigentlich  zu  besichtigen,
auch  profant,  wein  und  brot  hinach  zu  schicken,  und  zu  ainer  fursorg
  mit  dem  haufen  ain  wagen  mit  spiesz  geen  zu  lassen,  obe  eg
regnet,  das  die  buchsenschutzen  spiesz  brauchen  mochten.

Item  es  warde  auch  zuvor  ordnung  gemacht,.  obe  etwas  gewonnen
  wurde,  wie  es  damit  gehalten  werden.  Und  solten  die,  so
in  der  ordnung  pliben,  nichts  weniger  daran  eınpfahen  und  haben,
als  die,  so  es  zuwegen  brachten,  damit  die  ordnung  dest  minder  zerprochen,
  und  man  vor  schaden  verhut  plibe  etc,

[52]  Nun  begabe  es  sich,  das  obangeregter  Oringischer  haufe,
nachdem  dieselben  bauren  bede  graven  von  Hohenlohe  irs  willens,
als  obstät,  zu  geleben  getrenkt,  von  Halle  hindanzugen  gen  Schontal
zu  den  Maynzischen,  alda  grosser  schade  beschahe  am  trayde,  wein,
federwat  '),  venstern  und  sunst  anderm  uff  achttausend  gulden  wert
angeschlagen,  von  dannen  gen  Newenstain,  Liechtenstern,  daselbst
gleichermassen  schaden  zufugten  und  fur  Leowenstain  hin,  da  sie
auch  iren  willen  erlangten,  und  als  man  sagt,  die  bede  graven  herr
Ludwig  und  herr  Friderich  mitziehen  musten,  furter  uff  Neckersulm.
Daselbst  warden  sie  underwegen  von  etlichen  bauren,  so  zu  Weinsperg
  gefangen  gelegen  und  ausgefallen  waren,  gewendt,  uff  Weinsperg
wider  uffwertz  zu  ziehen,  alda  zu  Weinsberg  sie  die  thore  am  stetlin
uffhiewen,  das  schluss,  nachdem  es  nit  besetzt  was,  wie  man  sagt,
erstigen,  verprannten  nnd  der  frawen  von  Helfenstain  das  ir  erbarmclich
  einnamen,  auch  sunst  grossen,  hievor  unerhorten,  ja  ain
ganz  tyrannischen  handel  anrichten,  dann  sie  die  vom  adel,  so  sie
darvor  im  stetlin  gefängclich  angenommen  heten,  allererst  fur  das

1)  Betiwerk  (?).

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